Die blutrote Violine: Katze Blümchen ermittelt: Der erste Fall

Cover
epubli, 05.10.2012
Die vornehme Ruhe in dem exklusiven Hamburger Wohnblock »Am Erlenbrook« direkt an der Binnenalster ist dahin: Die etwa 90-jährige russische Großfürstin Prinzessin Feodora Viktoria Auguste Elisabeth Korsakowa zu Greyffrath-Oranienstein, die seit Langem nachts durch die Korridore schleicht, wird die Treppe heruntergestoßen. Es kommt schlimmer: Der pensionierte Oberstudiendirektor Wilhelm Ebermann, der die Hausgemeinschaft durch sein ebenso unermüdliches wie dilettantisches Geigenspiel nervt, wird mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Die Violine ist verschwunden. Die Polizei tappt im Dunkeln. Während Kommissar Habicht rätselt, ist die Katze Blümchen aus Wohnung 7 mit ihren Ermittlungen schon ein Stück vorangekommen: Sie analysiert Duftfährten und weiß, wer sich wann und wo aufgehalten hat. Sie beobachtet, wer nachts durchs Haus schleicht und belauscht, was sich hinter geschlossenen Türen abspielt. Sie weiß genau, wer die Polizei belügt. Aber außer ihrem »Partner« Sebastian (dem ein wenig vereinsamten Historiker Professor Sebastian Schlichtkohl, der sie auf Händen trägt, ihr die Menschenwelt erklärt und mit ihr »Tatort« und »Polizeiruf 110« anschaut) nimmt keiner ihre – durch die Kommunikationsschranken zwischen Mensch und Tier schwer zu verstehenden – Warnungen ernst. Mit Unterstützung ihres Wohnungsgenossen gelingt es der Ich-Erzählerin Blümchen jedoch nach vielen spannenden Wendungen, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie spürt die beim Ebermann-Mord verschwundene Violine auf – wie sich herausstellt, ist es die prachtvolle Guarneri, die dem Braunschweiger Virtuosen und Paganini-Rivalen Louis Spohr 1804 bei einer Kutschenreise gestohlen wurde und seitdem verschollen war - und bewahrt das Millionen-Instrument vor der Zerstörung. Das Lese-Hörspiel erhält durch die Erzählerin Blümchen besonderen Reiz, denn die vollschlanke Bauernkatze, ein passioniertes Plappermäulchen, liebt professorale Untertöne und nimmt gern auch Menschentypisches aufs Korn.
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Ausgewählte Seiten

Inhalt

Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Abschnitt 6
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2012)

Gerd Schuster schrieb schon als Schüler für große Tageszeitungen und erwarb den akademischen Grad eines Diplomübersetzers an den Universitäten Frankfurt und Mainz. Nach dem Studium arbeitete er für die »Washington Post« in London (1974-77), für die Nachrichtenagentur Reuters in Bonn (1978-83) und für die Zeitschrift »natur« in München (1983-88). Im Februar 1989 kam er zum STERN nach Hamburg, zunächst als Resortchef, dann als Reporter. Nach mehr als zwanzig Jahren beim STERN ging Schuster im Frühjahr 2009 in Pension. Sein bevorzugtes Arbeitsfeld waren investigative Reportagen und Tierstorys, oder eine Verbindung beider. Häufig deckte er Tierquälereien auf. Immer wieder kam es nach Veröffentlichung zu Gesetzesänderungen zugunsten der Tiere.

Bibliografische Informationen