Heinrich Mann: Professor Unrat

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„Professor Unrat“, diese bitterböse Satire auf einen kleinen Spießer, der aus abgründigem Hass auf diejenigen, die genauso verkommen und obrigkeitshörig sind wie er selbst, über einige Umwege schließlich zu genau demjenigen Anarchisten wird, der er innerlich schon immer war, ohne es zu wissen, wurde beim Erscheinen 1905 eher totgeschwiegen und brachte Heinrich Mann erst 25 Jahre später Weltruhm ein durch die, allerdings in großen Teilen vom Buch abweichende, UFA-Verfilmung „Der blaue Engel“ mit der zuvor noch gänzlich unbekannten Marlene Dietrich, die damit zum „einzigen deutschen Weltstar“ der damaligen Zeit aufstieg.

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Über den Autor (2021)

Klassiker der Literatur, neu herausgegeben.

(Luiz) Heinrich Mann, geb. 1871 in Lübeck; 1889 Abbruch der Schulausbildung, Buchhändlerlehre, erste Erzählungen und Texte; ab 1890 Volontariat bei S. Fischer in Berlin; 1905 „Professor Unrat“, zunächst kein großer Erfolg; 1914 Heirat, 1915 „Der Untertan“, erst auf Russisch, ab 1918 auch auf Deutsch, großer Erfolg; einziges Kind 1916 geboren; 1930 Ehescheidung, Verfilmung von „Professor Unrat“ unter dem Titel „Der blaue Engel“, Welterfolg; 1933 Emigration, zunächst nach Frankreich; 1935 – 1938 „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ und „Die Vollendung des Königs Henri Quatre“; 1939 zweite Heirat; 1940 Flucht in die USA, dort 1950 gestorben.

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