Der Fluch des Nazigoldes: Folgen des Dritten Reichs - Verbotene Homosexualität - Waffen SS - Untergetauchter SS Mann - Gold für Hitler von Mussolini -Herzl Judentum -Krimi aus Basel

Cover
epubli, 01.05.2016
Dr. Franz Stielhammer legt sich einen neuen Namen zu, um seine Vergangenheit zu verschleiern. Von nun an heißt er Dr. Ewald Rudloff. Niemand soll etwas über seine Vergangenheit erfahren. Schon früh bekommt er von seinem Vater Begriffe vom Tausendjährigen Reich, vom Heldentum und Opferbereitschaft eingehämmert. Mit gespielter Härte macht er sich bei seinen Untergebenen unbeliebt, was ihm den Spitznamen „Himmelzwirn“ einbringt. Himmelzwirn, dieser unbedacht ausgesprochene Halbfluch, verändert das Leben aller Beteiligten. Mit neuem Namen beginnt er in Basel auch ein neues Leben. Sein Wissen und das Vermächtnis seines Vaters führen zu schnellem Reichtum. Kontakte zu alten Seilschaften bescheren ihm eine attraktive Ehefrau. Die Ehe überfordert ihn von Anfang an. Seine Frau Vera erkennt die Situation und geht, trotz des gemeinsamen Sohnes, eigene Wege. Sie findet ihr Glück bei Ralf Steiner. Dr. Ewald Rudloff ist froh, seine Frau losgeworden zu sein. Nun befürchtet er, durch einen ausgestoßenen alten Fluch, seine Identität bei dem Geschäftspartner und Liebhaber seiner Frau preisgeben zu haben. Als Großrätin und Halbjüdin hat diese anlässlich der hundertjährigen Gedenkfeier für Theodor Herzl und dem Ersten Zionistischen Kongresses in Basel Aufgaben übernommen, die durch den Konflikt mit Schweizer Banken und dem Jüdischen Weltkongress in den USA erschwert werden.
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Nutzerbericht - Als unangemessen melden

Auf schwierigem Terrain.
Das Dritte Reich oder Teilaspekte daraus in einem Roman zu verarbeiten ist kein einfaches Unterfangen. Aufgrund der Lebenserfahrung und der kritischen Beobachtungsgabe des Autors ist hier ein einmaliger Kriminalroman entstanden. Obgleich es sich um einen Roman handelt und die Darstellungen fiktiv sind, ist die gründliche Recherchearbeit des Autors unver-kennbar. Das zeitliche Geschehen und die aufgeführ-ten Orte passen in das Bild der damaligen Zeit. Alles könnte sich so zugetragen haben.
Die Hauptfigur im Roman ist ein untergetauchter SS-Mann, der seine Homosexualität leugnet. - Die Nazis vertraten die Ansicht, dass Schwule und Lesben nicht zu ihrer Weltanschauung passten, weil sie nicht an der Fortpflanzung der Herrenrasse teilnehmen konnten. Sie wurden als Abschaum betrachtet und in Gefäng-nisse gesteckt. – Durch den Einfluss seines Vaters, der sich in Berlin in der Führungsriege bewegte, war seine Karriere in der SS vorbestimmt. In Rückblenden betrachtet die Hauptfigur im Zwiespalt mit seinem „Ich“, aufgrund eines neuerlichen Vorfalls, im gehei-men Schießstand im Keller seiner Villa, die eigene Vergangenheit und präsentiert so sein widersprüchli-ches Leben. Die Romanfiguren um ihn herum haben zwar Bezugspunkte zum Übeltäter, geben aber auch Einblicke in ihr bemerkenswertes Leben und ihren eigenen Lebensanschauungen. Am Rande bringen sie ihre Meinungen ein, obwohl die Berührungspunkte zur Hauptfigur dominieren. Hierdurch entstehen neue Spannungsbogen und offene Fragen, die in einem dramatischen Ende aufgelöst werden.
Ein etwas anderer Kriminalroman, der Spannung und Dramatik nicht vermissen lässt. Die Leser, vor allem die jüngeren unter ihnen, können sich so ein Bild über Machenschaften des Dritten Reichs und deren Folgen machen. Mit Gold und geraubter Kunst wurden Kriegskassen aufgefüllt und es wurde in die eigenen Taschen gewirtschaftet. Die Leidtragenden waren die Menschen drumherum, aber vor allem die jüdische Bevölkerung.
 

Ausgewählte Seiten

Inhalt

Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Abschnitt 6
Abschnitt 7
Abschnitt 8
Abschnitt 11
Abschnitt 12
Abschnitt 13
Abschnitt 14
Abschnitt 15
Abschnitt 16
Abschnitt 17
Abschnitt 18

Abschnitt 9
Abschnitt 10
Abschnitt 19

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2016)

Anselm Weiser wurde 1928 in Czernowitz - heute Ukraine - geboren, als die Stadt noch den Glanz Österreichs ausstrahlte. Wien war näher als Bukarest. Die sprichwörtliche Toleranz der Bewohner hatte eine Atmosphäre geschaffen, die die neuen Machthaber mittragen mussten. Das alte Czernowitz hatte bis 1918 die östlichste Deutsche Universität, deutsche Schulen und Deutsch als Amtssprache. Weiser besuchte eine deutsch-jüdische Grundschule und machte später den Abiturabschluss in Deutschland. Nach Besetzung durch die Rote Armee erfolgte 1940 die Umsiedlung der Deutschen heim ins Reich.

Bibliografische Informationen