Der Glöckner von Notre-Dame von Victor Hugo

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Charles Laughton hat ihm ein hässliches Gesicht gegeben, Zeichentrickfiguren stilisieren seine Gestalt zu etwas Übernatürlichem, das sie in Wirklichkeit nicht ist. Quasimodo hat schon Ähnlichkeit mit einem Gespenst, so wie man es sich landläufig vorstellen mag, stellt tatsächlich jedoch nichts anderes dar als einen Menschen mit äußerlich erkennbaren Defekten. Das macht es schwer für ihn, Bekanntschaft mit einer jungen Frau zu schließen, die beiden sind eine Art Urform von der Schönen mit dem Biest. Seit 1831 ist die Geschichte von Victor Hugo abermals variiert und des Öfteren verfilmt worden, im Mittelpunkt des umfangreichen Romans steht jedoch zunächst die mächtige Kathedrale. Erst an der detaillierten Schilderung ihrer Ausmaße lässt sich erkennen, welche Strecken darin zurückzulegen sind, bis der Glockenturm erreicht ist. Von oben aus gewinnt man den besten Überblick und kann manches beobachten, das der Aufmerksamkeit anderer entgeht. Ganz Paris liegt einem da zu Füßen, unerreichbar ist man für alle, die eine ungeheure Distanz erst noch überwinden müssen. Drängen sie jedoch zu sehr nach, bleibt zum Ausweichen nur der direkte Weg nach unten, wenn man keinen Seitenausgang wählen will. Das bietet sich nur an, um einen Aufschub zu erwirken oder den neugierigen Blicken ungebetener Besucher zu entgehen.
 

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Über den Autor (2016)

Alessandro Dallmann, geboren in Konstanz, studierte zunächst Literaturwissenschaft und bereiste danach ein Jahr Südamerika. Momentan absolviert er ein Fernstudium der Regionalstudien Lateinamerikas und ist als freischaffender Autor tätig, so unter anderem für den Kompendio Verlag. Privat interessiert er sich für Fotografie, läuft Marathon und folgt der Lebensphilosophie Rudolf Steiners.

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