Die chemie der austrocknenden oele

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J. Springer, 1867 - 255 Seiten
 

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Seite 253 - ... dass die Lage, welche neu aufgetragen werden soll, mit der Unterlage ein Ganzes bilden kann. Die neue Lage ist bald wieder trocken genug für eine neue Decke und aus den trocknenden Oelen geht die ausgezeichnete Beschaffenheit der Farben hervor. Wird «las Gemälde beschädigt, ehe es fertig ist, so ist Oel wieder das Mittel, um die getrockneten Lagen zu benetzen und sie für die Aufnahme neuer Farbenlagen fähig zu machen. Das vollendete Ganze bleibt elastisch genug, um auf Leinwand oder Getäfel...
Seite 254 - Verhältniss zu dem , was man verlangt und wünscht für den bleibenden Besitz, ist es nicht dauerhaft genug. Gekochtes Oel geht, wie alle organischen Stoffe , ein Mal unter , und vor diesem totalen Untergange , welcher hier so unvermeidlich ist als der der Felsen , welche sich über die Erdoberfläche erheben , sieht man Erscheinungen theilweiser Zerstörung , wodurch der Werth des Kunstwerkes bereits sehr sinkt. Das erste, was man sieht, ist das Auftreten eines dunkel gefärbten Stoffes, eines...
Seite 254 - ... Kunstwerkes bereits sehr sinkt. Das erste, was man sieht, ist das Auftreten eines dunkel gefärbten Stoffes, eines braunen Objectes. Nach wenigen Monaten entwickelt sich dieser bereits, wenn man auch mit ganz farblosem Oele , wie es durch das Licht erhalten werden kann , gearbeitet hat. Das farblose Oel wird braun, und es ist bis jetzt noch kein Mittel bekannt, um die Entstehung dieses braunen Stoffes zu hindern, als das directe Sonnenlicht, dessen Wirkung für die Malerei vollständig nachtheilig...
Seite 220 - Eisenwerkes von Mennigfarbe zu halten ist, kann man daraus sehen, dass alle Anker in den Mauern mit Mennige bestrichen werden, aber alle später aus den Mauern wieder verrostet zum Vorschein kommen. Werden sie aber vorher mit warmem Steinkohlentheer bestrichen, so kann dies nicht stattfinden. Wie kurz ich auch das Vorstehende behandelt habe, so glaube ich doch, die Hauptsache besprochen zu haben, empfehle nochmals die Verbindungsstellen...
Seite 254 - ... ist bis jetzt noch kein Mittel bekannt, um die Entstehung dieses braunen Stoffes zu hindern, als das directe Sonnenlicht, dessen Wirkung für die Malerei vollständig nachtheilig sein kann ; das Mittel kann ärger sein als das Uebel. Alle Frische jedes helleren Tones der Farben muss sich nach 2, 3 Monaten ein wenig vermindern , aber die Kunst übersieht es ; sie muss es übersehen , weil es von einem trocknenden Oele unzertrennlich ist. Die Luft, durch Wärme und vorzüglich durch Licht activ...

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