Der Magier und die Halsbandaffäre

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epubli, 27.02.2013
„Niemand weiß, woher er kommt, was er ist, wohin er geht... Er ist fünf- oder sechshundert Jahre alt, besitzt den Stein der Weisen, die Allheilkunst. Kurz, er ist eines jener Geistwesen, die der Schöpfer von Zeit zu Zeit auf die Erde entsendet...“ Wer war dieser Mann, der in ganz Europa berühmt und berüchtigt war? Vor rund 250 Jahren war Graf Alexander Cagliostro als Giuseppe Balsamo in Palermo zur Welt gekommen. Anfang 1785 traf er in Paris ein, wo er viele Bewunderer fand, darunter Kardinal Rohan, den er bereits früher in Straßburg kennengelernt hatte und gehörig auszunehmen gedachte. Um diese Zeit fuhr die Marquise von Boulainvilliers zwischen Straßburg und Zabern spazieren, begleitet von einer bezaubernden jungen Dame: der Gräfin Jeanne de la Motte. Wie geplant wurden die beiden Frauen vom Kardinal eingeladen: der Beginn der Katastrophe, in die Rohan bald stürzte. Durch den Empfang beim Kardinal hatte Jeannes verzehrender Ehrgeiz neue Nahrung erhalten. Außer einer Wohnung in Paris mietete sie eine zweite in Versailles, um leichter die Aufmerksamkeit der Königin zu erregen. Die Gunst der Königin zu erlangen, war auch Rohans sehnlichster Wunsch, dessen Erfüllung ihm Cagliostro in einem magischen Experiment vorgaukelte. Diese Hoffnung wusste Jeanne de la Motte in ihm zu verstärken, indem sie ihm ihre guten Beziehungen zu Marie Antoinette weismachte, die dann - angeblich - einwilligte, ihn bei Nacht im Venusboskett zu treffen. Es kam auch zu dieser flüchtigen Begegnung, doch nicht mit der Königin, sondern mit einem jungen Mädchen, das ihr verblüffend ähnelte und das Graf de la Motte für dieses verhängnisvolle Täuschungsmanöver verpflichtet hatte. Jeanne hatte nun Rohan ganz in der Hand, erst recht, als sie durch Zufall erfuhr, dass zwei Juweliere in Paris ein sündhaft teures Collier angefertigt hatten, das ursprünglich als Geschenk für die Dubarry gedacht war. Jeanne redete auf Rohan ein, Marie Antoinette wünsche diesen Schmuck zu kaufen und zwar durch die Vermittlung einer Persönlichkeit vom Rang des Kardinals. Und nun folgte ein einzigartiges Intrigenspiel, voller Lug und Trug, das Jeanne de la Motte mit höchster krimineller Energie inszenierte. In die ganz Frankreich erschütternde „Halsbandaffäre“ wurde auch Cagliostro verwickelt und mit dem Kardinal in die Bastille geworfen, zusammen mit Madame de la Motte und anderen Beteiligten. Die folgenden Prozesse endeten anders als erwartet, und das Schicksal der Angeklagten nahm seinen überraschenden Verlauf.
 

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Über den Autor (2013)

Helmut Höfling, geb. in Aachen, war Journalist, Kritiker, Dramaturg und Regisseur am Theater, Redakteur beim Fernsehen, lebt jetzt in Bad Homburg. Viele Reisen führten ihn durch Europa, Afrika, Amerika, Asien, Australien, u. a. nach Sibirien, zum Kaukasus, und Kilimandscharo, nach Nepal, Sikkim, Mexiko, zu den Andamanen. Bis jetzt hat er über 120 Bücher veröffentlicht, auch in Spanisch, Holländisch, Russisch, Georgisch, Kirgisisch, Rumänisch, Ungarisch, Bulgarisch, Armenisch. Weltauflage 2,3 Millionen. Rundfunksender in vielen Ländern haben über 1.850 Sendungen im Hörfunk und Fernsehen ausgestrahlt. Seine Reihe „Der kleine Sandmann bin ich“ ist als „Meilenstein der WDR-Geschichte“ ausgezeichnet worden. Mehrf. Auswahlliste Deutsher Jugendbuchpreis. Intern. Jgd.-Biblio.: Weißer Rabe

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