Elemente der exakten erblichkeitslehre: Deutsche wesentlich erweiterte ausgabe in fünfundzwanzig vorlesungen

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G. Fischer, 1909 - 515 Seiten
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Beliebte Passagen

Seite 123 - Phaenotypus mag Ausdruck einer biologischen Einheit sein ; er braucht es aber durchaus nicht zu sein. Die in der Natur durch variationsstatistische Untersuchungen gefundenen Phaenotypen sind es wohl in den allermeisten Fällen nicht...
Seite 241 - Das ist im Leben häßlich eingerichtet, Daß bei den Rosen gleich die Dornen steh'n, Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet. Zum Schlusse kommt das Voneinandergeh'n. In deinen Augen hab' ich einst gelesen, Es blitzte drin von Lieb und Glück ein Schein: Behüet dich Gott!
Seite 2 - Herbeischaffung guter, ich möchte sagen „reiner" Prämissen, sicherer Tatsachen klarer Art, für mathematische Behandlung geeignet. Und hier haben wir wohl den schärfsten Blick, nicht die Mathematiker. Ohne die Hilfe der Mathematik werden wir aber keinen Überblick gewinnen können; wir haben den Mathematikern hier sehr viel zu verdanken. Doch weder kann noch will ich solchen Mathematikern Folge leisten, die auf der Basis eines Materials, welches biologisch gesehen nicht als einheitlich aufzufassen...
Seite 99 - Taktgefühl aber auch nicht; ein Zusammenwirken beider ist nötig, um festen Grund für die Forschung zu schaffen. Die Studien über Erblichkeitsfragen haben sehr darunter leiden müssen, daß die Biologen oft ganz verblüffend wenig zahlentechnisch gebildet waren — aber fast...
Seite 2 - Theorien und Formeln auf das oft so fein regulierte Spiel des Stoffwechsels und der Wachstumsvorgänge anwenden sollen. In aller Schwäche ist es aber unsere Stärke, daß wir klar erkennen, wie ungeheuer kompliziert die lebenden Objekte sind, deren Tätigkeiten und Verhalten wir studieren. Wir verlaufen uns nicht, wenn wir unterlassen, die scharf geschliffene mathematische Logik an ein Beobachtungsmaterial anzuwenden, welches noch nicht genügend biologisch gesichtet und sondiert ist, um einer solchen...
Seite 107 - In bezug auf die hier im Auge gehaltenen Fragen sagt das Gesetz folgendes aus: Eltern, welche in positiver oder negativer Richtung von der mittleren Beschaffenheit der „Rasse" abweichen, erzeugen Nachkommen, welche durchschnittlich gesehen, in gleicher Richtung abweichen, wenn auch in geringerem Grade.
Seite 124 - 'Anlagen' — kurz, was wir eben Gene nennen wollen — bedingt sind. ... die Gene sehr vieler Eigenschaften glatt trennbar sind, wahrend andere nicht oder nicht glatt sich trennen. Dies alles erinnert an das Verhalten chemischer Korper. Damit ist aber noch...
Seite 2 - Beispiele dafür schon finden. Kurz gesagt ist meine Meinung die: Wir müssen die Erblichkeitslehre mit Mathematik, nicht aber als Mathematik treiben! fruchtungsvorgänge noch ist, kann diese Unsicherheit nicht Wunder nehmen; erst vor wenigen Jahren, nach Entdeckung der „Doppelbefruchtung" der Angiospermen, wurden Tatsachen wie z.
Seite 102 - binomial" geschilderten Variantenverteilung aus, und er hat, wie schon S. 18 erwähnt, sehr viel dazu beigetragen, die Variabilität und deren Messung in klareres Licht zu stellen. GALTON hat auch das Verdienst, die Erblichkeitsfragen so präzisiert zu haben, daß sie Gegenstand zahlenmäßiger Behandlung werden konnten. GALTON muß deshalb stets als einer der Grundleger der wissenschaftlichen Erblichkeitslehre verehrt werden, während QUETELET'S Forschung die erste Grundlage einer exakten Forschung...
Seite 127 - Wo man Sicherheit dafür bekommen hat, daß Unterschiede zwischen Phaenotypen durch Anwesenheit verschiedener Gene bestimmt (oder mitbedingt) sind, ist sofort auch gezeigt, daß die betreffenden Phaenotypen nicht nur oberflächlich verschieden sind, sondern daß die Unterschiede tiefer gehen. Solche Unterschiede sind sozusagen genotypischer Natur, indem die betreffenden Organismen hier in Bezug auf Gene typisch verschieden sind. Wir werden ferner aber vielfach finden, daß phaenotypische und genotypische...

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