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wegen leben läßt. Wenn fie zur Blüthe gelangen, so ist natürlichen Gruppen einlassen. Wünschenswerth ist es dies ein Wert des Zufaus, nicht aber die Folge einer der aber besonders für diese Familien, sie einer kritischen, gee fpezifischen Charakter jeder Pflanze angepaßten Behand. nauen untersuchung unterworfen zu sehen, denn nichts ist lungi deren Resultate sich eben mit so großer Gewißheit der Verwirrung gleich, die bei denselben in Hinsicht von

bestimmen lassen, als man die mechanischen Wirkungen Gattungen, Urten und Parietaten herrscht. * gewisser Naturgerege ermitteln kann.

In Bezug auf Gärtnerei ist es jedoch anders, man Náchstdem ist es die Anhänglichkeit der Züchter an tann in der That nichts Schöneres fehen, als eine wohls das Gewohnte, wenn auch dasselbe schon veraltet ist, was geordnete Sammlung dieser herrlichen Zwiebelgewächse. dem Fortschritt in der Kultur störend entgegen tritt.

Die Irien und Spararis sind im Augemeinen Pflan(Beschluß folgt.)

zen mit zwiebelknolligem Wurzelstod, d. h. die von außen bäutige Zwiebel ist inwendig compact, wie es noch bei den Knollen einiger andern Pflanzen der Fall ist

. Zus ders Beschreibung und Cultur der neuesten

selben kommen mehr oder weniger linienförmige, långliche, Zierpflanzen. *)

schwertförmige, lang zugespillte, zuweilen fadenförmige,

mit Långsnerven versehene, zweizeilige, am Grunde um(Fortsegung.)

fassende Blätter hervor, aus deren Mitte ein mehr oder Sparaxis Ker. et Ixia L. Spararis und Irie. weniger starker, einfacher oder verzweigter, mit großen, (Iridaceae S Eleutherostemones. Triandria Monogynia.) zahlreichen, wechselständigen, gestielten, nebenblättrigen,

In jenen weitläufigen, während sechs Monate im verschiedenartig gefärbten, veranderlichen, oft füßlich rieJahre den verzehrenden Strahlen der Sonne ausgelegten chenden Blumen besegter Stengel fich erhebt. Ebenen des Vorgebirges der guten Hoffnung sieht der Reisende, der diese Sinode zu durchwandern genöthigt ist, beiden Gattungen besteht darin, daß das Perigon bei Spa.

Der Hauptunterschied zwischen den Blumen dieser nichts als glühenden, die Augen blendenden und die Fuß: raris beståndig röhrig: trichterförmig, bei den Irien aber fohlen verbrennenden Sand. wendet, kein Baum, keine Pflanze, keine grüne Kräuter becherförmig und nicht röhrig ist; bei diesen find die Uns erfreuen seine Augen, oder unterbrechen diese schredliche, zerreißt die Scheide in Fegen, bei den Irien hingegen ist

den so ermüdende Monotonie . Jedoch der Winter erscheint, fie zweilappig.

Lem. ber mit Blüthen und Früchten prangende tropische Win.

Gultur. ter.

Das Clima des Vorgebirges der guten Die feit langer Zeit fchon über dem Safelgebirge lagernden Wolken verbreiten fich, rúden nåber und bebel: Soffnung ist ein ganz eigenthümliches, man muß daber ken bald die ganze Gegend wie mit einem schwarzen trachten, allen von daher kommenden Pflanzen bald eine Schleier. Begleitet von Donner und Bliv fáut ber Res

trodene Warme, selbst brennende Hiße, bald eine ihrer gen unaufhörlich in Strömen, und in kurzer Zeit schmüđt Entwidelung günstige Feuchtigkeit geben. die so dürre Ebene sich mit Tausenden von Blumen, beren

Eine Eage von "/ Heideerde und 1/3 gewöhnliche Gara Berschiedenheit, Reichthum und glänzende Fårbung alle tenerde, ungefähr einen Fuß' tief, mit einer Unterlage von Nuancen des Prima's wiedergeben. Welche Veränderung! Kiesel oder Bauschutt, um das Abfließen des Wassers zu Auch der Reifende feinerseits wird dann munter und froh erleichtern, ist der beste Boden. Dies wird in Form eines lich, er glaubt unter seinen Füßen die máhrchenhaften Deps Beetes mit Holz oder Mauerwerk umgeben und dann mit piche ausgebreitet, durch welche die Drientalen in ihren Lobe oder Mist gegen das Eindringen des Frostes geschůst. Erzåhlungen Pracht und Macht zu erkennen geben.

Gegen Ende Dctober pflanzt man die Zwiebel, ihrer Große Diese fast plógliche, wunderbare Beränderung, dieses gemäß 4, 6 oder 8 zou tief

. Man deďt mit Glasfenstern prächtige Schauspiel rühren von einer Menge zierlicher und verhindert die Feuchtigkeit durch Aufdeden, so oft die kleiner Pflanzen aus den Familien der Iridaceen, Ama- außere Temperatur es erlaubt; man dedt die Fenster mit ryllidaceen etc. her. Dort wetteifern in Blüthenpracht Mist oder Strohmatten, wenn der Frost zu start wird. mit einander die Ixien, die Babianen, die Gladiolus, Gegen Frühlingsanfang werden die Zwiebeln schon alle die Sparaxis, die Trichonemen, die Montbretien (Tri- in voller Vegetation sein, man gebe dann reichlich Wasser, tonien) etc., etc.; die Nerinen, die Buphonen, die viel Luft und dede das Beet felbst offen, wenn diefes nur Brunswigien, die Hæmanthus etc., etc.; die Antheri- einigermaßen thunlich ist. Sobald die Blumen sich zeigen, cum, die Ornithogalum, die Lachenalien, die Masso- wird es gut sein, ein Tuch oben úber zu spannen, damit nien etc., etc.

fie nicht von den Sonnenstrahlen zu viel leiden. Auf diese Unter allen diesen Pflanzen nehmen in Hinsicht ihres Weise verlängert man die Blüthezeit. Beim Serannahen Heichthums und Verschiedenheit in der Sårbung die, wo.

der Reife des Samens nimmt man das Tuch weg, um von wir hier handeln, den ersten Rang ein. Es ist hier so die Pflanzen dem ganzen Einflusse des Sonnenlichtes der Ort nicht, es würde uns auch zu weit führen, wollten auszusetzen. Nach der Samenernte, fobald die Zweige an: wir uns in eine wissenschaftliche Untersuchung dieser fangen zu torren, schůħe man das Beet gånzlich gegen

den Regen, derfelbe konnte das Faulen und natürlich den *) Im Vusjuge aus: Flora der Gew å dy s 6 å user u. Gårs

Berlust vieler Zwiebeln nach sich ziehen, lettere find dann ten Guropa's. Redigirt don Brongniart, Decaisne, Le

in voller Rube. maire , Miguel, Scheidweiler, und L. van Houtte. Juisgeft. gånzlich aufgehört, man nimmt dann die Zwiebel aus,

Gegen Ende Juli bat alle Vegetation 1816.

949 bewahrt sie an einem luftigen, gegen Feuchtigkeit geschügten Ater - Cultur und einige Eremplare don Calanthe veratrifolia 30 Drt und pflanzt sie, wie gesagt, im October wieder. gegenüber an der anderen Ede befand sich eine pittoreste Gruppe

Die Samen fået man im Frühjahr in Heideerde un. aus dem Garten des Serrn Stauß, welchen wir diesmal den Preto ter Glasfenster. Im zweiten Jahre versekt man die Sims por allen übrigen zuertennen müssen, da sie leicht und gefálig quês linge, von denen einige dann schon blühen.

geführt war und durch die donen Blattformen besonders ansprac. L. v. $. Hierauf folgten einige sebr niebliche Stellagen mit treiben Iopfden (Fortseßung folgt.)

fucculenter Pflanzen, zusammengestellt vom Berrn Runft- und Qandele: gårtner Carnigohl. Dann tam eine, oder eigentlido zwei Grups

pen bes Serra Runft - und Sandelsgårtner Mathieu, mit ausets a i et ä t e n.

lesenen blühenden Schmudgewachsen, unter welchen die ichönen Glas (Bericht über die Pflanzens, Blumen-, Frut: und

diolen, ein Arthropodium fimbriatum u. a. fid besonders auljeid.

Deten. Gemüses X us ftellung des Vereins zur Beförderung des

Ihr reibte side eine Gruppe abgeschnittenet Rosen in einer

großen Zahl von schönen Sorten an, welche Herr Kaufmann of: Gartenba ut $ in Berlin den 21. und 22. Juni 1846.

berg eingesendet hatte. Den Sdoluß endlich machte eine Gruppe von 21bert Dietrich.) (Beichluß.)

des Herrn Kunft, und Sandelégártner Nitolas, welche aus íchó. In dem Korridor, welcher diesen Saal mit dem Beftibül vers

nen Citrus sinensis, portenften u. a. blúbenden Pflanzen beftand. band, waren die seltneren und besonders zu beachtenden Pflanzen

Nod müssen wir des tleinen Vorzimmers, welches zu den eben aufgestellt, von denen wir wenigstens diejenigen, welche uns die ins teressanteften schienen und vorher noch nicht genannt waren, bervors

genannten Saat führt, gedenken. Daselbst befand fica eine recht

búbida und geldmadvoll arrangirte pittoreste Gruppe des Serra beben wollen. Aus dem Königl. botanischen Garten: Veronica speci

Sofgårtner Mayer, und dersdiebene Drangenbäume und Cereus oxa, Cyrtoceras reflexa, Morina longifolia, Cattleya labiata

speciosissimus vom Herrn Petersen. var. Mossiac, Pimelea Hendersoni, Theobroma Cacao und Gal

Preife erhielten: actodendron utile, beide lifteren natürlid nidt blůbend; vom Serrn

Für neue Einführungen: Hofgartner Ma per eine Clematis bicolor am Spalier gezogen und

Herr Reine de für Aechmea fulgens, Pitcarnia undulata, Icone Pelargonien; vom Derrn Runft- und Sandelsgårtner Mathieu Veronica speciosa, com perrn Sofgartner Fintelmann von der

Puya heterophylla und Tillandsia Schứchii. Sr. Dhre für

das schonte Pelargonium (Sir Robert Peel). Dr. Rietner in Königl. Pfaueninsel, Ipomopsis elegans, Schizanthus retusus, Sch. Grahami und Gardevia radicans in einer Unzahl von Jopfen

Schönhausen für die schönste Fuch fie Fuchsia Queen Victory Smiths).

für Pflanzen eigener Kultur (reine Arten!!): nach der Wood'lchen Manier des einmaligen Verpflanzens gezogen,

Serr Inspector Boudh é für eine långft betonnte Varietát alle ungemein fráftig und úppig; vom Serrn Iaenite, Armeria

oon Cattleya labiata (C. Mossiae,) Sr. Fintel mann für cephalotes, Delphiniuin elatum fore pleno, Dianthus Aupa Bo

Manettia cordata. ør. limpredet II. für Vinca rosea. leyn, Hoteia japonica und eine neue Phlox - Barietát Madame Breen ; dom Serrn Hofgartner Nietner aus Schönbausen, Fuchfien,

Sor. Nietner in Schönbausen für ein Sortiment Calceolarien.

für Gruppirungen: Calceolarien und Petunien; vom øerra Reinede die pradorig blús bende Aechmea fulgens, Pitcaruia undulata, Puya hetcrophylla,

Herr Hofgartner M a yet. - Dr. D. Boudé aus der Königl.

Gårtner : Behranstalt. Tillandsia Schüchii, T. zonata und zonata viridis, Bromelia

- Dr. Schau & und ør. Mathieu. Auanas Cayennensis, Clivia nobilis carnea, Dyckia remotiQora,

Für Früchte: Pitcarnia punicea, fast alle in Blüthe, ferner Fuchsia Foiy-a

Kerr Nicolas für Pfirfido. Sr. Rietner in Sanssouci

für Uprikosen. ør. Eilerbed für pflaumen. Sr. Sello Ballagh und Princcssa Alice, Pelargonium Duke of Cornwall,

für Weintrauben. elegans novum, Firebrand, pulchellum u. a., Verbena amabilis

ør. fintel mann für Fastolf - Himbeeren.

ør. Qempel für Erdbeeren. grandiflora, Beauty supreme, teucrioides coelestina und amabilis, sanguinea, Venus und Tropaeolum Laynianum am Spalier

für Gemüse:

Herr Nietner in Schönhaufen für Gurken. – ør. Morotos gezogen. Der Saal der Königl. Utademie der Wissenschaften enthielt im

wiß und Siegling für Blumentohl. pintergrunde die Pflanzen aus dem Königl. botanischen Garten,

Für abgefdynittene Blumen. aufgeftellt vom Herrn Inspektor Boudh é. Man ab in dieser reidos

Serr forberg für Rosen. Sr. E. Boudh é forote die Gts

bútfen im botanischen Garten für Bouquets. baltigen Gruppe viele schobe Pflanzen, doch bemerkten wir darunter keine Neuigkeiten; die einzige Pflanze, die für uns als neu erschien,

Außerdem wurde noch verschiedenes pråmirt, wie z. B. dic

Schizanthus com Serrn Hofgårtner Fintelmann auf der Pfaus war Bifrenaria aurantiaca, dom Serra S do mburgt eingeführt.

eninsel u. a. Rechts daneben sah man eine berrliche Piosengruppe vom Serrn

Dagegen erhielten keinen Preis: die neuen (dónea Kunft, und Sandelégártner Deppe auf Wißleben bei Charlottens

Orchideen des Serrn ullardt, und die sehr schöne mit den vorzüge burg, darunter Rosa hybrida Henri Lecoq, La Reine, Caroline

lidoften Pflanzen gesomůdte Gruppe des Herrn Reine de, beide

wurden nur mit einer rühmlichen Erwähnung pråmirt. Althére, R. Isle de Bourbon. Deuil du Duc d'Orléans, Souvenir de Malmaison, R. Thea Moiré Julie Mansais. Bon anderen Pflans (Anzeige.) Wir empfingen so eben eine bedeutente Sendung zen: Aquilegia Skinneri, Rhododendron Witzonii, und 10 Sorten französisde Imortellen, worunter ganz neue Farben in purpur, orange, febr ichöner alströmerien aus Chili, fowie prachtig großblumige weiß zc., welche wir Wiederverkäufern zum billigsten Preis abzulaffen Stiefmütcerden (Pensées). Die Unfangsgruppe war vom Heren im Stande find. Hofgartner Grawad, aus dem Garten von Belevue aufgestellt,

Mold tow it di Siegling dieselbe enthielt búbidee Zierpflanzen, namentlide Pelargonien, in bes

in Erfurt. Gedruckt bei Adam Henge in Golleda.

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Bemerkungen über die Kultur der After. Höhe ihrer Ausbildung erreicht, da man sich dieselben nicht

vollkommener denken kann. (Von Serrn G. Gorner und Sohn in Euda u.)

Die vollkommene Form der After will ich die Kugel: Wer fånde nicht den großen Unterschied zwischen die, form nennen, weil die erste, uns in dieser Form ungefähr ser schönen Herbstblume unserer Jugendzeit und derselben vor fechs Jahren vorgekommene Varietat – in der Farbe der Gegenwart, und wer erinnerte sich nicht des freundli: des Dunkelfarmoisin unter dem Namen Kugelaster chen Eindruces, den sie sich in jener, in Betracht des Blu: zukam. menreichthums der Gegenwart arm zu nennenden Zeit auf Wer der Erzeuger derselben gewesen, ist mir nicht uns macht!

bekannt geworden, wahrscheinlich ist er ein Privatgartner, Sie war auch unseren Voreltern eine angenehme da die großen Handelsgårtner, wenn sie ein nicht unwich. Freundin, denn sie ward würdig gefunden eine schöne tiges blumistisches Produkt hervorzubringen so glüdlich Bedeutung zu tragen: Flora stellt sie dar in ihrer Spra. find, ihre Verzeichnisse zum Bekanntmachen desselben beo che als das Bild der Verheißung einer glücklichen Zukunft, nugen, und wir können ihnen dafür nur Dank wissen, wie der Hoffnung eines erfreulichen Wiedersehens.

denn wenn wir den Erzeuger einer Blume nicht wissen, Ist nun zwar der in unserer Jugendzeit uns glúd, wie die Zeit ihres Entstehens oder Auffindens, so ist dies perheißende Stern -- seiner Gestaltung nach - aus un: in der Geschichte derselben eine Lüde. Die Geschichte der seren Gärten verschwunden, ja durch uns selbst verdrángt Blumen dieser lieblichen Kinder Floras, der Sinnbilder worden, so ist uns sein Ertennen bei einem zufälligen der Freundschaft und Liebe -- wird aber ftets etwas In. Borkommen in Garten der alten Zeit oder in Gärten des

teresse erregendes, ja a uch eine Wissenschaft sein. Landmannes dennoch eine sehr freudige Erscheinung, und war sie es mir besonders in den lebhaften Farben des tief- fteht darin, daß erstere statt einer Reihe Zungenblümchen,

Der Unterschied der Kugelaster und der Röhraster beo karmoisin und des tief violet.

beren 6-10 Reihen hat. Es ist also bei ihr eine Ver: So angenehm, so lieblich aber auch diese waren, ro

wandlung der Röhrenblümchen in Zungenblümchen, welche verdient die Gegenwart dennoch keinen Tadel wegen des

fie vollkommener macht. Dies eine Bervoukommung zu Vorzugs der Kinder der Gegenwart, namentlich der neues

nennen, muß uns fast auffallend erscheinen, da wir sten Gegenwart, vor ihren Voreltern.

wissen, daß bei der Georgine, diesem Meisterstud der Man wird gewiß erkennen, daß, wenn ich auf eine Natur' der Gang zum Bollkommenen die Verwandlung Zeit vor 30 Jahren einweise, ich nicht die After mit einer

der Zungenblümchen in Röhrenblümchen ist. Über die Reihe Randblümchen um einen Kopf von Zwitterblümchen, Röhrenblümchen der After sind nur verlängerte Zwitter. noch weniger deren Urgestalt, mit kurzen, 4-6 Linien lan: blúmchen, und es ist nur eine Verwandlung dieser in gen, oder gar keinen Randblumchen, meine; fondern die

Rand- oder Zungenblümchen eigentlich eine Füllung zu damals gefúut genannte – mit 4-8 Reihen randblum,

nennen, weshalb man gefüllte oder Röhraftern stets gechen, also schon die veredelte Gestalt -- im Auge habe.

schieden hat. Nun ist aber nur ein Theil der Rühren. Zu beweisen, ob die Uster in ihrer veredelter. Gestalt in Zungenblümchen verwandelt, so daß diese leşteren bei bei uns eingewandert ist, oder ob diefelbe als Folge einer einer vollkommenen Blume in 6-10 Reihen bestehen, erhöhten Kultur in unserem Vaterlande zuerst sich gezeigt während das Centrum aus gleich langen Röhrenblümchen hat, muß ich anderen überlassen. Sie ist aber feit jener gebildet wird.

gebildet wird. Bestánde die ganze Blume aus Zungen: Beit in unseren Garten bedeutenden Uingestaltungen unter: blümchen, so würde sie in der Mitte eine Vertiefung be: worfen gewesen, sowohl in der Gestalt der Blumen, in halten oder das Centrum wurde verwidelt erscheinen, bei: der Schattirung der Farben, wie in der Höhe und Form des ein Fehler gegen eine schöne, ebenmäßige Kundung des Wuchses, und hat nach diesen Durchgangsperioden der Blume, die in ihrem Ganzen über eine ichón gestals jekt schon in vielen Sorten, wie die Georgine, die höchste tete Halbkugel hinausgeht. Diese Form der Uster, in den

fàmmtlich im Bau fehlerfreien, nach oben gelehrten Blus so muß man hierzu ein junges, entweder aus Samen, oder men eines Stodes ist das höchste, was man bei derselben durch einen Stedling gezogenes Eremplar nehmen und als Maß der Vollkommenheit, beanspruchen kann. Sehr dies einer Behandlung unterwerfen, welche nach den eis angenehme Eigenschaften außerdem sind, schöne Schatti- genthümlichen Bedürfnissen der Pflanze und den Verhålt. rungen und mannigfaltige Färbung der Blumen. Nur nissen, unter denen sie gezogen wird, berechnet ist. Und eine Farbe schließt die After bis jegt aus und möchte sie anstatt die Pflanze so zu behandeln, daß sie so bald als wohl auch nie erlangen, nämlich gleich den lovfogen, das möglich Frucht trage, muß man sie vielmehr nicht früher Gelb wie die Georgine, die Rore, die Nelke das Blau zur Blüthe gelangen lassen, als bis sie einen gewissen -- sonst aber kommt sie vor in den mannigfaltigften, lebs Grat der Vollkommenheit erlangt hat. Von dieser Kes baftesten und lieblichsten Farben abstufungen, deren sich bei gel kann man allerdings etwas abweichen, wenn man eie dieser Form noch viele neue zeigen werden, da sie mehr ne neue Art hat; wie jedoch die übrigen Verhältnisse aud wie die früheren sich zu dem Bariiren in der Farbe hin. sein mögen, so ist es bei dieser von der größten Wichtig. neigt.

(Beschluß folgt.) keit, ihr den nöthigen Raum in vollkommenstem Grade

zukommen zu lassen und sie fast isolirt zu stellen. JA

dieser Beziehung sparen die Londoner Gartner nichts, Ueber die Kultur der Pflanzen in Lópfen. fondern geben den Pflanzen, welche sie zu Pracht: Grem.

plaren bestimmt haben, große Distanzen, wodurch diese (Beschluß.)

im höchsten Grade Gelegenheit haben, die wohlihátigen Wie sehr auch früher der Pflanzer stolz sein konnte, Einwirkungen des Lichtes und der Luft aufzunehmen, ziei eine recht zahlreiche Sammlung zusammengebracht zu ha: Agenzien, welche, wie allgemein bekannt, zu einem ge: ben, so genügt dies bei dem heutigen Standpunkte der funden Fortfommen der Pflanzen nothwendig erforderlich Kunst keinesweges; vielmehr ist es der höhere Grad der sind und die einen weit größeren Einfluß haben als eine Kultur der Pflanzen, auf den es gegenwärtig ankommt. höhere Kultur. An sich betrachtet ist das Motio, eine recht große Anzahl Abgesehen davon, daß man in Betreff der Nußlid. Arten zusammen zu bringen, ganz lobenswerth und war feit von einer richtig ausgeführten Pflanzenzucht eine weit es noch mehr in früheren Zeiten, wo die Pflanzenkultur größere Befriedigung erhält als von einer nicht passenden, auf einer niedrigeren Stufe stand; gegenwärtig ist das so ist auch sonst voller Grund zu glauben, daß ein Sne Berhältniß jedoch ein anderes und es wird jegt ein gut ftem, welches wie das obige, in der That eine Annabe. gezogenes Eremplar, wenn auch von einer untergeordne: rung zur Vollkommenheit genannt werden kann, allgemeis teren Art höher geschågt, als sechs minder wohlgezogene, nen Eingang finden wird. Denn erftlich tann man bei wenn diese auch den Vortheil einer größeren Seltenheit einer großen Unzahl Pflanzen nicht erwarten, daß alle jur der Urten für sich haben.

vollständigen Entwidelung der Blúthen gelangen und in Wir glauben, daß unsere oben dargelegten Unsichten Bezug auf Varietät ist in verhältnißmäßig kleinen Samm. leine chimárischen genannt werden können und das, wenn lungen der Vortheil gleichfalls auf Seite der wenigen wir uns einen Irrthum haben zu Schulden kominen lass Pflanzen,“ da unter allen Umständen ein paar bestimmte fen, er wohl darin beftehen möchte, den obwaltenden un: Farben mindestens den nothwendigen Contrast erzeugen, günstigen Zustand der Behandlung der Pflanzen nicht und ihre Quantität und Qualität nichts weniger als scharf genug gezeichnet zu haben. In keinem Zweige un mangelhaft sind. serer Kunst dies Wort in dem ausgedehntesten Sinne Ueberall wo die Gartenkunft in kleinerem Maafftabe genommen bleibt noch mehr zu thun, als in diesem. betrieben wird, liegt der Vortheil auf der Hand, welcher

Die Fälle find nicht selten, daß Pflanzen mit aner: aus der guten Unzucht der geringeren Anzahl Pflanzen kennungswerthem Erfolge gezogen werden, während sie hervorgeht. In den kleineren Etablissements, namentlid anderswo unter ganz gleichen Verhältnissen ganz entge den aus Liebhaberci betriebenen, findet sich oftmals nicht gengesepte Resuitate liefern. Und wenn wir der Sache Platz genug, um die Pflanzen auf die angegebene Art zu auf den Grund gehen, fo finden wir, daß ein Zurüdbleis behandeln, da jedweder Raum von den Pflanzen in Ano ben hinter den Fortsdritten der Zeit gewöhnlich die Schuld spruch genommen wird, welche im Winter für den Blus an den ungünstigen Erfolgen trägt. Denn wir können in mengarten aufbewahrt werden müssen. Wir geben zu, vielen Beispielen eine Reihe von Irrthümern der alten daß dies Recht ist, halten jedoch dafür, daß es auch hier Schule nachweisen, welche aus ungerechter Nichtbeachtung nothwendig ist, nur diejenige Anzahl Pflanzen zu ziehen, alles dessen, was den Stempel der Neuheit an sich trägt, welche bei dem beschränkten Raume gut behandelt werden von den Pflanzenzuchtern beibehalten find. Um einen fol: konnen. chen unnatürlichen Zustand der Dinge zu beseitigen, tóns Obgleich die Fortpflanzung und Aufbewahrung der nen wir allen denen, welche sich mit der Pflanzen - Stul. Pflanzen, welche später in freier Luft zu stehen kommen, tur beschäftigen, nicht genug zu bedenken geben, daß es außerhalb der Grenzen unferes Themas fällt, so findet von weit größerem Werthe ift, eine kleine Anzahl Pflan: doch auch hierbei unser Prinzip reine volle Anwendung zen gut zu ziehen, als eine größere Menge bloß leben zu und wir fügen nur noch hinzu, daß noch nicht so viel ges lassen und zur Blüthe zu bringen, ohne Rücksicht auf den ihan ist, um die besseren Gewächshäuser von diesen Pflans besonderen Charakter der einzelnen Individuen zu nehmen. zen zu befreien, als sich durch ein richtiges Urrangement

Wenn man die Kultur einer Pflanze beginnen will, thun ließe, indem man sie in andere Gebäude brate,

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wo sie unter richtiger Wartung weit passender aufbewahrt zerriebenen Blätter riechen sehr angenehm, welcher Geruch sind.

von einem wesentlichen Del herkommt, das in, an der Es kann nicht der geringste Zweifel obwalten, daß Blattoberfläche liegenden Drüsen ausgeschieden wird. Die je näher wir einem allgemein befriedigenden Zustande der Hulle besteht aus trautartigen, ziemlich zahlreichen, oval, Dinge in Betreff der Hortikultur rúden, um so näher lanzettförmigen, fast zweireihigen, mit gleichem Filze wie kommen wir auch den wahren Interessen derselben. Sos die Blätter, úberzogenen Schuppen; die innern, sehr bald die Resultate einer erfolgreichen Kultur und einer zart, blumenblattáhnlich; gewimpert oder vielmehr gefranzt. richtigen Anwendung wissenschaftlicher Principien im Gan. Die Iráger sehr lang, Tchón orangegelb; die Haare, welche zen so bekannt sein werden, wie sie es in einigen Beis fie von Grund an bis zwei Drittel ihrer Lange bededen, spielen sind, so werden die hieraus entspringenden Folgen sind lebhaft roth, gleich den Staubbeuteln.

Die große keinem Auge mehr entgehen und ihrer allgemeinen Einfühs Zahl dieser búschelartigen Staubgefäße (wenigstens 150) rung wird nichts mehr im Wege stehen.

und ihre verschiedene Färbung bringen eine herrliche WirBei einer jeden Pflanzen - Sammlung, sowohl von kung hervor.

Lem. größerem wie von geringerem Umfange, erfordert, sobald Cultur. Die Diplolaena Dampieri verlangt in nach obigem Grundsaße die Anzahl der Pflanzen beschränkt unserm Clima das temperirte Saus. Da die Zweige zero ist, die Äuswahl dieser lekteren allerdings eine große Sorg- streut und unregelmäßig abstehen, so muß man gut zurúc falt; indessen können wir diesen Punkt lediglich dem Ge- schneiden, um einen herrlichen Busch_zu bilden. Auf diese fchmace des Pflanzenzuchters überlassen, bemerken jedoch Weise wird sie zu einem schönen Strauch von ungefähr schließlich, daß die mit einem entschieden ornamentalen zwei Meter Höhe heranwachsen und in den ersten Tagen Charakter begabten Pflanzen den Vorzug verdienen.

des Frühlings schon blúben. Sie gefáut sich in guter, etwas randiger Heideerde, fürchtet aber Feuchtigkeit. Man

fülle daher den Boden des Topfes gut mit Scherben an Beschreibung und Cultur der neuesten und fei mabrend des Winters sparsam mit dem Wasser. Zierpflanzen.

Man vermehrt sie leicht durch Stedlinge auf lauem Beete.

E. V. H. (Fortsegung.) Diplolaena Dampieri Desf. Dampier's cher Berberis nervosa Pursh. (Mahonia glumacea Doppelmantel.

D. C.) Nervige Berberige. (Diosmaceae S Boronieae. — Decandria Monogynia.)

(Berberaceae. Hexandria Monogynia.) Die Pflanze stellt einen interessanten Strauch aus Die Berberitze mit einfachen (achte Berberitze) und Reuboland dar, wo er im District von Endracht und in jene mit gefiederten Blättern (Mahonia) sind sehr für die jenem des Schwanenflusses entdeckt wurde. Es ist noch Verzierung der Lustgarten gesucht, wo sie, wenn die meis nicht lange her, daß er in unsere Gärten zuerst eingeführtften übrigen Bäume und Sträucher schon ihres Schmuces worden (1837), auch ist er ungeachtet seiner interessanten beraubt sind, noch mit ihrem grúnen, oft purpurröthlichem Blumen noch selten anzutreffen. Desfontaines hat zuerst Laube prangen. Sobald der Winter vorbei, zeigen sich davon eine Beschreibung und Abbildung gegeben, welche auch schon die zahlreichen, zierlichen, zartgelben Blumen, jedoch in einigen wesentlichen Punkten von der unserigen denen dann die so schön gefärbten Früchte folgen. abweicht. Lindley hat sie ebenfalls einige Zeit vor uns, Unter den verschiedenen Arten dieser interessanten Satehe wir Gelegenheit hatten uns mit derselben zu beschäf: tung ist Berberis nervosa (den Gartnern mehr unter dem tigen, beschrieben und abgebildet.

Namen Mahonia glumarea bekannt) eine der schönsten. Man versetzt gewöhnlich die Gattung Diplolaena una Wir verdanken deren Einführung in Europa dem uner: ter die Ruiaceen, oder vielmehr unter die Diosmaceen, múdlichen und unglüdlichen Douglas, der im Jahre 1822 welche nur eine Unterabtheilung daron machen. In Be Samen an die königl. Gesellschaft in London fandte. Sie tracht ihres Fruchtknotens hat sie in der That viele Lehn wächst in Nordamerika in den dichten Fichtenwäldern, die lichkeit mit mehreren Gattungen dieser Familie, als g. B. die Kúften des fiilen Oceans voin 40. bis 49. Grade mit Boronia, Phebalium, Correa, Eriostemon etc. nórdi. Breite bedecken. Nichtsdestoweniger unterscheidet sie sich durch ihren eigenen Dic Berberis nervosa bildet einen niedrigen Busch, Blúthenstand, in Köpfchen gleich den forbblüthigen, die dessen gefiedertes, dichtes, immergrünes Laub einen herr: unbestimmte Zahl der Schuppen der Hülle und der Staub lichen Effect hervorbringt. Einen ihrer specifischen Namen gefäße, hinlänglich von diesen, und machen ihre Stellung (glumacea) hat sie wegen den zahlreichen, breiten, dach. im Systeme ungevit.

ziegeligen, zugespisten, ftehenden, lanjettförmigen, braunen Außer der sternförmigen oder buscheligen (ohne Hülfe Schuppen oder Afterblättern erhalten, welche die Zweige der Linse wenig bemerkbaren) Behaarung, welche sich auf und die Basis der Bluthenstiele bededen. Die Blätter der oberen Blattfläche befindet, sind die unteren, so wie find febr verschieden in ihrer Große, fie find von 6 Bou die jungen Zweige und Uefte mit dichtem, tuchartigem, bis 1 Fuß lang; der Blatiftiel ist am Grunde nadt. Mit anfangs weißem, darauf rostrothem und endlich dwarz: 3 bis 7 Paar eirunden, sigenden, zugespişten, lederartigen, rothem, mit dem Atter dichter werdenden Sitze überzogen. am Rande dornigen Blättern befekt, deren Nerven rehr Außerdem ist sie noch mit oberflächlichen und nicht vers hervorspringend find, wovon der specifische Namen pertora, tieften Suppen bejáet. Die leicht zwisden den Fingera welchen ihr Pursh beigelegt hat. Die zahlreichen, großen,

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