An der Wolga will ich bleiben: Bilder einer versunkenen Welt

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epubli, 29.03.2013
Dieser Roman schildert das Schicksal der Wolgadeutschen von 1763 bis kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, also fast zweieinhalb Jahrhunderte lang über mehrere Generationen. Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder haben das weite Land an der Wolga besiedelt und urbar gemacht und den Boden mit ihrem Schweiß und Blut getränkt. Doch die Saat, die sie gesät, haben am Ende andere geerntet. „An der Wolga will ich bleiben“, ist das Schicksalsbuch dieser Menschen, die alle mit ihrem Leben und ihrer Liebe, mit ihrem Leiden und ihrem Tod daran mitgeschrieben haben. Ist ihre einst blühende Welt auch durch Hass und Terror auf immer versunken, sie selbst bleiben auf ewig unvergessen. – Die hessischen Auswanderer, die 1766 dem Aufruf der Zarin Katharina der Großen folgen, um brachliegende Steppengebiete in Russland zu besiedeln, werden bitter enttäuscht, als sie entgegen den verlockenden Versprechungen nur Wildnis vorfinden. Es fehlt an allem. Jahre vergehen, bis sie die Öde in Ackerland verwandelt haben, und auch dann werden sie immer wieder zurückgeworfen durch räuberische Überfälle nomadisierender Reiterhorden sowie durch die Mordbrenner des Räuberhauptmanns und falschen Zaren Pugatschew. Was sie unter der Knute des Zaren erleiden, setzt sich danach unter dem Terror der Roten fort, als die Bolschewisten unter Lenin und Stalin ihr Regime errichten: Neid und Repressalien, Mord und Totschlag, Hungersnöte und Enteignung, Vertreibung und Vernichtung im GULag. – Erzählt wird das alles weitgehend durch die Lebenswege der Nachkommen von Georg Schrenk, einem abenteuerlustigen Tuchmachergesellen aus Gera, und Hildegard Orner, der ältesten Tochter hessischer Auswanderer. Der Roman ist nicht nur ein bewegendes Gesamtbild der Wolgadeutschen, sondern zugleich auch ein Spiegelbild der russischen Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte.
 

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Über den Autor (2013)

Helmut Höfling, geb. in Aachen, war Journalist, Kritiker, Dramaturg und Regisseur am Theater, Redakteur beim Fernsehen, lebt jetzt in Bad Homburg. Viele Reisen führten ihn durch Europa, Afrika, Amerika, Asien, Australien, u. a. nach Sibirien, zum Kaukasus, und Kilimandscharo, nach Nepal, Sikkim, Mexiko, zu den Andamanen. Bis jetzt hat er über 120 Bücher veröffentlicht, auch in Spanisch, Holländisch, Russisch, Georgisch, Kirgisisch, Rumänisch, Ungarisch, Bulgarisch, Armenisch. Weltauflage 2,3 Millionen. Rundfunksender in vielen Ländern haben über 1.850 Sendungen im Hörfunk und Fernsehen ausgestrahlt. Seine Reihe „Der kleine Sandmann bin ich“ ist als „Meilenstein der WDR-Geschichte“ ausgezeichnet worden. Mehrf. Auswahlliste Deutsher Jugendbuchpreis. Intern. Jgd.-Biblio.: Weißer Rabe

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