Zwischen "Lügenpresse" und konstruktivem Journalismus

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epubli, 06.06.2017 - 118 Seiten
Auf der einen Seite die „Lügenpresse“, auf der anderen Seite konstruktiver Journalismus, der dringend aktive und kritische Unterstützer braucht – größer könnte das Spannungsfeld kaum sein. Mittendrin steckt der freie Journalist Jens Brehl aus Fulda. Mit Vorwürfen ist auch er in seiner täglichen Arbeit konfrontiert: „Den Medien kann man nicht mehr trauen.“ „Alles ist gekauft.“ „Du kannst doch überhaupt nicht frei arbeiten, weil es in Deutschland keine Pressefreiheit gibt.“ Wie berechtigt sind diese Vorbehalte? Kann Vertrauen zurückgewonnen werden? Wenn ja, wie kann das gelingen? Und spielen Medien in unserer Gesellschaft überhaupt noch eine tragende Rolle? Brehls konstruktive Kritik und seine Einblicke in den journalistischen Alltag fernab der Leitmedien decken Schwachstellen und Potenziale auf. Wie seine Beispiele zeigen, wird in Sachen Pressefreiheit in Deutschland auf hohem Niveau gejammert. Dennoch muss sie täglich verteidigt werden. Bei heißen Eisen haben einige Journalisten tatsächlich „die Schere im Kopf“. Eine Bürgerzeitung weckt dagegen öffentliche Themen aus dem Dornröschenschlaf und zeigt die Lücken in den Berichten des lokalen Medien-Monopolisten. Junge Herausgeber gehen mit ihren Angeboten von Anfang an neue Wege und binden ihre Nutzer direkt ein. Der Verzicht auf unnötige Fachwörter und der allgemeinverständliche Schreibstil Brehls sind besonders erfrischend. Nutzer werden die Medienwelt mit anderen Augen sehen und Journalisten können sich auf einen deutlichen Motivationsschub für ihre tägliche Arbeit freuen.

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Über den Autor (2017)

Jens Brehl wurde 1980 in Fulda geboren. Als freier Journalist, Buchautor und Herausgeber des Onlinemagazins „über bio“ (https://www.ueber-bio.de) widmet er sich am liebsten der ökologischen Landwirtschaft und der Bio-Branche. Für lokale und überregionale Magazine berichtet er darüber hinaus regelmäßig über weitere Ökothemen, Medien und mehr. Im Oktober 2020 erschien im oekom verlag „Für unsere Zukunft – Wie Bio-Pioniere die Welt verändern“. Für sein Buch „Regionale Biolebensmittel – Gesundes und Köstliches aus Fulda, Rhön, Vogelsberg und Nordhessen“ erhielt er 2016 den Salus-Medienpreis in der Kategorie Sonderpreis.

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