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7 Kompagnien, 5 Eskadrons), dann 14 Bataillons, 22 Kompagnien, 35 Eskadrons.

Hiervon standen die 2 Legionen, dann 12 Kom: pagnien, 6 Eskadrons auf Vorposten jenseits der Bahn vor limburg und Erdbofen, - 10 Kompagnien, 2 Eskadrons vor Dieß, - die Haupttruppe im La: ger bei Limburg mit 9 Bataillons, 11 Eskadrons,

hinter Die 5 Bataillons, 16 Eskadrons.

linker Flügel, unter FML. Baron Brugglach.

7 Bataillons, 4 Eskadrons im Lager binter Arne ft ein an der Drense; die Vorposten von da, längs der Lahn, bis Oberlahnstein am Rheine. — an den FML. Baron Brugglach waren jetzt auch noch die auf dem Kordon zwischen der Lahn und dem Main unter dem FML. Baron Lilien aufgestellten Truppen angewiesen.

Die gesammten hinter der Lahn von Weilburg bis zum Einfluß derselben in den Rhein aufgestellten Trup: pen zählten daher 28% Bataillons, 39 Kompagnien, 54 Eskadrons, oder 33,690 Mann.

Der Feldmarschall befand sich mit seinem Haupt: quartier am 15. September zu Kirberg, am 16. fu Münzfelden. An diesem Tage trug er dem Gou: verneur in Mainze für den Fall, daß diese Festung auch auf dem rechten llfer umschlossen, und die Verbindung mit der Arınee unterbrochen würde, die kraftigste Vers theidigung auf, und versicherte ihn eines baldigen Ent: fakes. - In einem Schreiben an den Gen. d. Kav.

. Grafen Wurmser drückte der Feldmarschall die Ansicht aus, daß der Plan Pichegrus, die beiden Eaiserlichen Ur: meen zu trennen, am sichersten vereitelt werden würde,

wenn ein Theil der Oberrhein-Armee am Flusse berab, in die Gegend von Manheim, u. f. w., durch welche Pidegru jene Trennung ausführen wolle, berabrücke.

Nachdem der FML. Baron Brugglach mit seiner Division in der Nacht vom 14. auf den 15. September von Neuwied an die Lahn abmarsdirt war, führte der redte französische Flügel dort den übergang aus. Um Mittag des 15. Septemberg ließ Gen. Hatry den Bau einer Schiffbrücke begin: nen, welche aus den von Metz herbeigeschafften Pons tons und den von der Mosel gebrachten Barken verfer: tigt, und bis zum Abend auch schon vollendet wurde. In der Nacht begannen die drei Divisionen Bernadotte, Poncet und Marceau den Maríd über die Brücke, und setzten denselben am 16. September fort. Am Abend batte Jourdan den größten Sheil sei: ner Armee, in einer Stärke von 70,000 Mann, auf dem rechten Rheinufer vereinigt, und ihm gegenüber an der Lahn standen nur 34,000 Ostreicher. Dennoch verdob er den Angriff; indem er wahrscheinlich von einem Cage zum andern den Übergang erwartete, welchen Piche: gru, nach dem Operacionsplane, am Mittelrheine mit einem Theile der Rhein und Mosel-Armee ausführen sollte. Dann mußten freilich die Ostreicher die Lahn verlasjen, ohne daß es eines Angriffs bedurft bätte. Der FM. Graf Clerfart kannte die Stärke seines Gegners so genau, daß er bereits Alles zu dem unverzüglichen Rückzuge vorbereiten ließ. Über den Main wurden bei Höchst zwei Schiffbrücken geschlagen, und jene bei Rüsselsheim blieb einstweilen noch stehen; die bei Kosthein aber wurde abgebrochen.

Am 19. September ließ Jourdan endlich seine

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Armee in fünf Kolonnen vorrücken. Drei Kolonnen follten rechts und in der Mitte Nassau, Dies und lim: burg angreifen, zwei aber links gegen Weilburg und Weglar zieben, den Rückmarsch der Kaiserlichen an den Main gefährden, oder wenigstens deren rechte Flanke bedroben. -- Bernadotte mit seiner den rechten Flügel bildenden Division, oder der ersten Kolons ne, befekte das am rechten Ufer liegende Nafsa u.

Poncet mit der zweiten Kolonne nahte Diek. Hier kam es zu einem lebhaften Gefechte. Aber der Gen. Graf Haddie vertheidigte mit seiner, nur 10 Kompagnien, 2 Eskadrons zählenden, Borpostenabs theilung diesen Punkt gegen 10,000 Feinde bis zum Abend. Erst mit einbrechender Nacht gelang es den Franzosen, den Übergang zu erzwingen, und das Städt: den Dietz zu befeßen. Auch bei Oranienst ein, in der Mitte zwischen Dieß und Limburg, war von den k. k. Porposten beftig gefochten worden. — Im Cens trum war die dritte, aus den Divisionen Champions net und Silly bestehende Kolonne gegen lim: burg gezogen. Sie traf erst spät in der Nacht vor junem Punkte ein, bemächtigte sich der Vorstadt, konn: te aber die Stadt selbst nicht mehr angreifen, sondern bezog vor derselben am rechten Ufer ein Lager.

Die Vortheile, welche die Franzosen an diesem Sage bei Dieß errungen Batten, konnten denselben wahrscheinlich am nächsten Morgen wieder entrissen wers den. Uber von ihrem linken Flügel batte Gen. Gres nier mit der vierten Kolonne am Abend Beils burg erreicht, und Lefebvre, der die fünfte Rox lonne befehligte, batte bereits Posten auf der Straße gegen Weßlar vorgeschoben, und drohte, den Main

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9 Ba: auf der

früher zu erreichen, als das östreichische Korps von der Labn dahin gelangen konnte. Noch in der Nacht wurde daber der Rückmarsd gegen den Main in vier Kos lonnen angetreten. Die I. oder rechte Kolonne, unter FML. Graf Erbach, 10 Bataillons, 10 kompagnien, 24 Eskadrons, marscirte auf der Franks furter Straße nach Ed. Mit einer Abtheilung dieser Kolonne von 4 Kompagnien, 2 Eskadrons, jog der Obers Elsnig nach usingen, und deckte dadurd die redyte Flante der Armee. Der F3. Graf Bar, tensleben marschirte mit der II. Kolonne, taillons, 8 Kompagnien, 20 Eskadrons, von Limburg nach Wiesbaden führenden Straße bis Wallbady; - Gen. Graf Haddit mit der III. Kt os lonne, -8 Rompagnien, 6 Eskadrons, — bis Hens netbal; - FMC. Baron Brugglad mit der IV. Kolonne, -g Bataillons, 4 Eskadrons, -auf der

9 von Arnstein nach Wiesbaden führenden Straße bis Kems mel. Er zog von den, unter seinen Befehl gestellten, bisher am Rheine zwischen der Labn und dem Main vertheilten Truppen des FMC. Baron Lilien die eins felnen Abtheilungen im Verhältniß, als er weiter zu: rückgelangte, vom Ufer an sich. — Am 20. September rückte der FM. Graf Clerfayt mit der I. KOlonne in Efd an der Embs ein, und nahm dort sein Hauptquartier. - Dieser Abmarsd der Ostreicher sdien der Aufmerksamkeit der Franzosen ganz entgangen zu seyn. Erst am Morgen folgte ibre Reiterei den Kaiser: lichen Kolonnen, vermod te jedoch nicht mehr, eine ders selben einzubolen.

Der FM. Graf Clerfayt erhielt zu Esch die Nach richt, daß Jourdang linker Flügel bereits Weblar

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erreicht habe. Bald darauf traf auch Kunde ein, daß Pidegru Manheim aufgefordert, und daß bereits wegen Übergabe unterbandelt werde. Dadurch auf beiden Flanken gefährlich bedroht, seşte der Feldmarschall in der Nacht vom 20. auf den 21. september den Rück marsch fort. Mit der I. Kolonne zog FML. Graf Era bach hinter Königstein nach Neuen bayn, wo der Feldmarschall aus fein Hauptquartier nahm. 3M. Graf 23artensleben marscirte mit der II. und III. KO lonne über Wiesbaden nach Berstadt. Hier traf dann auch FME. Brugglach mit der IV. Kolonne, und mit der vom Rheinkordon bereits abgerufenen Brigade des Gen. Prinz Anbalt-Köthen ein. Der Gen. Pring Hobenlobe, Kommandant der zweiten Brigade der Divi: fion Lilien, batte den Befehl, den Rheinkordon zu verlassen, bereits erhalten, und zog sich am 21. Sep tember auf Biber ich. Gen. Barco mit der dritten Brigade stand auf der boben. Wurzel. - Der Feld:

marschall sendete von seinem Centrum den Gen. Fink mit 4 Bataillons auf das linke Mainufer zum Korps des FML. Staader nach Rüssels beim; wohin auch die aus Mainz gezogenen 6 Eskadrons Barco Husaren beordert wurden. Vom linken Flügel schickte der Feld: marshad 3 Bataillons nach Mainz zur Verstärkung der Besagung. - Im Laufe des Tages traf im Hauptquartier zu Neuenbann die Nachricht ein, daß Manheim wirklich schon den Franzosen übergeben worden sey.

Jourdan batte mit seiner Übermacht die Ostreicher an den Main gedrängt, aber den überfluß an Trup: pen bisher nicht zu kräftigen Operazionen verwendet. Indef hatte sich die Lage der Sambre und Maas-Urinee bedeutend durd eingetretenen Abgang der Lebensmit:

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