F l i e h e n d e F a u n e: miniaturen in e-Moll

Cover
Nach einem Roman und einer Novelle legt Jürgen Steinbach jetzt eine Sammlung von Texten vor, die eine klassische Einordnung nicht erlaubt. Geschichten, auf wenige Seiten, manchmal nur Zeilen, komprimiert, sind als Geschichten oft kaum mehr wahrnehmbar. Man könnte meinen, Sprache sei Handlung genug: karg und eisig, ausufernd und entflammt − und Alles in Einem. Steinbach zeigt in seinen miniaturen, wie man auf kleinem Raum und fast bescheiden eine große Welt beschreiben kann, teilweise brutal, teilweise zärtlich – aber stets einfühlsam und niemals ganz ohne diesen besonderen Ton, der immer etwas schräg klingt und unter die Haut geht. Zum Hiersein ver-dammt – aber Bleiben geht nicht einfach. Gedanken, manchmal nur Splitter davon, schaffen es, dem Leser eindrucksvoll klar zu machen, dass es etwas gibt, was man sich kaum vorstellen kann: Fliehende Faune. Gefangen in einem Netz aus Skepsis und Melancholie, suchen die Protagonisten nach einem Ausweg im Woanders und verfallen einer Romantik, die es so scheinbar nicht mehr gibt.

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Über den Autor (2017)

Jürgen Steinbach studierte Germanistik, Amerikanistik und Soziologie in Frankfurt am Main, wo er seitdem lebt und arbeitet. Bisher erschienen sind der Roman Planquadrat Prag, die Novelle Schelmenmarkt und die Kurzgeschichtensammlung Fliehende Faune.

Bibliografische Informationen