Tschernobylkinder: Die transnationale Geschichte einer nuklearen Katastrophe

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Vandenhoeck & Ruprecht, 11.05.2020 - 499 Seiten
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Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Zusammenbruchsgesellschaft zu erholen. Um diese »Tschernobylkinder« bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGOs und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten konnte. Das mit der Öffnung der Sowjetunion einsetzende weltweite Engagement trug dazu bei, den atomaren Unfall, der in weiten Teilen der Welt zunächst als »typisch sowjetisch« galt, als transnationale Katastrophe sicht- und wahrnehmbar zu machen, indem es die Realität der Katastrophe in den Alltag hunderttausender Menschen in Europa und Nordamerika holte. Arndt zeigt, wie die »Tschernobylkinder« zugleich zu Zeugen und Repräsentanten eines untergehenden politischen Systems und der Auflösung der bipolaren Weltordnung wurden.

 

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Inhalt

Body
9
Prypjat Artek Boston
11
1 Beziehungsgeflechte einer transnationalen Katastrophe
19
2 Nach der Katastrophe
67
3 Die sowjetischen Tschernobylkinder
145
4 Die Tschernobylkinder als Kinder des gesamten Planeten
203
5 Die Tschernobylkinder
335
6 Schlussbetrachtung
415
Dank
429
Abkürzungsverzeichnis
433
Glossar
437
Anhang
441
Personenregister
475
Ortsregister
481
Sachregister
485

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2020)

Dr. Melanie Arndt ist Professorin für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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