Aleviten in Deutschland: Identitätsprozesse einer Religionsgemeinschaft in der Diaspora

Cover
Martin Sökefeld
transcript Verlag, 31.07.2015 - 250 Seiten
Im Zuge der Debatten über Islam und Einwanderung rücken auch Aleviten ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Als »nicht-orthodoxe« Gruppe stellen sie einen Sonderfall dar und gelten häufig als besonders gut integrierte Muslime. Dies ist nicht zuletzt ein Erfolg der alevitischen Bewegung, die sich seit Ende der 1980er Jahre für die Anerkennung des Alevitentums in Deutschland eingesetzt hat. Gleichzeitig führen die Aleviten selbst eine sehr engagierte Debatte über ihre Identität: Sind Aleviten überhaupt Muslime? Wie lässt sich das Alevitentum in Deutschland leben und vermitteln? Kultur- und Sozialwissenschaftler verschiedener Disziplinen greifen in diesem Band Aspekte der Debatte über das alevitische Selbstverständnis auf und geben einen Überblick über den Diskurs in Deutschland.
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Nutzerbericht - Als unangemessen melden

Sehr schöne und informative Lektüre. Lässt sich super lesen. Ich bin begeistert!

Inhalt

Aleviten in Deutschland von takiye zur alevitischen Bewegung
7
Alevitische Geschichte erinnern in Deutschland
37
Alevitische Rituale
65
Mit eigener Stimme? Migrantische Medien und alevitische Strategien der Repräsentation
109
Die zweite Generation der Alevitinnen und Aleviten zwischen religiösen Auflösungstendenzen und sprachlichen Differenzierungsprozessen ...
133
Das comingout des Alevitentums in der diasporischen Enkelgeneration oder Erinnerungs und Identitätsarbeit über das digitale Gedächtnis des Internets...
155
Sind Aleviten Muslime? Die alevitische Debatte über das Verhältnis von Alevitentum und Islam in Deutschland ...
195
Aleviten in Deutschland
219
Glossar
243
Die Autorinnen und Autoren
245
Urheberrecht

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2015)

Martin Sökefeld (Prof. Dr. phil.) promovierte an der Universität Tübingen und habilitierte an der Universität Hamburg. Seit 2008 ist er Professor für Ethnologie an der LMU München. In Südasien, Europa und in der Türkei arbeitet er unter anderem zu Naturkatastrophen, Migration, Diaspora, Identität und transnationaler Politik.

Bibliografische Informationen