Unterm Hakenkreuz: Entstehung und Anfänge des Heimathauses Münsterland im katholischen Telgte

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Waxmann Verlag, 2019 - 110 Seiten
Das Heimathaus Münsterland - heute Westfälisches Museum für religiöse Kultur, kurz RELíGIO genannt - entstand 1934 als Wallfahrts- und Heimatmuseum in Telgte. Unter der Leitung von Dr. Paul Engelmeier entwickelte es sich rasch zu einem Anziehungspunkt nicht nur für das katholische Münsterland, sondern für ganz Westfalen. Die Entwicklung des Museums stand dabei unter dem Vorzeichen des Spannungsverhältnisses zwischen Nationalsozialismus und katholischer Kirche. Im kleinstädtisch-ländlich-katholischen Milieu Telgtes war dieses Spannungsverhältnis besonders ausgeprägt.
Vor diesem Hintergrund untersucht Rüdiger Robert die Geschichte des Heimathauses Telgte bis zu ihrer Neuausrichtung nach 1945. Besondere Aufmerksamkeit widmet Robert dabei den institutionellen Veränderungen der Museums, dem Inhalt der Ausstellungstätigkeit und der Person Dr. Paul Engelmeiers, der von den Nationalsozialisten aus Münster vertrieben als Museumsleiter eine schwierige Gratwanderung zwischen kirchlich-katholischen Ansprüchen und nationalsozialistischer Ideologie zu bewältigen suchte.
 

Inhalt

Vorwort
5
Inhalt
7
Telgte kleinstädtischländlichkatholisches Milieu
9
Impulse zur Gründung des Heimatmuseums Telgte
18
Schritte zur Gründung des Heimatmuseums Telgte
39
Einweihung und Eröffnung als Wallfahrts und Heimatmuseum
45
Etablierung als Volksbildungsstätte des Landkreises Münster
50
Ausbau zum Heimathaus Münsterland
60
Präsentation bäuerlicher Handwerks und Wohnkultur
77
Präsentation religiöser Volkskunst und religiösen Brauchtums
86
Schließung des Heimathauses Münsterland
98
Museumsarbeit zwischen Anpassung und Resistenz
100
Neuausrichtung des Heimathauses Münsterland nach 1945
103
Literatur
105
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen