Critik der Principien der Homöopathie

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Osiander, 1835 - 255 Seiten
 

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Seite 248 - Diese durch die allöopathische Unheilkunst (am schlimmsten in den neuern Zeiten) hervorgebrachten Verhunzungen des menschlichen Befindens sind unter allen die traurigsten, unheilbarsten chronischen Krankheiten, und ich bedaure, dass , sie zu heilen, wenn sie zu einiger Höhe getrieben worden sind, wohl nie Mittel scheinen erfunden oder erdacht werden zu können.
Seite 179 - Kranken entfernt gehalten wurden, — die Gabe des homöopathisch gewählten Heilmittels nie so klein bereitet werden kann, daß sie nicht noch stärker, als die natürliche Krankheit wäre, und sie nicht zu überstimmen, auszulöschen und zu heilen vermöchte, so lange sie noch einige, obschon geringe Erhöhung ihrer Symptome über die ihr ähnliche Krankheit gleich nach ihrer Einnahme zu verursachen im Stande ist...
Seite 175 - Kopfweh, Mattigkeit, unruhiger Schlaf, Unbehaglichkeit usw, verdienen in dieser Allgemeinheit und Unbestimmtheit, und wenn sie nicht näher bezeichnet sind, wenig Aufmerksamkeit, da man so etwas Allgemeines fast bei jeder Krankheit und fast von jeder Arznei sieht.
Seite 179 - Die anorganischen Arzneien werden zunächst mittels dreistündigen Verreibens mit Milchzucker zu millionenfacher Pulververdünnung potenzirt ; von dieser wird dann ein Gran aufgelöst und durch 27 Verdünnungsgläser auf ähnliche Weise wie bei den Pflanzensäften bis zur 30. Kraftentwicklung gebracht. Ist es wegen der grossen Kraft der Arzneien nöthig, sie nicht in grosser Flächenausbreitung im Körper, sondern »in möglichst kleinem Raum« anzuwenden, so nimmt man Streukügelchen.
Seite 176 - Denn beim Gebrauche dieser passendsten, homöopathischen Arznei sind bloss die den Krankheitssymptomen entsprechenden Arzneisymptome des Heilmittels in Wirksamkeit, indem letztere die Stelle der erstern (schwächern) im Organismus einnehmen, und letztere so durch Ueberstimmung vernichten; die oft sehr vielen übrigen Symptome der homöopathischen Arznei aber, welche in dem vorliegenden Krankheitsfalle keine Anwendung finden, schweigen dabei gänzlich.
Seite 50 - Wenn der Mensch erkrankt, so ist ursprünglich nur diese geistartige, in seinem Organismus überall anwesende, selbsttätige (automatische) Lebenskraft durch den dem Leben feindlichen, dynamischen Einfluss eines krankmachenden Agens auf sie verstimmt...
Seite 49 - Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autokratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses Werkzeugs frei zu dem höhern Zweck unseres Daseins bedienen kann.
Seite 179 - Einnehmen nur eine kaum merkliche homöopathische Verschlimmerung erregen, die Verkleinerung steige auch noch so tief herab, und scheine den grobmateriellen Begriffen der Alltagsärzte auch noch so unglaublich *) ; ihr Geschwätz muss vor dem Ausspruche der untrüglichen Erfahrung verstummen.
Seite 50 - Organismus überall anwesende, selbstthätige (automatische) Lebenskraft durch den dem Leben feindlichen, dynamischen Einfluss eines krankmachenden Agens auf sie verstimmt; nur die zu einer solchen Innormalität verstimmte Lebenskraft kann dem Organismus die widrigen Empfindungen verleihen und ihn zu den regelwidrigen Thätigkeiten bestimmen, die wir Krankheit nennen...
Seite 63 - So ist es eine bekannte Thatsache, dass eine Wunde nicht heilt, ein übles Aussehen bekommt, selbst bedenklich wird, wenn Spulwürmer im Darmkanal sind Sobald diese Würmer abgehn oder durch die Kunst abgetrieben werden, heilt die Wunde. Dasselbe beobachtete Stoll zur Zeit herrschender Gallenfieber. Unbedeutende Wunden heilten nicht, erregten bedenkliche Zufälle, wurden aber sogleich gutartig und heilten, nachdem die Galle durch ein Brechmittel entleert war

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