Ein deutsches HerrenhausDer neue Geist-Verlag, 1918 - 46 Seiten |
Häufige Begriffe und Wortgruppen
Adel ALFRED LEMM Aristoi Aristokraten Aristokratie Ausschuss Begriff Beispiel BERTA LASK Besten bilden bloss Bund Bürger CARL MARIA WEBER darf Demokratie Demokratismus Demos Deutsches Herrenhaus edle eignen Einheit ethischen FELIX WELTSCH Franz Werfel FREDERIK VAN EEDEN Freiheit freilich Fries Führer garnicht Geistiggerichteten Gemeinschaft Gerechtigkeit Geschöpfe Gesellschaft Gesetzgebung gibt gleiche Wahlrecht Gott grossen heiliger heisst heit HELENE STÖCKER HELLMUT VON GERLACH Herrschaft Idee Kammer der Geistigen Kampf keit Köpfe Krieg KURT HILLER Lande Leben Leipzig lich Linkspartei machen Macht Machthabertum Mann Masse Mehrheit Menge Mensch von Rang Menschheit menschlichen Minderheiten Mittelmasses mündig muss Nation Natur Neue Geist Niemand Nietzsche obersten Grund OTTO ERNST HESSE Parlamentarismus Parteien Person Pöbel politischen Proporz Recht Repräsentanten repräsentiert rohem Rousseau sagen schen Schöpfer soll Staat Stand stellt Stimme Tätiger Geist taugt Überlegenheit Unsere Verfahren Verfassung Verhältniswahl Vernunft vertreten verwirklichen Volk Volksvertretung Vorrecht Wähler Wahlkreisen Welt wenig Werte wertig wirklich wohl wollen Ziel Zufall zugten
Beliebte Passagen
Seite 33 - Menschen, denen Geist kein Spiel der Erkenntnis oder des schönen Formens, sondern sittliche Aktivität bedeutet: eine Kraft, zutiefst nicht auf sich selber aus, vielmehr auf Umgestaltung des Gegebenen, auf Änderung der Welt.
Seite 13 - Die echte Lehre von der Gleichheit lautet: Niemand genieße Vorteile, weil er im Hause der Bevorzugten das Licht erblickte; Niemand erleide Nachteile, weil er im Hause der Benachteiligten zur Welt kam.
Seite 33 - Schritt näherrücken wird, solange die besten Köpfe, die verantwortlichsten und leidenschaftlichsten Herzen, die geistigen Führer der Nationen zögern, die wirkliche, das ist die politische, Führung zu übernehmen. Als erste Vorbedingung solcher Übernahme erscheint dem Bunde: das Bündnis der Führer untereinander...
Seite 4 - Wir können ihn nur auf eine Art führen, wir müssen der Gesinnung, die das Wunder des Lebens hochhält, helfen, Handlung zu werden; wir müssen sie in den Stand der Macht setzen
Seite 33 - ... leidenschaftlichsten Herzen, die geistigen Führer der Nationen zögern, die wirkliche, das ist die politische, Führung zu übernehmen. Als erste Vorbedingung solcher Übernahme erscheint dem Bunde: das Bündnis der Führer untereinander (bei Wahrung der Selbständigkeit des Einzelnen) und ihr Zusammenschluß mit allen denen, die ihnen um des Geistes willen zu folgen bereit sind. Durchaus nicht geneigt, neben jene Gruppen, deren Gesinnung er sich verwandt weiß, als eine neue zu treten, ruft...
Seite 33 - Kraft, zutiefst nicht auf sich selber aus, vielmehr auf Umgestaltung des Gegebenen, auf Änderung der Welt. Getragen von den Ideen der großen europäischen Bewegungen, die sich seit beinahe zwei Jahrhunderten um die Freiheit des Menschen und die Verbrüderung der Völker bemühen, glaubt der Bund, daß die Erde dem Standpunkt aller utopischen Absicht um keinen Schritt näherrücken wird, solange die besten Köpfe, die verantwortlichsten und leidenschaftlichsten Herzen, die geistigen Führer der...
Seite 15 - Geist ist der Inbegriff aller Bemühungen um Besserung des Loses der Menschheit . . . des physischen wie des metaphysischen.
Seite 28 - Vernunft alleine sollte das Gesetz geben. Dies ist die einzige wahre philosophische Antwort auf die Frage nach dem Rechte der Souveränität
Seite 29 - Die einzige Antwort, welche wir von Rechtswegen auf die Frage erhalten, wer der Regent sein solle, wäre also: der Weiseste oder die Gesellschaft der Weisesten
Seite 39 - Wie unwahrscheinlich, daß gerade ich es sein soll, der . . . ; als ob der Kosmos auf mich gewartet hätte!" Er wartet auf dich. Wenn du es nicht tust, wer tut es denn dann? Wer tat es denn? Und ob du's persönlich zu Ende führst — diesem Skrupel begegnete Tarphon, aus dem großen religionsstifterischen Stamme einer: „Es liegt dir nicht ob, selbst das Werk zu vollenden, aber du hast nicht die Freiheit, dich ihm zu entziehen.
