Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen: biografische Verläufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik

Cover
Psychosozial-Verlag, 2004 - 402 Seiten
Über rechtsextrem orientierte Mädchen und junge Frauen wurde bislang kaum nachgedacht. Die Autorin beleuchtet Hintergründe und zeigt Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit betroffenen jungen Frauen. Längst prägen nicht nur ausschließlich junge Männer das rechtsextreme Milieu, auch immer mehr Mädchen und junge Frauen integrieren sich in rechtsextreme Jugendcliquen. Michaela Köttig hat rechtsextrem orientierte junge Frauen und Mädchen in ihrem Alltag begleitet und die zahlreichen Aspekte, die für ihr Verhalten eine Rolle spielen, untersucht. Dabei stößt sie auf ein Ineinanderwirken von unterschiedlichen Erlebnissen und Bedingungen, die im Hintergrund wirken: unbearbeitete Familiengeschichten aus der NS-Zeit, persönliche Erfahrungen und die Dynamiken in den Jugendgruppen. Diese unterschiedlichen Faktoren sollten bei der Arbeit mit rechtsextrem orientierten jungen Mädchen und Frauen berücksichtigt werden. Michaela Köttig entwickelt auf der Basis ihrer Untersuchungen und zahlreicher Interviews dafür erfolgversprechende Handlungsoptionen.

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Inhalt

der Jugendclique
91
dominante Rolle
140
alles
194
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2004)

Michaela Köttig studierte Sozialwesen an der Universität in Kassel mit dem Schwerpunkt Frauenforschung und qualitative Sozialforschung, das sie mit einer mit einer qualitativen Studie zum Thema Mädchen in rechten Cliquen abschloss. Köttig war in verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit tätig u.a. politische Partizipation von Mädchen und Jungen, Mädchenbildungsarbeit, offene Mädchenarbeit in einer gemischtgeschlechtlichen rechtsextrem orientierten Jugendclique. Sie lehrte an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät am Seminar für Soziologie der Universität zu Köln und der Universität Gesamthochschule Kassel. Zurzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Schwerpunkte sind Biografieforschung, Rechtsextremismus, Jugendarbeit und Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung Veröffentlichungen u.a.: (2007): Zwischen Handlungsdruck im Interaktionsgeschehen und Fallverstehen. Zur Übersetzung rekonstruktiven Vorgehens aus dem Forschungsprozess in die Offene Jugendarbeit. In: Giebeler, Cornelia/Fischer, Wolfram/Goblirsch, Martina/Miethe, Ingrid und Riemann, Gerhard (Hrsg.): Fallverstehen und Fallstudien. Interdisziplinäre Beiträge zur rekonstruktiven Sozialarbeitsforschung. Rekonstruktive Forschung in der Sozialen Arbeit Bd. 1. Opladen, Barbara Budrich, S. 79-92. (2006): Die Thematisierung des Nationalsozialismus in lebensgeschichtlichen Interviews mit Protagonist/innen der Erwachsenenbildung. In: Nittel, Dieter und Maier, Cornelia (Hrsg.): Persönliche Erinnerung und kulturelles Gedächtnis. Einblicke in das lebensgeschichtliche Archiv der hessischen Erwachsenenbildung. Opladen, Barbara Budrich, S. 329-345. gemeinsam mit Rosenthal, Gabriele/Witte, Nicole und Blezinger, Anne (2006): Biographisch-narrative Gespräche mit Jugendlichen. Chancen für das Selbst- und Fremdverstehen. Opladen, Barbara Budrich. Gemeinsam mit Rätz-Heinisch, Regina (2005): Potenziale unterstützen, Selbstverstehen fördern. Dialogische Biographiearbeit in der Kinder- und Jugendhilfe. In: SozialExtra; 29. Jg.; H. 11; S. 16-20. (2005): Triangulation von Fallrekonstruktionen. In: Dausien, Bettina/Lutz, Helma/Rosenthal, Gabriele und Völter, Bettina (Hrsg.): Biographieforschung im Diskurs. Theoretische und methodische Verknüpfungen. Opladen, VS Verlag für Sozialwissenschaften; S. 65-83. gemeinsam mit Bitzan, Renate und Schröder, Berit (2003): Vom Zusehen bis zum Mitmorden. Mediale Berichterstattung zur Beteiligung von Mädchen und Frauen an rechtsextrem motivierten Straftaten. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, 21 Jg., H. 2+3; S. 150-170. (2002): Akzeptieren?! - Konfrontieren?! Auf der Suche nach einem Weg in der Sozialarbeit mit rechten Jugendlichen. In: Arbeitskreis Mädchen und Rechtsextremismus: Rechte Mädchen - was tun? Dokumentation der Fachtagung Mädchen und Rechtsextremismus. Sendenhorst, Erdnuß Druck, S. 26-29. (2001): Mädchen und junge Frauen aus dem rechtsextremen Milieu. Sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze und Konzepte der sozialen Arbeit. In: Beiträge zur feministischen Theorie und Praxis. H. 56/57, 103-116. (2001): Rechtsextreme Mädchen und Frauen. Politische Orientierungsmuster und Umgang mit Gewalt. In: Polis H. 2, 3-6. (1997): Mädchen sollten am besten die Klappe halten - Mädchen in rechten Cliquen. In: Bitzan, Renate (Hrsg.): Rechte Frauen. Skingirls, Walküren und feine Damen. Berlin: Elefanten Press, 147-156.

Bibliografische Informationen