Angst im Alltag bewältigen

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epubli, 17.02.2020
Unsere Medien sind moderner und schneller geworden, die Welt ist aber deswegen nicht unsicherer. Es mag der Eindruck entstehen, aber früher brauchten Schreckensnachrichten lange Zeit, um den Globus zu umrunden. Heute sind die News in Echtzeit von einem Ende der Welt ans andere. Das macht die Nachrichtenlage erschreckender, aber die Welt nicht unsicherer. Die Angst vor dem Bösen ist nur allgegenwärtiger geworden, nicht mehr so weit weg. Wir sind näher dran am Weltgeschehen und es hat den Anschein, als würden mehr Flugzeuge abstürzen, mehr Menschen erschossen und umkommen, mehr Unglücke und Naturkatastrophen passieren. Das stimmt aber real gar nicht. Kriege waren immer grausam. Doch heute haben wir mehr Möglichkeiten, dies medial zu verbreiten und den Menschen mehr Angst einzujagen. Die Angst vor dem Bösen kommt leichter ins Wohnzimmer. Genau das ist das Problem. Dabei spielen die Medien Psychologie mit uns. Sie lenken uns unauffällig und manipulieren uns so. Das Fliegen ist keineswegs unsicherer geworden – ganz im Gegenteil: Wir haben viel modernere Technik, bessere Aufklärung und Wettervorhersagen. Piloten wissen vor Antritt des Fluges genau, wo sie Schlecht-Wetter-Fronten umfliegen müssen. Die Warnung vor Vulkanausbrüchen und Tsunamis ist wesentlich zuverlässiger geworden und man kann sich heute darauf vorbereiten, selbst wenn es mal eine Fehlwarnung gibt. Wir haben super moderne Rettungsdienste. Notfallpläne sind exakt so angelegt, dass beispielsweise in 90 Sekunden ein notgelandetes Flugzeug geräumt ist. Man wundert sich, dass aus einem ausgebrannten Flieger alle Passagiere lebend rausgekommen sind. Der medizinische Fortschritt hat unser Leben entscheidend verlängert. Wir werden älter und mehr Krankheiten sind heilbar oder zumindest ist deren Verlauf erträglicher.

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Über den Autor (2020)

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