Geschichten aus dem Wiener WaldSuhrkamp, 1986 - 245 Seiten Geschichten aus dem Wiener Wald ist das bekannteste Theaterstück des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth. Es wurde 1931 in Berlin uraufgeführt und mehrfach verfilmt. Noch vor der Uraufführung erhielt Horváth 1931 für das Stück den Kleist-Preis. Horváths Stück, geschrieben Ende der 1920er Jahre in der Zeit katastrophaler Arbeitslosigkeit und der Weltwirtschaftskrise, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas und wurde von Erich Kästner "ein Wiener Volksstück gegen das Wiener Volksstück" genannt. Zur Inhalt: Marianne, das "süße Wiener Mädel," läuft ihrer Verlobung mit dem biederen Fleischhauer Oskar davon, der sein Geschäft neben der Puppenklinik ihres Vaters in Wien hat. Sie bekommt ein Kind von Alfred, der ein Schuft und Hallodri ist, und sie werden todunglücklich im Wiener achtzehnten Bezirk. Alfred gibt das Kind zu seiner Großmutter, die mit Alfreds Mutter in der schönen frischen Luft der Wachau an der Donau wohnt. In Not und Elend vollzieht Marianne einen sozialen Abstieg, der sie zuletzt über Vermittlung von Alfreds Kumpan Hierlinger und einer Baronin "mit Verbindungen" als erotische Tänzerin in ein Halbwelt-Varieté führt. Der Zauberkönig, der hartherzige Vater Mariannes, muss sein verstoßenes Kind im Nachtlokal "Maxim" als nackte allegorische Figur bei "lebenden Bildern" wiedererkennen. "Der Mister," ein aus Amerika heimgekehrter Wiener mit heurigenseliger, verkitschter Heimatliebe, der mit Geld nur so um sich wirft, versucht Marianne als Prostituierte zu kaufen, was sie ablehnt. Die Abweisung macht den "Mister" wütend, er sorgt dafür, dass sie ins Gefängnis kommt, da sie ihn angeblich bestehlen wollte. |
Häufige Begriffe und Wortgruppen
achten Bezirk armen BARONIN BEICHTVATER bitte blauen Donau Blutwurst Bohème Bravo Bubi Burgtheater CONFERENCIER Danke Darf denkst Deutschlandliedes dumm EMMA ERICH erscheint ERSTE TANTE Fleischhauerei Fräulein frißt geht gesagt Geschichten gibt glaub gnädige Frau groß GROSSMUTTER grüßt halt hast HAVLITSCHEK heißt Herr Oskar Herr Rittmeister Herr Zauberkönig herzig Heurigen heut HIERLINGER FERDINAND Hoch Jahr jetzt Johann Strauß Kasimir und Karoline Kind kleine Leopold kommen kommt Kuß Küß die Hand küßt langsam laß läßt lich links Mädchen Maisons-Laffitte MARIANNE MATHILDE Maxim Mensch MISTER möcht muß MUTTER Nummer siebzehn Ödön von Horváth OSKAR lächelt Oskar Mariann Österreich Papa Pardon Pause plötzlich Puppenklinik Realschülerin im zweiten rechts rhythmische Gymnastik sagen Salami Schau Schilling Schlaganfall Schluß Seel sieht singen singt Sockenhalter soll spielt starrt stecken steht Tabak-Trafik TOCHTER Tür unserer VALERIE vielleicht Volksstück Vorhang Wachau Walzer weiß weißt wieder Wiener Wald ZAUBERKÖNIG ZAUBERKÖNIG unterbricht Ziehungsliste Zither ZWEITE TANTE zweiten Stock

