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Der FM. Wurmser beschloß nun, am 25. November einen Ausfall zu unternehmen. Indeß hatte sich aber die Lage beider Armeen so sehr geändert, daß dieser Ausfall keinen Vortheil mehr zu erzielen vermochte. Denn das Tiroler Korps war schon am 22. nach Ala zurückgelangt. Das Friauler Korps stand zwar am 25. November noch bei Caldiero. Aber um die Mittagsstunde hatte bereits der FZM. Alvinzy den Entschluß gefaßt, dasselbe in der nächsten Nacht gegen die Brenta zurückzuführen. Das französische Blockadekorps hingegen war durch die Rückkehr aller, seit vierzehn Tagen von demselben detaschirten Abtheilungen bedeutend verstärkt worden, und Bonaparte hatte jetzt freie Hände, Mantuas Besatzung in ihren möglichen Fortschritten aufzuhalten. Zu diesem Ausfalle wurden 8ooo Mann in vier Kolonnen verwendet. Es sollten San Giorgio durch einen Scheinangriff bedroht, Sant Antonio und die Favorita aber erobert werden. – Der Ausfall begann mit grauendem Morgen des 25. Novembers, und gelang vollkommen. Die beiden letzteren und mehrere andere Ortschaften wurden erobert, die Blockadetruppen aus dem ganzen Umkreise der Citadelle vertrieben, viele Franzosen niedergemacht, 16 Offiziere und 197 Mann gefangen, 1 Kanone und 5 Munizionskarren erbeutet. – Doch im Laufe dieses Tages langten zahlreiche Verstärkungen an, und drängten gegen Abend die Besatzung in den Platz zurück. Sie hatte 91 Todte, 522 Verwundete und 176 Gefangene, zusammen 789 Mann, und 2 Kanonen verloren. – Am 24. November kam das Friauler Korps, ohne vom Feinde beunruhigt worden zu seyn, in Vicenza an. FZM. Baron Alvintzy vertheilte nun des

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