„Europäer sein und Bayern bleiben“: Die Idee Europa und die bayerische Europapolitik 1945-1979

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C.H. Beck Verlag / Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 05.10.2018 - 574 Seiten
Wie geht ein Land mit den Herausforderungen der europäischen Einigung um? Im Freistaat Bayern stand man den Integrationsplänen seit der unmittelbaren Nachkriegszeit mehrheitlich wohlwollend gegenüber. Die Wirkmächtigkeit der europäischen Idee lässt sich an der breiten Unterstützung vor allem christsozialer, föderaler und katholischer Kreise ablesen. Andere gesellschaftliche und politische Kräfte blieben zunächst zurückhaltend, skeptisch oder gar ablehnend, akzeptierten und befürworteten dann aber meist den Einigungsprozess. Zu einer baldigen Korrektur der distanzierteren Positionen trug der große Rückhalt für die europäische Idee in der öffentlichen Meinung bei.

Die Bayerische Staatsregierung und der Landtag unterstützten die europäische Integration aktiv, auch wenn die neuen europäischen Institutionen und Regelungen die Länderkompetenzen teilweise einschränkten. Die bayerische Politik schuf auch deswegen – bisweilen gegen den Widerstand des Bundes – verschiedene Instrumente, mit denen sie Einfluss auf die neuen europäischen Institutionen und den Integrationsprozess auszuüben versuchte. Mit dieser Politik trug Bayern zur Ausbildung des europäischen Mehrebenensystems bei.
 

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