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1 | Zu dem Aufsatze: „Die Vertheidi- | 16 2 gung von Strassburg 1870.“ 3 Zu dem Aufsatze: „Die Befestigun-| 17

gen von Paris.“ 4 Zu dem Aufsatze: „Die neuen Ex. plosivstoffe."

18 5 Zu dem Aufsatze: „Siebenbürgen und dessen Vertheidigung.

19 6 Zu dem Aufsatze: „Die Eisenbahnen

im deutsch-französischen Kriege.“ 1 Zu dem Aufsatze: „Der Krieg 1 90

20 1870–71." Zu dem Aufsatze: „Eine InfanterieTruppen - Division in der Bewe

21 gung.“ 10 Zu dem Aufsatze: „Die Anwendung

der optischen Telegraphie im
Felde.“

22 11 Zu dem Werke: „Der Krieg in Schleswig und Jütland im Jahre

23 1864.“ 13 Entfällt.

24 14 Zu dem Werke: „Der Krieg in

25 Schleswig und Jütland im Jahre

1864." 15 Zu dem Aufsatze: „Die Anwendung

| 26 der optischen Telegraphie im Felde."

Zu dem Aufsatze: „Der Kriegs

schauplatz am schwarzen Meere." Zu dem Aufsatze: „Die Anwendung

der optischen Telegraphie im

Felde.“ Zu dem Aufsatze: „Betrachtungen

über Eisenbahnen mit Bezug auf

Handel und Krieg." Zu dem Aufsatze: „Über die Ent

wässerung und Urbarmachung der

grossen veronesischen Sümpfe.“ Zu dem 21 de

Aufsatze: „Der Krieg 1870-71. Die Schlacht bei Vion

ville am 16. August 1870.“ Zu dem Aufsatze: „Die Taktik der

Preussen beim Ausbruche des
Feldzuges 1870 und ihre Än-

derung im Laufe desselben.“ Zu dem Aufsatze: „Permanente oder

provisorische Festungen.“ Zu dem Aufsatze: „Die neuen eiser

nen Feld-Backöfen.“ Entfällt. Zu dem Aufsatze: „Der Krieg

1870–71 bis zur Schlacht bei

Sedan.“ Zu dem Aufsatze: „Das Gefecht bei

Coulmiers.

9 Skizzen, 18 Holzschnitte.

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wurde, hungernde Gestalten sah, sondern erfuhr, dass in den Tagen der allgemeinen Noth auch die Ärmsten gesättigt die Volksküchen verlassen konnten, da machte sich allmälig ein Umschwung geltend, und das Wort „Verrath“ gieng von Mund zu Mund. Bis zu Uhrich drang das hässliche Wort, so dass er es für nothwendig fand, sich von den ihm zugeschleuderten Vorwürfen durch ein für die Öffentlichkeit bestimmtes Schreiben reinzuwaschen. Es wäre abscheulich, von Verrath zu sprechen und einen bis nun unbescholtenen Mann des schändlichsten Verbrechens zu zeihen, so lange nicht klare Beweise vorliegen. Aber von den schweren Vorwürfen, die er theilweise selbst angedeutet, und die ihm bezüglich der Art der Vertheidigung und des Zeitpunktes der Capitulation zur Last gelegt werden, wird er sich nicht reinigen können. Mit ihm theilt die schwere Schuld an dem vorzeitigen Fall der wichtigen Festung die Regierung. Diese übergab einem Manne ein ungeschliffenes Schwert, in dessen Händen es zum hölzernen Stock wurde. Diese Zeilen sollen es versuchen, den Gang der denkwürdigen Belagerung und Vertheidigung in allgemeinen Umrissen darzustellen und durch kritische Untersuchungen zu zeigen, ob die Verlheidigung eine entsprechende war, dann ob und inwieferne diesem oder jenem die Schuld zufällt, dass die Dauer derselben hinter den allgemeinen Erwartungen zurückblieb).

I. Die Festung vor der Belagerung.

Als der Krieg entbrannte, welcher dem Leichtsinne der französischen Regierung die Krone aufsetzte, und alle – gross genug gewesenen Vorstellungen – überbietend, diesen in den schwärzesten Farben zeigte, bot die Festung Strassburg das Bild des tiefsten Friedens.

Am 6. August, am Tage der „Wörther“ Schlacht, war Strassburg noch gar nicht armirt: die Bäume des Glacis standen noch üppig, man begann eben das Wasser in die Gräben zu lassen. „Ich habe kein Geschütz auf den Wällen gesehen, und die ganze Garnison machte mir bei dem häufigen Herumlungern der Leute den Eindruck der Ferien nach der Ex er cir zeit“, schrieb der Berichterstatter der Wehrzeitung.

) Indem ich beabsichtige, im Folgenden den Kampf um Strassburg für das grosse militärische Publicum zu beschreiben, unterlasse ich es, jener Details zu erwähnen, die den Fachofficier allein interessiren. Dies, um die gesteckten Grenzen nicht zu überschreiten, dann um den officiellen preussischen Publicationen und den Bericht n preussischer Officiere und Behörden, welche so gütig waren, mich oder andere im Strassburg gewesene Officiere in nicht allgemein Bekanntes einzuweihen, nicht vorzugreifen. Bezüglich des Angriffs benütze ich daher nur das bereits Verlautbarte, bezüglich der Vertheidigung ausser dem Augenschein, insoferne es Jedem gestattet war, die Festung zu besichtigen, auch höchst wichtige Mittheilungen hervorragender Strassburger Bürger, insbesondere des Redacteurs des „Impartial du Rhin“, Herrn Berger-Levrault, welchem hiermit Dank zu sagen ich mich verpflichtet fühle.

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