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lichem Begriff eines geordneten Staatswesens, um sich Menschen und Dinge im Inneren Anatoliens zu erklären.

Der Oldenburg'sche Gebietserwerb in Holstein.

Der schon in der Gesetzvorlage über die Vereinigung von Holstein und Schleswig mit der Preussischen Monarchie angedeutete Vertrag zwischen Preussen und Oldenburg ) ist am 27. September abgeschlossen und am 16. Oktober ratificirt worden und enthält als wesentlichste Bestimmungen, dass Oldenburg seine Ansprüche auf die Elbherzogthümer an Preussen cedirt und dass das Oldenburg'sche Fürstenthum Lübeck, welches im östlichen Holstein zwei von einander getrennte Enklaven bildete, durch Holstein'sche Gebietstheile vergrössert und zu einem zusammenhängenden Complex abgerundet wird. Es fallen nämlich an das Fürstenthum Lübek 2):

Steuer- D. QMin. Bewohner

tonnen"). Das Amt Ahrensbök).

2,125 8.672 Fünf von den sieben Lübschen Güterns): Dunkelsdorf

539,8 %) 0,05359 377 Stockelsdorf

1230 0,12210 1.032 Ekhorst

895,6 0,08891 561 Steimrade.

0,06840 648 Mori

299 0,02968 Die Lübschen Stadtstiftsdörfer "): Böbs mit Schwinkenrade

747 0,07415

238 Schwochel

665 0,06601 208 Der Diek-See

495,2 0,04916 Zuwachs zum Fürstenthum Lübeck 5560,6 2,67700 12.604 Früherer Bestand desselben

6,68 22.134 Jetziges Fürstenthum Lübeck

9,357 34.738

Dez. 1864.

.

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am Wassertrog einer Fontaine, wozu nicht selten ein antiker Marmor-Sarkophag benutzt wurde. Man kann sich auch oben waschen, wo eine Türkische Schüssel mit Kanne von Kupfer für Jedermann bereit steht. Ich konnte mich aber nie dazu entschliessen und zog es vor,

halb

angezogen in der Morgenkühle an der Quelle selbst mich schön zu machen. Auch jenes Gemach, das zu den Mysterien eines Hauses gehört, befindet sich im Orient in erschreckend primitivem Zustande. Zum Glück, dass überall Wasser in der Nähe, denn damit so wie mit der Luft hat die Vorsehung den Orient verschwenderisch und wohlthuend ausgestattet. Selbst das elendeste Dorf hat seine fliessenden Brunnen oder seine Aquädukte, die allein unter den Alterthümern die Zerstörungswuth geschont hat. · Und welche Frische und Reinheit wohnen dem Elemente inne! Unsere glänzendsten Residenzen und Handels-Metropolen könnten darob das schlechteste Türkische Dorf beneiden! Bei der Abreise pflegt man keine Rechnung zu verlangen, sondern nach Gutdünken und eigenem Ermessen zu zahlen, dasselbe gilt auch für die Cafés, man lernt es durch die Übung; natürlich zahlt der Europäer um ein Drittel und die Hälfte mehr als der Eingeborne, dafür wird ihm aber auch etwas mehr geleistet. Die Eigenthümer der Hans sind in der Mehrzahl Ttirken, welche den Vertrieb verpachtet haben; einem vornehmen Besuch verfehlen sie nicht ihre Aufwartung zu machen und, wenn sie es haben, einige Extrateppiche und Servietten zu überlassen.

Eigentliche Hôtels mit Restauration und einigermaassen Europäisch eingerichtet findet man nur in Smyrna, Brussa und neuerdings auch in Aidin. Die Wirthe sind Griechen und mit der Reinlichkeit steht es hier noch schlechter als in den Türkischen Hans; auch möge man wegen seines Eigenthums auf der Hut sein, während in den Hans die unbedingteste Sich heit herrscht: das Gesetz des Coran hat sie geheiligt. Ich habe sie daher in ihrer Originalität stets den zwitterhaften Schöpfungen einer verdorbenen Kultur vorgezogen.

Noch wäre der sogenannten Mirifir, d. i. Fremdenhäuser, zu gedenken, die an solchen Orten bestehen, einmal einen Han giebt. Es sind Stiftungen frommer Türken, man sieht ihnen aber auch den himmlischen Nothbehelf an, zumal wenn der Erblasser vergessen hat, für die Unterhaltungskosten zu sorgen. Sie stehen offen, ohne

, Riegel und Schloss, und der erste Wanderer nimmt davon

wenn aber Andere folgen, muss mit ihnen theilen, so lange es geht. Ich will der Einen Nacht gedenken, die wir auf diese Weise zubrachten, und rathe Jedem, lieber im Stalle bei seinem Pferde zu schlafen oder die Gastfreundschaft des schlechtesten Bauers anzurufen. Der Bujurdi soll uns streng genommen auch die Thüren öffnen, aber wenn man spät Abends in so ein verwünschtes Nest kommt, liegt schon Alles im Schlaf, kein Aga ist zu finden und man hat mit einer Meute wüthender Hunde zu kämpfen. Geduld und Resignation, das sind die KardinalTugenden für alle Reisenden im Orient; mit Eifer, Lärm und gebieterischem Wesen richtet man nicht das Geringste aus und auch das Geld übt bei dem Türken nicht den Zauber wie anderswo. Man respektirt selbst den Kaiserlichen Firman nur, wenn man ihn mit guter Manier und zur rechten Zeit und am rechten Orte vorweist. Allah ist weit, aber der Padischah noch weiter. Man entsage jeg

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Aufnahme des Leichhardt-Flusses am Golf von Carpen

taria. Am 4. August 1845 entdeckte Leichhardt, als er vom Flinders-Fluss westwärts ging, einen Flusslauf, welchen er für den von Stokes 1841 aufgenommenen Albert hielt und der erst 1856 von Gregory als ein von diesem verschiedener Fluss erkannt und nach dem Entdecker Leichhardt benannt wurde. Der Leichhardt'sche Irrthum hatte das Flussnetz

WO

es nicht

Besitz,

er

:) Siehe „Geogr. Mitth.” 1866, Heft IX, S. 343.

2) Die Arealangaben in Steuertonnen entnehmen wir der „Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg &c. von J. v. Scbröder und H. Biernatzki” (Oldenburg 1855/6), die Bewohnerzahlen verdanken wir der Güte des Herrn L. Friederichsen in Kiel, der sie für uns aus den unpublicirten Census-Akten auszog.

3) 1 Steuertonne = 260 QRuthen, 1 Ruthe = 16 Hamburger Fuss, 10.073,6 Steuertonnen = 1 D. QMle, 1 Steuertonne = 0,000099269 D. QMle.

4) Der Flecken Ahrensbök hat 1908, das übrige Amt 6764 Einw.

5) Die Lübschen Güter sind Privateigenthum von Lübecker PatricierFamilien ; die beiden nicht an Oldenburg gefallenen, Trenthorst und Wulmenau , liegen südöstlich von Oldersloe und haben resp. 148 und 154 Einwohner.

6) 483 Steuertonnen und 494 Tonnen Waldland à 300 QRuthen.

7) Die 19 Lübschen Stadtstiftsdörfer, milden Stiftungen der Stadt Lübeck gehörig, aber wie die Lübschen Güter unter Holstein'scher Landeshoheit, liegen zerstreut im östlichen Holstein und sind ausser den beiden oben genannten folgende: Kakoel 278, Giddendorf 59, Heringsdorf 184, Cembs 91, Röllin 21, Clotzin 96, Dazendorf 107, Sulsdorf 77, Bentfeld 120, die St. Clemens - Caland - Dörfer (Bliesdorf, Merkendorf, Klein-Schlamin, Marxdorf) 777, Pölitz 350, Barkhorst 125, Frauenholz 18, Westerau 387 Einwohner.

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es

zu

südlich vom Carpentaria-Golf auf den Karten in arge Ver

N. W. Cooke unternimmt eine Reise vom oberen Irwinwirrung gebracht, Gregory löste sie zwar der Hauptsache Fluss (281° S. Br.) nach Osten und grössere Bedeutung nach, aber man kannte den Leichhardt-Fluss doch nur auf legte man dem bevorstehenden Versuch Mr. Hooley's bei, der kurzen mittleren Strecke von dem Wasserfall, wo ihn der Viehheerden nordwärts nach der Nicol-Bai treiben will. Leichhardt, Gregory und später MoKinlay überschritten, ab- Die wegen Wassermangels schwierigste Strecke seines Weges wärts bis zu dem Punkte, wo ihn Leichhardt zuerst berührt liegt zwischen dem Murchison- und Gascoyne-Flusse. Da hatte (s. „Geogr. Mitth.” 1864, Tafel 7). Weder sein Ober- bei der Sharks-Bay reichlicher Regen gefallen ist, hat er lauf war bekannt noch seine Mündung. Den ersteren er- Aussicht auf Erfolg, doch wird diese Landverbindung mit forschte MoKinlay bis fast zum 19. Breitengrad, die letztere den Niederlassungen an der Nordwestküste immer nur in aber identificirten die Karten mit dem Disaster River, den aussergewöhnlich günstigen Jahren möglich sein; die RegieStokes am 25. Juli 1841 eine Strecke weit aufwärts be- rung sollte dort eine Reihe Brunnen graben lassen, wie fahren hat, und diese Annahme erhielt eine scheinbar sichere Hunt östlich von York gethan hat. Begründung durch MoKinlay's Reise im Jahre 1862. Ganz Sehr lebhaft werden die Forschungen an der Nordwestneuerdings stellt es sich nun heraus, dass der Disaster nicht küste fortgesetzt. Von der Nicol-Bai aus, in deren Ummit dem Leichhardt identisch ist, vielmehr ein Flüsschen gebung die Heerden trefflich gedeihen und durch Zuzug für sich bildet, während der Leichhardt westlicher unfern rasch wachsen, ging der Regierungs - Resident R. J. Sholl des Albert mündet.

über Land nach der Mündung des Fortescue. In seiner Diese Aufklärung verdankt man Herrn J. G. MoDonald, Hoffnung, dort einen geeigneten Platz für die Anlage einer der in dortiger Gegend ausgebreitete Weideländereien besitzt. Ortschaft zu finden, sah er sich getäuscht, denn der Fluss Er fuhr am 26. bis 28. April 1866 vom Wasserfall abwärts ist seicht und kein Hafen existirt in seiner Nähe. Dabis zur Mündung, nahm den Fluss mit dem Kompass auf gegen beschloss er, am Harding-Fluss, 10 Engl. Meilen von und schickte eine Kartenskizze an Dr. Ferd. Müller in Mel- der Niederlassung an der Tien-Tsin-Bai, eine Ortschaft abzubourne, der uns eine Kopie davon gütigst zukommen liess. 1 stecken. Im Mai ging der Ge neter Wedge zwei Mal von MoDonald bemerkt, dass der Fluss von der Mündung 25 Engl. dem Tien-Tsin-Hafen nördlich nach Port Hedland, um Meilen weit aufwärts für Fahrzeuge von geringem Tiefgang untersuchen, ob sich dort ein Seehafen anlegen lasse. Ein schiffbar sei, von da bis 3 Engl. Min. unterhalb des Wasser- Mr. Nairn reiste vom De Grey-Fluss nach dem Tien-Tsinfalls habe er ihn mit dem Boot befahren. Der Wasserfall Hafen und fand sowohl den Sherlock als den East Harding sei etwa 50 Engl. Meilen von der Mündung entfernt und fliessend, dagegen den Yule nicht. Ferner unternahmen vier 42 Fuss hoch. Landsborough hatte seine Höhe zu 30, Herren von der Denison Plains Company eine EntdeckungsMoKinlay zu 50 bis 60 Fuss geschätzt.

reise südlich nach dem Ashburton-Fluss. Sie kamen dabei Es ist diess die erste geographische Frucht von der Be- über grosse Strecken vorzüglichen Landes, fanden aber, dass siedelung der Uferlandschaften am Carpentaria-Golf. Diese der Ashburton 80 Engl. Meilen südlich vom Fortescue in Besiedelung, erst vor wenigen Jahren begonnen, erstreckt eine offene Rhede mündet. Den Bericht über diese Reise sich bereits auf alle Flüsse vom Flinders im Osten bis zum wie auch den Bericht des Regierungs-Geometers Cowle über Gregory im Westen und dem Herbert Creek im Südwesten, seine Landreise von der Roebuck-Bai nach dem Harding wo sich ein Mr. L. Sutherland am Francis-See mit einer hat die „Perth Gazette” publicirt. Cowle sah nach seiner Viehheerde etablirt hat, aber obgleich Schafe und Rinder Schätzung 3 Mill. Acker ausgezeichneten Weidelandes, wo dort trefflich gedeihen und die nutzbaren Ländereien eine überall 6 Fuss unter der Oberfläche Wasser zu finden war. viel grössere Ausdehnung haben, als man bisher glaubte, ist So ausgedehnte, für Viehzucht geeignete Landstrecken gees doch wieder fraglich geworden, ob das südliche Uferland hören in Australien zu den Seltenheiten. des Carpentaria-Golfs sich für Ansiedelungen eignet, denn Von der Roebuck-Bai, wo seit Ende 1864 eine Niederauf fast allen Stationen, namentlich aber in Burketown am lassung besteht und bis jetzt gut gedeiht, gelangte eine Albert-Fluss sind seit Kurzem verheerende Fieber aufgetreten. Expedition unter M«Rae östlich nach dem Fitzroy-Fluss, der

in den King - Sund fällt. Der Fluss soll sehr beträchtlich

und das Uferland vorzüglich sein, es dehnen sich dort endForschungs-Reisen in West-Australien.

lose Ebenen mit üppigem Gras, reichlichem Trinkwasser und Zu einer Reise in das grosse noch unerforschte Gebiet beschattenden Bäumen aus, doch sind sie zum Theil ÜberAustraliens, in die westliche Hälfte des Inneren, ist auch schwemmungen ausgesetzt. Mehrere Nebenflüsse des Fitzroy in diesem Jahre keine Aussicht, aber an den Rändern dieser wurden entdeckt. terra incognita, den besiedelten Landstrichen und Auch vom De Grey-Fluss laufen günstige Berichte über Punkten West-Australiens ausgehend, wird, wenn auch ge- die Erfolge der Schafzucht ein, eine Verschlechterung der räuschlos, doch ununterbrochen der Wissenschaft und der Wolle hatte sich an all den genannten Punkten bis jetzt praktischen Benutzung neues Gebiet erworben.

nicht gezeigt. Die Misserfolge an der Nordwestküste haben Wie die „Perth Gazette". berichtet, hatte Mr. Hunt in sich daher bis jetzt auf die Umgegend des Camden Harbour der ersten Woche des Juli d. J. eine Reise angetreten, um beschränkt '). östlich von der Kolonie gelegene Gegenden zu exploriren. Mit ihm gehen F. Roe, G. Monger, mehrere Arbeiter und Eingeborne und 25 Pferde; ein Dépôt für die Expedition

1) Zur Orientirung s. A. Petermann's Karten von Australien in

der neuen Lieferungs - Ausgabe von Stieler's Hand - Atlas. sollte auf den Hampton Downs eingerichtet und unter Mr. Turner gestellt werden.

von

von

WO

Warburton's Reise nach dem Westen von Süd-Australien.

Im Juni d. J. ist Major Warburton von Adelaide nach Port Augusta abgereist, um von da aus nordwestlich zum Mount Margaret und in den westlichsten, erst in neuester Zeit der Kolonie Süd - Australien zugetheilten Landstrich (No Man's Land) vorzudringen. Diess Mal wie 1864, sein Unternehmen an der grossen Dürre scheiterte (siehe „Geogr. Mittheil.” 1865, S. 239), geht er im Auftrag der Kolonial-Regierung, die allerdings eine gewisse Verpflichtung hat, ihr neues Gebiet wenigstens einigermaassen erforschen zu lassen, nachdem sie es von der Britischen Krone dringend erbeten hatte.

Major Warburton ist ein erprobter Reisender, er bekanntlich schon früher am Mount Margaret, bei irgend günstigen Umständen wird er sicherlich die Kenntniss von Süd-Australien bereichern.

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Telegraphen-Linien in Neu-Seeland. In der ersten Hälfte des Jahres 1866 bestanden auf der Südlichen Insel folgende Telegraphen-Linien:

Von Hokitika (an der Westküste) nach Christchurch 170 Engl. Mn. Von Nelson nach Christchurch

287 Von Christchurch nach Bluff

414 Von Dunedin nach Tuapeka

74 Von Tuapeka nach Dunstan

72 Von Dunedin nach Port Chalmers

9 Von Christchurch nach Lyttelton

8 Eine 25 Engl. Meilen lange Linie von Hokitika nach Greymouth sollte bis 1. Juni fertig sein. Das Telegraphenkabel, welches die Südliche mit der Nördlichen Insel zu verbinden bestimmt ist, hofft man zu Anfang des Jahres 1867 gelegt zu sehen. Auf der Nördlichen Insel existirt nur die einzige Linie, die Auckland und Onehunga mit Te Awamutu, einem Militärdépôt am Waikato, 120 Engl. Meilen von Auckland, in Verbindung setzt.

(Australian and New Zealand Gazette.)

Die Historisch-Geographische Gesellschaft von Brasilien und ihre wissenschaftliche Expedition in den Jahren 1859 bis 1861. Vor mehreren Jahren war in den Zeitungen ab und zu

einer grossartigen „Expedição scientifica" die Rede, welche von dem Instituto historico e geographico do Brasil zu Rio de Janeiro ausgeschickt umfassende naturhistorische und ethnographische Forschungen in einigen Theilen Brasiliens ausführen sollte. Auch die „Geogr. Mittheilungen" (1862, S. 38, und 1863, S. 71) haben dieses Unternehmen mehrmals erwähnt, aber weder über den Verlauf noch über die Resultate wurde etwas Spezielleres bekannt. Erst jetzt erhält man Aufschlüsse über dieses Schweigen durch J. J. v. Tschudi, der im ersten Bande seiner „Reisen durch SüdAmerika" (Leipzig bei Brockhaus, 1866) unter Anderem die Brasilianischen Vereine bespricht und dabei auch der Historisch-Geographischen Gesellschaft und ihrer Expedition einige Seiten widmet.

„Den hervorragendsten Platz unter den Vereinen Brasiliens nimmt durch seine wissenschaftlichen Leistungen das von der Kaiserlichen Regierung mit jährlich 5 Contos de Reis ') dotirte Historisch - Geographische Institut ein. Es wurde im Jahre 1838 auf Anregung des Marschalls Raymundo José da Cunha und des Kanonikus Januario da Cunha Barbosa, gewissermaassen als Zweigverein der Sociedade auxiliadora da industria nacional, gegründet, löste sich aber bald vom Stamme los, um sich selbstständig und kräftig zu entwickeln. Das Institut steht unter der speziellen Protektion des Kaisers, der regelmässig den Sitzungen beiwohnt, denselben mit dem grössten Interesse folgt und sich häufig an den Debatten betheiligt. Die Sitzungen werden immer Freitags von 14 zu 14 Tagen in einem Saale des Kaiserlichen Palastes in der Stadt abgehalten 2). Das Institut veröffentlicht unter dem Titel „Revista trimensal do Instituto historico geographico e ethnographico do Brasil" seine Sitzungs-Berichte und die eingereichten Abhandlungen und Dokumente. Es sind bis jetzt einige und zwanzig Bände erschienen. Sie enthalten eine Anzahl äusserst wichtiger Dokumente zur Geschichte Brasiliens, einzelne tüchtige selbstständige Mémoiren, werthvolle Biographien ausgezeichneter Brasilianer, aber auch manche hohle, in schwülstige Phrasen eingekleidete Schülerarbeit, auf die das Motto der Revista: „Hoc facit, ut longos durent bene gesta per annos et possint sera posteritate frui," eine bittere Ironie ist.

Unter der Redaktion des Conselheiro Candido Baptista d’Oliveira, eines Mitglieds des Historisch-Geographischen Instituts, aber unabhängig von diesem, erscheint seit 1857 in vierteljährlichen Heften eine Revue für Wissenschaften, Literatur und Künste (Revista Brasileira, Jornal de sciencias, lettras e artes), die wegen der Gediegenheit des grössten Theils ihrer Artikel 3) eine ehrenvolle Erwähnung verdient.

„Auf Anregung des Historisch-Geographischen Instituts entschloss man sich vor einer Reihe von Jahren (Lei Nr. 884,

Grenzvertrag zwischen Bolivia und Chile. Die Unbestimmtheit der Grenze zwischen Bolivia und Chile wurde ein fühlbarer Übelstand erst dann, als in der Bai von Mejillones (23° S. Br.) und auf den benachbarten Küstenpunkten Guano-Lager entdeckt und vom Chilenischen Kongress 1842 für National-Eigenthum Chile's erklärt worden waren. Bis dahin war es bei den Chilenischen Geographen gebräuchlich gewesen, den 24. Parallel als Nordgrenze anzunehmen, während Bolivia seine Südgrenze unter 251° S. Br. zog, und im Grunde konnte es beiden Staaten gleichgültig sein, ob sie etwas mehr oder weniger von der nutzlosen Wüste besassen, welche sich zwischen beiden ausdehnt. Die Guano - Lager gaben aber dem Grenzgebiet einen nicht geringen Werth, Chile beanspruchte fortan den 23. Parallel als Nordgrenze und nahm faktisch Besitz von den Guano-Lagern. Die seitdem lebhaft geführten Streitigkeiten, die 1863 sogar in Kriegsdrohungen übergingen, sind nun durch einen Vertrag beseitigt, welcher den 24. Parallel als Grenze festsetzt, dabei aber bestimmt, dass die GuanoLager von Mejillones und die zwischen 23 und 25° S. Br. befindlichen von Bolivia verwaltet, dagegen ihr Ertrag gleichmässig zwischen beiden Staaten getheilt werden soll.

!) 1 Conto de Reis = 1000 Milreis, 1 Milreis oder 1000 Reis = 22,74 Silbergroschen; 5 Contos de Reis also 3790 Thaler.

2) Die Naturforscher der „Novara" wohnten 1857 einer, vielleicht nur zufällig höchst uninteressanten, Sitzung bei, von der Dr. C. v. Scherzer im ersten Bande der „Reise der Österreichischen Fregatte Novara” (S. 137) ein anschauliches Bild giebt.

A. P. 3) Nur die mineralogischen und zoologischen Arbeiten von B. sind schülerhaft und durchaus nicht auf der Höhe der Wissenschaft.

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an der

vom 1. Oktober 1856), einige weniger bekannte Provinzen des Reichs durch eine wissenschaftliche Kommission erforschen zu lassen, und verlangte vom Reichsrathe die nöthigen Geldmittel, die dieser in liberalster Weise bewilligte. Die Kommission (Commissão scientifica oder exploradora) bestand aus fünf Sektionen: 1. Sekt. für Botanik, Chef Conselheiro Francisco Freire Allemão (der in wissenschaftlichen Kreisen Europa's ehrenvoll bekannte Botaniker), Präsident der Kommission; Adjunkt Dr. Manoel Freire Allemão. 2. Zoologie, Chef Dr. Manoel Ferreira Lagos, Adjunkte: João Pedro Villa-Real und Lucas Antonio Villa-Real, ferner Jäger, Präparatoren, Handlanger. 3. Geologie, Chef Dr. Guilherme Schüch de Capanema, Adjunkt Kapitän João Martins da Silva Coutinho. 4. Astronomie und Geographie, Chef Dr. Giacomo Raja Gabaglia, Adjunkte: die Flottenoffiziere João Soares Pinto, Brasilio de Siqueira Barbedo, die Ingenieure Caetano de Brito de Sousa Gayoso, Francisco Carlos Lassance Cunha, der Hauptmann Antonio Alvares dos Santos Sousa und der Dr. Agostinho Victor de Borja Castro. 5. Ethnographie, Chef der seither verstorbene Dichter Dr. Antonio Gonçalves Dias, zugleich auch Historiograph der Expedition; Adjunkt Dr. Francisco de Assis Azevedo Guimarães, ferner ein Zeichner, ein Metallarbeiter und sechs Soldaten (Handwerker) aus dem 'Arsenal.

„Es wurden die umfassendsten Vorbereitungen getroffen, aus Europa vorzügliche, sehr kostspielige astronomische und physikalische Instrumente, eine äusserst reiche naturhistorische Bibliothek, Waffen, Reiserequisiten, eine fabelhafte Menge Chinin &c. bezogen und endlich die Reise mit Instruktionen des Ministeriums des Inneren am 26. Januar 1859 nach der nördlichen Provinz Ceará angetreten. Vage Gerüchte, die sich aber Jahrhunderte hindurch erhalten hatten, von einem grossen Reichthum edler Metalle im Inneren jener Provinz hatten bei der Wahl des ersten zu erforschenden Landestheiles an maa

naassgebender Stelle den Ausschlag gegeben. Man scheint im Publikum schnelle und eklatante Resultate der Expedition erwartet zu haben und wurde darin getäuscht. Schon nach Ablauf des ersten Jahres zeigte sich eine grosse Missstimmung gegen dieselbe, die immer mehr und mehr wuchs und in den Journalen der Provinz Ceará und in denen der Hauptstadt ein bered tes Echo fand. Man machte sie lächerlich, und das ist bei derartigen Unternehmungen immer eine sehr gefährliche Angriffswaffe. Nachdem sich auch im Reichsrathe gewichtige Stimmen gegen die Fortsetzung der Expedition erhoben hatten, wurde dieselbe durch Ministerialbefehl vom 10. Mai 1861 zurückberufen.

„Die wissenschaftliche Kommission hat nach meiner Ansicht den Fehler (in den so viele ähnliche Unternehmen. verfallen) begangen, vor dem Beginne der Reise zu sehr ins grosse Horn zu stossen und dadurch sowohl in Brasilien als in Europa die Erwartungen auf eine Weise zu spannen, dass jeder Unbefangene von vorn herein sagen musste, sie können unmöglich erfüllt werden; daher auch nachträglich hüben und drüben viel Spott. Es ist indessen noch viel zu früh, über die Erfolge der Expedition abzuurtheilen. Das kann erst geschehen, wenn ein Mal die wissenschaftlichen Errungenschaften veröffentlicht sind, und auch dann kann und darf das grosse Publikum nicht Richter sein. Ein Jeder, der sich selbst mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt

hat, weiss, wie mühevoll diese sind und wie oft die Resultate, obgleich von wahrem wissenschaftlichen Werthe, von der Menge gar nicht begriffen werden können.

„Die Kommission scheint während ihrer Reise, trotzdem der Kaiser sich für dieselbe in hohem Grade interessirte, von der Regierung doch nicht die gehörige Unterstützung genossen zu haben. Eine Reihe von humoristischen Artikeln in einem der grössten Journale Rio de Janeiro's (Diario 1861), von einem Diener eines Mitglieds der Kommission unterzeichnet (der Verfasser ist das betreffende Kommissions-Mitglied selbst), werfen, oft in beissender Satire, eigenthümliche Streiflichter auf die Kommission und enthalten wahrscheinlich weit mehr pikante und unumwundene Geständnisse, als sie uns später der offizielle Historiograph machen wird.

„Die Expedition hatte den Verlust eines grossen Theils der von dem talentvollen und eifrigen Chef der geologischen Sektion gesammelten mineralogischen Ausbeute zu beklagen, da der Küstenfahrer, auf dem sie verschifft war, Küste von Ceará zu Grunde ging.

„Es liegen mir bis jetzt nur ein Paar Hefte von den Publikationen der Kommission vor. Der rührige Botaniker Freire Allemão hat mit werthvollen Untersuchungen den Reigen eröffnet. Das einleitende Heft, wahrscheinlich von Dias, enthält ausser den Instruktionen und einer sehr gedrängten Übersicht der Reise ein Résumé der wissenschaftlichen Leistungen einer jeden Sektion.' Aber auch diese Berichte, die zum Theil sehr dürftig ausgefallen sind, können noch nicht als Maassstab zur Beurtheilung der Leistungen der Kommission dienen.

„Es will mich übrigens bedünken, dass der Verfasser gleich in der Einleitung von den schweren Opfern, die die Mitglieder der Wissenschaft gebracht, von ihrer Opferwilligkeit, von ihren Leiden und Gefahren weit mehr gesprochen hat, als es unter Jüngern der Wissenschaft gebräuchlich ist, dass es ferner nicht ganz passend erscheint, wenn er schon in den einleitenden Worten auf diese Weise, wenn auch vergeblich, Mitleidskapital bei den Lesern machen will und dass er als Historiograph und Theilnehmer an der Expedition seine Kollegen von vorn herein allzu sehr lobt. Das Loben soll er billiger Weise unparteiischen Beurtheilern überlassen.

„Die Expedition hat von 1856/57 bis 1861/62 (laut Bericht des Finanz-Ministeriums von 1863) die Summe von 573 Contos de Reis, also über anderthalb Millionen Franken gekostet, wovon auf die Reisejahre 1859 bis 1861 über 1.200.000 Franken kommen. Betrachten wir die grossen Leistungen anderer Reisender bei Mitteln, die im Vergleich zu dieser Summe verschwindend klein sind, z. B. die eines Humboldt und Bonpland, Natterer, Spix und Martius, d'Orbigny, ferner die eines Dr. Barth und anderer Afrika-Reisender, eines Dr. Antonio Raymundi in Peru und noch einer sehr grossen Anzahl reisender Naturforscher, so sind wir jedenfalls berechtigt, unsere Erwartungen hinsichtlich der wissenschaftlichen Errungenschaften der Expedition sehr hoch zu spannen, denn mit einer solchen enormen Summe lässt sich selbst in Brasilien schon Ausserordentliches in allen Disciplinen der Naturwissenschaften leisten" ").

1) Die Novara-Reisenden sahen die Vorbereitungen der Expedition bereits 1857. „Die Kisten" erzählt Dr. C. v. Scherzer „Zum

von

Geographische Literatur.

Vorbericht. Der durch mehrere Schriften über die Nordfriesischen Inseln bekannte Lehrer C. P. Hansen in Keitum hat eine grosse Karte von dem Haupttheil der Insel Sylt (mit Ausschluss der beiden lang gestreckten Halbinseln List und Hörnum) gezeichnet, die auf langjährigen Forschungen und Messungen beruht und sich sowohl durch die Reichhaltigkeit des topographischen Details als durch die genaue Angabe aller Reste des Alterthums, vor Allem der zahlreichen alten Grabhügel, dann der Stellen im Meer versunkener oder von Dünensand überdeckter Orte, endlich durch Berücksichtigung der geologischen Verhältnisse auszeichnet. Eine baldige Publikation dieser Karte wäre sehr erwünscht, namentlich würde sie den Badegästen ein lehrreicher und willkommener Führer sein.

Die Kenntniss der Europäischen Türkei und ihrer Nebenlande schreitet, wenn auch langsam, doch ununterbrochen fort. Im nächsten Frühjahr soll eine Beschreibung und Karte von dem am linken Ufer der Tara und der Drina liegenden Theil der Provinzen Bosna und Herzegowina zur Veröffentlichung kommen, die den früheren Österreichischen Hauptmann, jetzigen Fürstlich Serbischen Ingenieur R. R. Miloševic in Belgrad zum Verfasser hat. Als militärischer Attaché · beim Österreichischen General - Konsulat in Sarajevo hatte dieser Herr Gelegenheit, jene Landschaften wiederholt zu bereisen. Das Buch enthält eine ausführliche Orographie und Hydrographie des Landes, eine detaillirte Beschreibung von 28 Routen und der an ihnen gelegenen Ortschaften, Abschnitte über das Volk und die politische Lage und endlich militärische Betrachtungen.

Die Englische Gesellschaft zur Erforschung Palästina's bereitet die Publikation des Berichtes über Capt. Wilson's Expedition und zugleich der zurückgebrachten Photographien

Wie bedeutend die Resultate dieser Expedition, abgesehen von ihren archäologischen, klimatischen und anderweitigen Forschungen, für die Topographie des Heiligen Landes sind, erhellt schon daraus, dass an nicht weniger als 49 Punkten, deren Lage bisher nicht fixirt war, genaue Längen- und Breitenbestimmungen gemacht und dass Kartenskizzen in grossem Maassstab von allen durchreisten Gegenden angefertigt wurden. Auf Wilson's Vorschlag sollen fünf meteorologische Stationen in Palästina eingerichtet werden, da bis jetzt nur in Damaskus und Jerusalem klimatische Beobachtungen angestellt worden sind. Ferner wird binnen Kurzem eine zweite Expedition abgehen, um spe

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zielle Nachgrabungen in Capernaum, Canaa, Samaria, Nazareth und Jerusalem anzustellen; eine andere Expedition, für deren Leitung man den Geolog Prestwich

den Geolog Prestwich zu gewinnen hofft, wird die Geologie und Naturgeschichte des Heiligen Landes studiren; ein Werk über die jetzigen Bewohner Syriens, ähnlich Lane's „Modern Egyptians”, bearbeitet mit Unterstützung der Gesellschaft ein Mr. Rogers in Damaskus; endlich sammelt ein Arabischer Gelehrter die Namen von Dörfern &c. für die Zwecke der Gesellschaft, die in der Versammlung der British Association zu Nottingham im September d. J. durch ihren Sekretär Grove erklären liess, sie werde nicht rasten, bis jede Quadrat-Meile in Palästina ordentlich und genau aufgenommen und auf der Karte niedergelegt, bis jeder Ruinenhügel durchsucht und erforscht, der Name jedes Dorfes sicher gestellt, aufgezeichnet und mit den Biblischen Namen verglichen, bis jede alte Strasse verfolgt, die Geologie und Naturgeschichte des Landes vollständig bekannt sei.

Auf einer von Venukoff entworfenen Kartenskizze des Bolor-Gebirges im Jahrgang 1861 der ,,Geogr. Mittheilungen" (Tafel 10) findet man die Reise eines Herrn Georg Ludwig

angegeben, die von Kaschgar südwestlich über Bolor nach Badakschan und von da nördlich über die Hochebene von Pamir nach Kokan einen Theil der unbekanntesten Landschaften Inner-Asiens durchschneidet. Dieser Deutsche Reisende, dessen Familienname unbekannt ist, stand im Dienst der Ost-Indischen Kompagnie und ging gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts von Peschawur nach den Kirgisen-Steppen. Nachdem er auf dem angedeuteten Wege Kokan erreicht hatte, kam er über Tunkat und Taros pach der Wüste im Norden des Sir Daria. Hier von Kirgisen angegriffen, musste er mit Zurücklassung seiner ganzen Habe zurück nach Otrar und Samarkand fliehen. Von da begab er sich nach Khodjend und auf seiner eigenen früheren Route zurück nach Kaschgar, wo er seine von Bolor aus dorthin geschickten Papiere und Karten wiederfand. Zum Theil mit Hülfe dieser Papiere, zum Theil aus dem Gedächtniss arbeitete er einen Reisebericht aus und zeichnete sein Itinerar von Kaschmir bis Sarason in der KirgisenSteppe auf 40 Kartenblättern auf. Diese Arbeiten tragen die Jahreszahl 1806 und wurden bisher in den Archiven des Generalstabs zu St. Petersburg aufbewahrt. Nach dem Wenigen, was darüber in die Öffentlichkeit drang, hielt Rawlinson die ganze Reise für fingirt, Staatsrath v. Chanikoff aber, der nähere Einsicht davon genommen hat, bezweifelt nicht im Mindesten die Glaubwürdigkeit des unbekannten Reisenden und wird das Ganze in Deutscher und Französischer Sprache publiciren.

Das Asiatische Departement im Kaiserl. Russischen Ministerium des Äusseren unternimmt die Herausgabe eines neuen Sammelwerks, das eine Fortsetzung der „Arbeiten der Kaiserl. Russischen Gesandtschaft in Peking”, aber mit erweitertem Programm bilden wird. Diese „Arbeiten", deren vierter Band kürzlich erschienen ist, waren die Früchte der Studien, welche die alle zehn Jahre abgelöste, aus fünf geistlichen und eben so viel weltlichen Mitgliedern bestehende Mission in Peking zu machen Gelegenheit hatte. Sie enthalten eine Menge werthvolle Abhandlungen verschiedensten Inhaltes über China und sind durch die Übersetzung der Herren Abel und Mecklenburg auch in Deutschland bekannt ge

vor.

Verpacken der mitzunehmenden Gegenstände standen bereits in elegantester Ausstattung fertig und machten den Brasilianischen Tischlern alle Ehre. Mit fast kindischer Freude zeigte uns ein Mitglied die zierliche Kiste, in welcher ein nicht minder elegantes Medikamentenkästchen verwahrt werden sollte. Man trifft in Brasilien, wie überhaupt in allen von der Romanischen Race bevölkerten Theilen Süd-Amerika's, unendlich viel guten Willen und noch mehr Sucht, die Völker nordländischer Civilisation in ihrem Fortschritts- und Forschungsdrange nachzuahmen, aber es fehlt hier jene Kraft und jene Ausdauer, welche der Anglosächsischen Race in so vorzüglicher Weise eigen und eine Hauptbedingung ist, um das noch so eifrig Begonnene auch glücklich durchzuführen. Darum sehen wir in Brasilien im wissenschaftlichen, ökonomischen und socialen Leben eine Menge Dinge angefangen, aber nicht beendet, und wohl nirgends in der Welt hört man so viel von dem sprechen, was geschehen soll, als in Rio de Janeiro."

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