Die Teuerung: eine Einführung in die Wirtschaftspolitik der SozialdemokratieWiener Volksbuchhandlung, 1910 - 99 Seiten |
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Häufige Begriffe und Wortgruppen
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Beliebte Passagen
Seite 44 - Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt. Die Expropriateurs werden expropriiert.
Seite 44 - Sie ist unfähig zu herrschen, weil sie unfähig ist, ihrem Sklaven die Existenz selbst innerhalb seiner Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ernähren muß, statt von ihm ernährt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, dh ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft.
Seite 44 - Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ernähren muß, statt von ihm ernährt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, das heißt ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft.
Seite 11 - Industrie, aber nicht in der Landwirtschaft geht, bleibt hier die Produktion auf einer Entwicklungsstufe stehen, die gegenüber den Möglichkeiten, die die moderne Wissenschaft erschlossen hat, bereits lächerlich rückständig erscheint.
Seite 17 - Jahre 19<»7 wurde seine Bevölkerung auf 6,153.789 Personen geschätzt. Das Kapital industrialisiert die Weltwirtschaft. Es beschleunigt die industrielle Entwicklung in den Zentren der kapitalistischen Kultur; neue Gebiete werden durch den Kapitalimport industrialisiert. Die Getreideländer aber entwickeln sich viel langsamer. Die Besiedelung des Ackerbodens hält mit der Industrialisierung der Weltwirtschaft nicht gleichen Schritt. Die Auswanderung der Menschen kann die Getreideländer nicht fo...
Seite 13 - Produttion wird ausgedehnt. So tritt eine Periode der Hochkonjunktur ein, charakterisiert durch die Ausdehnung aller Produktionszweige, das Steigen der Profite und der Löhne, die Verteuerung aller Waren. Nun zeigt sich aber ein charakteristischer Unterschied. Die Industrie kann ihre Produktion durch die Einstellung neuer Maschinen und durch die Vermehrung ihrer Arbeiter schnell und fast unbeschränkt ausdehnen.
Seite 12 - Mafchinenindustrie verwerten soll. Sie hat kein Organ, das die Verteilung der Arbeit auf die verschiedenen Produktionszweige regelt. So kann es geschehen, daß die Kapitalisten ihr Kapital "in der Erzeugung bestimmter Waren verwerten und zu spät erfahren, daß für diese Waren keine Käufer zu finden sind, während gleichzeitig die Erzeugung anderer Waren vernachlässigt wird und fehr bald Mangel an diesen Waren eintritt.
Seite 10 - Hindernis des technischen Fortschritts in der Landwirtschaft. Auch die Entwicklung der landwirtschaftlichen Genossenschaften, die den Landwirten durch billigen Kredit die Verbesserung ihrer Betriebsweise ermöglichen, ihnen Maschinen (zum Beispiel Dreschmaschinen) zur Verfügung stellen und ihre Waren rationell verarbeiten (Molkereien), fördert die landwirtschaftliche Technik. Auch der Staat und die Länder tonnen hier fördernd eingreifen.
Seite 10 - Industrie, ja noch bei weitem ärger steht es mit der Agrikultur. "Das erste und wichtigste Bedürfnis der Gesellschaft ist die Versorgung ihrer Mitglieder mit Lebensmitteln. Aber die kapitalistische Gesellschaft überläßt gerade diese Aufgabe armen Menschen, denen das Wissen und die Mittel fehlen, die Errungenschaften der Wissenschaften zu nutzen, die Ergiebigkeit des Bodens und der Arbeit zu steigern . . . (So) bleibt hier die Produktion auf einer Entwicklungsstufe stehen, die gegenüber den...
Seite 10 - Akticngroßfchlächterei aber, an der die Gemeinde beteiligt ist, hat sich nicht bewährt. Sie müßte selbst Vieh mästen, um das Angebot zu vermehren. Statt dessen wendet sie sich bei dem Ankauf von Vieh an dieselben Viehmäster, die schon seit Jahren den Wiener Fleischhauern Vieh verkaufen, und ermutigt fie dadurch nur, höhere Preise zu fordern.
