Deutschstunde von Siegfried Lenz

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Sie waren Freunde, doch dann rief ihn die Pflicht. Jens Ole Jepsen, Hüter der Ordnung in einem verschlafenen Nest, sorgt 1943 dafür, dass Kunstmaler Max Ludwig Nansen nicht länger den Pinsel schwingen kann. Das verhängte Berufsverbot wird durchgesetzt, der Büttel wirft lang gehegte Sympathien über Bord, um das zu tun, was man von ihm verlangt und macht sich damit zum typischen Mitläufer, der sogar seinen Sohn verstößt. Siegfried Lenz arbeitet in seiner Deutschstunde ein Kapitel der Vergangenheit auf, das längst noch nicht als abgeschlossen gelten kann. Wenn Hetze den Privatbereich durchdringt, sollte ein Riegel vorgeschoben werden, propagiert der viel beachtete Autor dadurch, dass er aufzeigt, was sonst geschehen kann. Jepsen hat seine unwidersprochen angenommene Rolle derart verinnerlicht, dass er seine Verfolgungen des einst Geschätzten, dem er sein Leben verdankt, auch nach dem Krieg nicht einstellt. Sein Spross Siggi, der am Ausgangspunkt verhängnisvoller Entwicklungen gerade mal zehn Lenze zählte, findet sich weitere elf Jahre später auf der Elbeinsel wieder. Dort ist er interniert, da er als nicht leicht zu erziehen gilt, umgeben von anderen, die sich verschiedener Vergehen schuldig gemacht haben. Sie werden unterrichtet, um nachzuholen, was bislang versäumt worden ist. Ihr Werdegang hat dabei entscheidende Bedeutung.
 

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Inhalt

Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Abschnitt 6
Abschnitt 7

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2016)

Alessandro Dallmann, geboren in Konstanz, studierte zunächst Literaturwissenschaft und bereiste danach ein Jahr Südamerika. Momentan absolviert er ein Fernstudium der Regionalstudien Lateinamerikas und ist als freischaffender Autor tätig, so unter anderem für den Kompendio Verlag. Privat interessiert er sich für Fotografie, läuft Marathon und folgt der Lebensphilosophie Rudolf Steiners.

Bibliografische Informationen