Kritische Zeitbilder

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Schuster & Loeffler, 1921 - 336 Seiten
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Seite 310 - Die Unterzeichneten haben längst mit Bedauern das Treiben einer gewissen Partei verfolgt, deren Organ die Brendelsche .Zeitschrift für Musik' ist. Die genannte Zeitschrift verbreitet fortwährend die Meinung, es stimmten im Grunde die ernster strebenden Musiker mit der von ihr vertretenen Richtung überein, erkennten in den Kompositionen der Führer eben dieser Richtung Werke von künstlerischem Wert, und es wäre überhaupt, namentlich in Norddeutschland, der Streit für und wider die Zukunftsmusik,...
Seite 210 - Heut hat das Volk sein Geschick in die Hand genommen. Keiner wird jetzt zurückstehen, dessen Kräfte im Nationaldienst verwendbar sind. Auch die neue Regierung möge mit uns rechnen, wo sie unser Wirken für ersprießlich hält. Keiner von uns wird zögern, im Wohlfahrtsdienste des Friedens das Seine von Herzen und nach Kräften zu tun.
Seite 310 - ... strebenden Musiker mit der von ihr vertretenen Richtung überein, erkennten in den Kompositionen der Führer eben dieser Richtung Werke von künstlerischem Wert, und es wäre überhaupt, namentlich in Norddeutschland, der Streit für und wider die sogenannte Zukunftsmusik, und zwar zu Gunsten derselben, ausgefochten.
Seite 43 - Es ist hier nicht der Ort zu untersuchen, ob und wie weit es ihm gelungen ist, diesen Versuch zur Tat werden zu lassen.
Seite 115 - Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen — Was mir die Tiere des Waldes erzählen — Was mir der Mensch erzählt — Was mir die Engel erzählen — Was mir die Liebe erzählt.
Seite 310 - Zukunftsmusik, und zwar zugunsten derselben ausgefochten. Gegen eine solche Entstellung der Tatsachen zu protestieren, halten die Unterzeichneten für ihre Pflicht und erklären wenigstens ihrerseits, daß sie die Grundsätze, welche die Brendelsche Zeitschrift ausspricht, nicht anerkennen und daß sie die Produkte der Führer und Schüler der sogenannten .Neudeutschen...
Seite 48 - Mühvolles zu verrichten hat, — verschwindet zu Zeiten ganz, man weiß nicht wie und wohin? — Dann plötzlich trifft man sie einmal wieder, furchtbar erschöpft, elend, bleich und grauenhaft: aber von neuem unermüdlich, wie eine Hündin dem heiligen Grale dienend, vor dessen Rittern sie eine heimliche Verachtung blicken läßt: ihr Auge scheint immer den rechten zu suchen, — sie täuschte sich schon — fand ihn aber nicht. Aber was sie sucht, das weiß sie eben nicht: es ist nur Instinkt.
Seite 43 - Schöpfer begraben wurde. Und es wird eine Zeit kommen — vielleicht ist sie gar nicht so fern — in der wir, ohne die kulturelle Bedeutung dieses Musikdramas zu unterschätzen, in ihm nicht mehr wie heut noch, den Mittelpunkt unseres künstlerischen Lebens erblicken, sondern uns von dem großen Synthetiker und sentimentalischen Romantiker Wagner hinweg anderen Idealen zuwenden. Vielleicht erleben wir gerade jetzt, nach einer Periode bedingungsloser, auf falschen Maßstäben ruhender Bewunderung...
Seite 325 - jüdisch" jetzt ein neues, deklassierendes Schimpfwort gewonnen hat, das man jedem entgegenschleudern darf, der nicht "deutsch-national" im Pfitzner-Stil empfindet
Seite 294 - In den anderen Künsten hat der Prozeß der Selbstbesinnung schon vor längerem eingesetzt, am auffallendsten läßt er sich erkennen in der neuen Malerei. Man mag diese Kunst einschätzen, wie man will: das für sie Bezeichnende liegt in dem Streben nach innerer Selbständigkeit, nach Befreiung von der Vormundschaft oder Mitarbeit anderer Künste. Malen um des Malens, Zeichnen um des Zeichnens willen, Umschmelzung aller aus anderen Gebieten entlehnten Ausdrucksmittel in den rein malerischen, rein...

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