3000 Plattenkritiken: Gute und schlechte Musik aus drei Jahrzehnten. Mit einem Vorwort von Jan Plewka.

Cover
epubli, 22.11.2016
Das vorliegende Gebirge aus Albumkritiken hat sich mehr als 25 Jahre lang aufgetürmt. Die erste Rezension stammt aus der Zeit des Mauerfalls und beschäftigt sich bereits mit jenem Künstler, der sich heute – 2.829.523 Tastenanschläge später – auch als der meistrezensierte entpuppt hat: Bob Dylan. Die mehr als 3000 Rezensionen streunen scheuklappenlos durch die Genres, von Antifolk bis Techno, von Madonna bis Motörhead. Die Sammlung ersetzt trotz ihres Umfangs kein Lexikon. Doch sie bietet jenen, die Popmusik für die emotionalste Kunstform von allen halten und ein vorurteilsarmes Hören pflegen, die Chance auf Neu- und Wiederentdeckungen. Ähnliche Projekte wie dieses gab es in Deutschland nur wenige, etwa das mit 1827 Kritiken bestückte Zweitausendeins-Buch „Sounds. Platten 1966–1977“, das die aufregendste Ära der Popgeschichte abdeckt. Doch die Jahre ab 1989 haben ebenfalls viel zu bieten, auch wenn sich viele Genres seit einiger Zeit eher durch Verschmelzung und Ausdifferenzierung erneuern als durch revolutionäre Umbrüche. Die Sammlung deckt aber nicht nur die von mir rezensierten Erstveröffentlichungen jenes Vierteljahrhunderts ab, in dem sie sich zum Gebirge auftürmte. Dank der Neuverwertung des Backkataloges wuchs der Anteil remasterter Klassiker zuletzt rasant, und für einen Nachgeborenen ist es von großem Reiz, sich neben pressfrischen Novitäten von Adele, Coldplay oder Neko Case auch kanonisierten Meisterwerken wie „The Dark Side of the Moon“ widmen zu können. Das Vorwort zu diesem Mammutprojekt steuert der Hamburger Rocksänger Jan Plewka bei.

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Über den Autor (2016)

Matthias Wagner arbeitet seit Ende der 80er als Musikjournalist, was mehr als 3000 Albumkritiken abgeworfen hat. Sie sind seit Ende 2016 als sehr, sehr umfangreiches E-Book verfügbar – oder als deutlich dünneres, wenn man sich auf die „540 Verrisse“ beschränkt. Seit 2005 betreibt er zudem das erfolgreiche Weblog „Die Rückseite der Reeperbahn“, das sich (nicht nur) um das Leben auf St. Pauli dreht. Satirische Geschichten daraus sind in Buchform unter dem Titel „Die Frankensaga – Vollfettstufe“ erhältlich.

Bibliografische Informationen