Karl Friedrich Gauss: zwölf Kapitel aus seinem Leben

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Duncker & Humblot, 1878 - 106 Seiten
 

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Seite 69 - Reichthum und Glanz ebenso gleichgültig wie mir. Aber ich habe mehr, als ich für mich allein brauche, genug um zweien genügsamen Menschen ein sorgenfreies, anständiges Leben zu bereiten, meiner Aussichten in die Zukunft gar nicht einmal zu gedenken. Das Beste, was ich Ihnen anbieten kann, ist ein treues Herz voll der innigsten Liebe für Sie.
Seite 93 - elenden Erde, »auch die reinste Freude findet in dem Schlund der Zeit ihr »Grab«. Was sind wir ohne die Hoffnung einer bessern Zukunft? Lass »uns die Freiheit unsers Herzens behaupten, so lange es gehen will und »unser Glück vorzüglich in uns selbst suchen.
Seite 68 - Lassen Sie es mich endlich einmal aus der Fülle meines Herzens sagen, daß ich ein Herz für Ihre stillen Engelstugenden, ein Auge für die edlen Züge habe, die Ihr Angesicht zu einem treuen Spiegel dieser Tugenden machen. Sie, gute bescheidene Seele, sind so fern von aller Eitelkeit, daß Sie Ihren eigenen Werth selbst nicht genug kennen; Sie wissen es selbst nicht, wie reich und gütig Sie der Himmel ausgestattet hat.
Seite 69 - Ihnen ein Gemälde von Ihren Reizen machen, das Sie, wenn es weiter nichts als Wahrheit war, als Schmeichelei würden aufgenommen haben; mit brennenden Farben könnte ich Ihnen ein Bild von meiner Liebe machen — ich dürfte ja nur meiner Empfindung das Reden erlauben — ein Gemälde von der Seligkeit oder Trostlosigkeit, die mich erwarten, je nachdem Sie meine Wünsche erhören oder verwerfen. Aber ich habe das nicht gewollt. Verkennen Sie daran wenigstens die Reinheit meiner nicht selbstsüchtigen...
Seite 60 - Was will der Gauß sich unterm 60. Grad der Breite die Augen verderben, da ich ihm alles, was er dort haben könnte, Muße und eine bequeme Lage, hier auch geben kann?
Seite 68 - Freundin, daß ich über die wichtige Angelegenheit schriftlich mein Herz vor Ihnen ausschütte, über welche es mündlich zu thun ich bisher keine schickliche Gelegenheit gefunden habe. - Lassen Sie es mich endlich einmal Ihnen aus der Fülle meines Herzens sagen, daß ich ein Herz für Ihre stillen Engelstugenden, ein Auge für die edlen Züge habe, die Ihr Angesicht zu einem treuen Spiegel dieser Tugenden machen. Sie, gute bescheidene Seele, sind so fern von aller Eitelkeit, daß Sie...
Seite 92 - Alter von 47 Jahren. Sie war ein herrliches Weib und ich zweifle »ob in ganz Braunschweig seit langer Zeit Jemand in seiner Familie so »glücklich gewesen ist als Eschenburg. Es ist gewiss dass das Glück was »die Liebe feiner gestimmten Seelen geben kann das höchste ist, was einem »Sterblichen zu Theil werden kann : aber wenn ich mich in die Stelle des »Mannes setze der nach einigen Zwanzig seligen Jahren nun auf einmal sein »Alles verliert, so mögte ich behaupten er sei der unglücklichste...
Seite 75 - Den 7. Dec. bin ich mit Herrn v. ZACH von Gotha abgereist. Er hat sich einige Tage bei uns "aufgehalten und hat gestern seine Rückreise angetreten. Wir haben hier einen vortrefflichen Platz zu einer Sternwarte ausgefunden. Ein massives Gebäude, das ehedem zum Pulvermagazin gebraucht ist und gegenwärtig gar nicht benutzt wird, ist ganz dazu geeignet, in einen Tempel der Urania verwandelt zu werden. Das beinahe plane und bombenfeste massive Dach wird von drei ungeheuren steinernen Säulen getragen,...
Seite 31 - der erste Mathematiker unter den Dichtern und der erste Dichter unter den Mathematikern', wie Gauß ihn charakterisirte.
Seite 52 - Untersuchungen über die elliptischen Elemente dieses Planeten würden wir diesen vielleicht gar „nicht wiedergefunden haben. Ich wenigstens hätte ihn nicht so weit ostwärts gesucht.

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