Der Tod in den Lüften

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Schon waren die Engländer auf 600, auf 500, auf 400 Meter heran. Man sah ihre Bajonette in der Sonne blitzen. Aber kein Schuss fiel. Die sollten erst näher sein . . . Nun kamen sie schon von der Höhe und seitlich aus dem Wald . . . Hier war kein Mann zu sehen. Alle warteten mit bebenden Nerven in die Gräben geduckt. Da kam das Signal, Kreisler sah, wie des Unteroffiziers Hände blitzschnell in die Handgriffe fuhren. Die erste Salve prasselte hinaus. Die Braunen kamen jetzt über die Wiese gelaufen, stürzten zu zehn . . . zu zwanzig, sanken in die Knie und stützten die Hände auf, als ob sie etwas suchten. Der Angriff kam zum Stehen, die Linien wankten. Jäger zu Pferde kamen zur Unterstützung an, und jetzt ging es vor, Bayern, preußische Jäger und Dragoner. Die englische Artillerie feuerte plötzlich Granaten hinein, aber sie platzten hinten, vorn war nur ein Atem, nur ein Sturm . . . Kreisler hatte ein Gewehr in der Hand und stand plötzlich in einem feindlichen Graben, Schreie, Gefluche, ein Gemetzel, eine Handgranate platzte und warf einen ganzen Wall von Kot und Steinen auf. Oben stachen ein Dutzend Kerle aufeinander ein. Zwei hatten sich an der Gurgel. Beide verloren das Gleichgewicht und fielen in den Gang herunter. Der Sechzehner zu unterst. Der Braune zog den Revolver und wollte ihn wie einen Hund abschießen, da schlug ihm Kreisler mit dem Kolben auf den Kopf, dass es krachte wie beim Knacken einer Nuss. Eben fegte eine Infanteriesalve über den Graben weg, Hunderte von Verwundeten lagen da. Die Luft war voll Rauch . . .

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Über den Autor (2019)

Willy Lang war ein deutscher Schriftsteller, welcher einige seiner Werke unter dem Pseudonym Alexander Castell veröffentlichte.

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