Die Liebe des Schwarzmagiers

Cover
epubli, 15.06.2019
„Ich weiß, dass er tot ist. Ich habe ihn schließlich getötet“, erwiderte John ruhig. Jahrelang hat Diana aus Liebe das Geheimnis des Magiers John bewahrt. Doch dann nutzt er seine Fähigkeiten, um einen Freund von ihr zu töten. Obwohl sie sich von ihm abwendet, hält er an seiner Liebe fest und durch ihre Ablehnung wird er nur gefährlicher. Um ihn seiner Kräfte zu berauben, begibt Diana sich schließlich auf eine Reise in die erbarmungslose Welt, aus der er stammt. Niemals hätte sie geahnt, dass dort noch größere Bedrohungen auf sie warten. Ein Urban Fantasy-Roman mit Dark Fantasy-Elementen

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Nutzerbericht - Als unangemessen melden

Dieses Buch ist unglaublich komplex.
Wer des Weiteren Lust auf gesellschaftskritische und moralische Analysen hat... - Voilà! - Viel Spaß beim Austoben!
Diana ist eine wahre Antiheldin.
Selten habe ich eine Romanfigur derart mit Abneigung betrachtet wie Diana die ersten 50% des Buches (Großes Lob diesbezüglich an die Autorin).
John hingegen war in seinem Charakter immer authentisch. Dafür mochte ich ihn von Beginn an.
Die Geschichte selbst spielt einerseits in der Gegenwart und andererseits in der Vergangenheit; wobei viel mit der mittelalterlichen Weltanschauung gespielt wird. Es wird ungeschönt brutal und grausam (Deshalb auch nur 4 Sterne. Stellenweise war es mir schon etwas zu heftig).
Magie ist ein zentraler Faktor: Ungezügelt, beeindruckend und furchteinflösend.
 

Nutzerbericht - Als unangemessen melden

John steht regelmäßig auf der Bühne – als waschechter Magier. Dass er aber wirklich fähig ist, Magie zu wirken, scheinen seine ahnungslosen Fans sich nicht einmal zu erträumen. Denn John stammt aus einer anderen Zeit, in der sich die Welt noch im Mittelalter befindet und Magier wie er, eher gefürchtet als geliebt werden.
In dieser Welt ist auch der Schwarzmagier John nicht gerade für seine gutmütige Seele und seine Barmherzigkeit bekannt. Er ist kaltblütig, stolz und sein Zorn kann gerne mal ein paar Menschenleben auslöschen. Nur für seine Partnerin Diana lässt John sich dazu herab, ab und zu etwas Gnade walten zu lassen. Wo John allerdings kalt und kalkulierend ist, ist Diana impulsiv und zuweilen auch etwas anstrengend.
Aber „Die Liebe des Schwarzmagiers“ ist bei weitem nicht so sanft und romantisch, wie der Titel im ersten Moment vielleicht versprechen mag. Auch wenn Liebe die primär treibende Kraft für die Geschehnisse ist, werden im Hintergrund gleichzeitig noch viel finsterere Pläne geschmiedet. So gibt es auch die ein oder andere Szene, die nichts für schwache Nerven und/oder Mägen ist. Getreu dem Mittelalter, wird auch mal bösartig-vergnügt gefoltert und gequält.
Diese Abschnitte sind allerdings so explizit und eindringlich geschrieben, dass selbst mir, als Fan von Hardcore Horror und Thrillern, stellenweise ziemlich schlecht wurde. Aber selbst wenn einem diese Szenen zu heftig sind, lohnt sich das weiterlesen allemal! Denn man erlebt die Geschichte zwar primär aus der Sicht von John und Diana, dennoch werden auch immer wieder andere Perspektiven eingestreut. Das führt zu unerwarteten Wendungen, raffinierten Täuschungen und Charakteren, die man so in der Literatur eher selten trifft.
Fazit
„Die Liebe des Schwarzmagiers“ ist ein unglaublich starkes Debüt, das ich am ehesten als Dark Fantasy Roman bezeichnen würde. Auch mit weit über 600 Seiten kommt hier niemals Langeweile auf. Obwohl bewusst nicht alle losen Enden verknüpft werden, wird man als Leser doch mit einem absolut beeindrucken Story Konstrukt konfrontiert, das einen erstaunt und mit offenem Mund zurücklassen wird.
 

Über den Autor (2019)

Beatrice Regen wurde 1990 in einer kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen geboren. Für ihr naturwissenschaftliches Studium zog sie nach Mainz. Zu schreiben begann sie bereits zu ihrer Schulzeit und setzte dies auch während ihres Studiums fort. Ihre erste Veröffentlichung erfolgte im Juni 2019. Sie schreibt gerne Fantasy-Romane, liest aber selbst auch andere Genres. Die Motivation zu schreiben überkam sie schon sehr früh. Ihr Ziel ist es dabei, spannende Charaktere und mitreißende Geschichten ins Leben zu rufen.

Bibliografische Informationen