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und Beine vollkommene Herstellung die Aussicht, dass sich die Kabel auch später bei Beschädigungen repariren lassen werden.

Ausserdem aber schreitet die Anlage des BussischAmerikanischen Telegraphen, der den Alten Kontinent durch die Bering - Strasse mit dem Neuen verbinden wird, in rascher und erfreulicher Weise vorwärts, so dass auch diese Landlinie ihrer baldigen Vollendung entgegengeht. Man hat sich jetzt dafür entschieden, dass der Grantley - Hafen und die Seniavine-Bai die Endpunkte des durch die BeringStrasse zu legenden, 184 Engl. Meilen langen Kabels abgeben sollen (siehe „Geogr. Mittheil." 1859, Tafel 3) und dass ein zweites, 210 Engl. Meilen langes Kabel vom Kap Sponberg (westlich von der Seniavine-Bai) nach dem Kap Tolstoi (in der Anadyr-Bai) gelegt wird. Beide Kabel wollte man im September 1866 zu Schiff bringen. Im Laufe dieses Jahres sind sämmtliche Tracirungsarbeiten beendet und die Leitung selbst auf beträchtlichen Strecken fertig geworden. Von New Westminster, Hauptstadt von Britisch-Columbia, erstreckt sie sich bereits am Fräser hinauf bis Quesnels'), vom Grantley-Hafen an der Bering-Strasse ist sie landeinwärts bis zum Kwichpack, von der Mündung des Anadyr diesen Fluss aufwärts bis Anadyrsk, endlich von Ochotsk bis Gischiginsk beendet und man hoffte auch noch die Verbindung zwischen Gischiginsk und Anadyrsk herzustellen. Es bleiben also noch zu vollenden: auf Amerikanischer Seite die Strecke vom Kwichpack bis BritischColumbia und auf Sibirischer Seite die Strecken von Ochotsk bis Nikolajewsk an der Mündung des Amur und von Chabarowka am mittleren Amur nach Werchne-Udinsk in Transbaikalien.

Die Pflanzen der Pfahlbauten J).

Das Auftauchen eines vorgeschichtlichen Kulturvolkes, von dem keine Kunde und keine Sage sich erhalten hatte, ist eine sehr bedeutende Thatsache in der neueren Zeit und muss ausser dem Geschichtsforscher auch den Naturforscher auf das Höchste interessiren. Man kann dieses Interesse sehr an dem grossen Eifer erkennen, mit dem alle diejenigen, welche Gelegenheit bekamen, sich mit diesem neuen und unerwarteten Gegenstande zu beschäftigen, mit der grössten Hingebung die betreffenden Untersuchungen unternahmen, so dass sich durch das Auffinden von immer mehr "Wohnorten dieser untergegangenen Bevölkerung eine immer

') Ein Nebenfluss des Fräser (siehe „Geogr. Mittheil." 1858, Tafel 20). 8o verstehen wir den in den Russischen Zeitungen „Kenel" geschriebenen Kamen. Die Bussen schreiben die fremden Namen bekanntlich genau so, wie sie ausgesprochen werden. Die in einigen Zeitungen sich findende Schreibart Rennel ist wohl ein Irrthum; allerdings giebt es einen Sennel-Sound an der Westküste der Königin Charlotte-Insel, diese aber wird von der Telegraphenlinie nicht berührt. Als Curiosum sei erwähnt, dass die Redaktion einer bekannten Berliner Zeitung zu dem auch von ihr Rennel geschriebenen Namen die einem geographischen Lexikon entnommene Erklärung giebt: „Inselgruppe im Stillen Ocean, im Süden des Salomon-Archipels". Ein Telegraphentau von New Westminster in Britisch-Columbia durch den Grossen Ocean bis zu der Rennel-Insel in der Nähe Australiens möchte doch erst einer spateren Zukunft vorbehalten sein.

3) Referat von Prof. v. Schlechtendal in der „Botanischen Zeitung" über ein unter obigem Titel erschienenes Schriftchen des Prof. Heer in Zürich.

grössere Sicherheit den Resultaten herausstellen musste. Herr Prof. Heer, welcher sich schon so lange mit dem Studium der tertiären Flora seines Vaterlandes beschäftigt hatte und dabei auch aus Bruchstücken die Pflanzen zu enträthseln suchen musste, welche sich ihm als Versteinerungen verschiedener Art darboten, war ein sehr geeigneter Untersucher der bei den Pfahlbauten in dem Schlamme und torfartigem Boden unter diesen Niederlassungen aufgefundenen, bald verkohlten, bald noch erhaltenen Pflanzentheile, besonders aus Früchten und Samen bestehend, und verstand es, mit der jetzigen Flor und den Kulturpflanzen seines Landes wohl vertraut, scharf zu ermitteln," welchen Gewächsen diese Reste angehörten und in wie weit sie mit den jetzigen Zuständen der Pflanzenwelt übereinstimmten oder nicht. Er verstand es, die gewonnenen Thatsachen zu Nachweisungen zu benutzen, um den Kulturzustand jenes Volkes darzulegen und aus der Stufe, auf welcher es stand, Schlüsse auf das ungefähre Zeitalter, in welchem es lebte, zu ziehen; er verstand es, die damaligen und die jetzigen kultivirten und nicht kultivirten Gewächse in Vergleich zu stellen und daraus Folgerungen auf die Beständigkeit oder Veränderlichkeit der Arten zu ziehen, welche im Allgemeinen eine grosse Beständigkeit der Arten und nur einen Wechsel in dem Auftreten der durch Kultur hervorgebrachten Formen erwiesen. Nach einer allgemeinen Einleitung wendet er sich zunächst zu den Getreide - Arten und dem Kornbau der Pfahlbauern und der Stranss von Getreideähren, welchen er hier in halber natürlicher Grösse im Bilde beifügt, zeigt uns die Getreide-Arten, wie wir sie auch jetzt noch haben, oder in etwas weniger ausgebildeter, aber doch die Species konstatirender Form. Es lässt sich auch noch nachweisen, wie diese Getreide - Arten zubereitet wurden und auf welche Weise diess geschehen sein muss. Ihnen folgen die Unkräuter; es sind die heut zu Tage noch vorkommenden, aber Silene cretica statt der S. gallica und eine Melde (wahrscheinlich), für welche nichts Entsprechendes aufgestellt werden konnte. Die Gemüse bilden einen dritten Kreis von Gewächsen, unter denen fast nur Hülsenpflanzen vorkommen. Obst- und Beerenfrüchte bilden ein interessantes Kapitel, indem wir daraus entnehmen können, dass Äpfel, seltener Birnen, und die Süsse Kirsche, welche auch jetzt noch in wilden Formen bei uns einheimisch sind, es auch damals schon waren, dass aber weder Prunus domestica noch die Saure Kirsche damals bekannt gewesen ist, sondern nur die übrigen auch jetzt noch wilden, kleinen, essbaren Früchte auf gleiche Weise genossen wurden. Von der Weinrebe fanden sich nur in der Pfahlbaute bei Parma Weinkerne, so wie auch dort nur die Wallnuss gefunden wurde, während unter der No. 5: Nüsse, nur noch die Haselnuss und die Buchecker auftreten, daneben aber die Wassemuss, welche gegenwärtig nur in einem kleinen Teich im Kanton Luzern gefunden wird. Unter 7: Ölpflanzen, ist der Gartenmohn reichlich vorhanden, eine höchst alte Kulturpflanze. Von Gewürzen ist der Kümmel allein nachgewiesen und als Bast- und Gespinnst-Pflanzen wurde der Flachs (Linum angustifolium) und die Linde gebraucht. Als Färbepflanze fand sich nur der Wau. Von Bäumen und Sträuchern war damals fast Alles vorhanden, was jetzt in den Wäldern der Schweiz wächst, auch die Mistel. Ferner sind auch Moose und Pteris aquilina erkannt, nicht minder die Pilze zum Feueranmachen. Endlich ist eine ganze Anzahl von Wasserund Sumpfpflanzen dagewesen. Ein Rückblick auf das Vorhergehende fuhrt zu Betrachtungen über die Lebensweise der Bewohner jener Bauten und der Zeit, in der sie lebten. Sie hatten dieselben Brodfrüchte wie die Ägyptier, kannten Flachs als Gewebe-, Mohn als Ölpflanze, wie jene, und waren im Besitz von Nephritbeilen, welche sie nur durch den Handel bekommen hatten. Der Verfasser will aber nicht das Alter des Daseins dieses Volkes auf 6- bis 7000 Jahre schätzen wie Morlot, sondern nur auf etwa 3000 Jahre, wo im Morgenlande dieselben Kulturpflanzen, welche man hier fand, genannt werden; wenn man aber bedenkt, dass hier sehr viele Generationen gelebt haben müsBen, welche bis in die Steinperiode reichen und bei welchen früher offenbar mehr wilde Thiere zur Nahrung dienten als später, wo mehr Viehzucht getrieben wurde, so wird man wahrscheinlich bis auf 1000 bis 2000 Jahre v. Chr. Geburt zurückgehen können. Die Flora von damals lehrt uns, dass die Kulturpflanzen bis auf einen gewissen Grad umgewandelt worden, indem die ertragreichen Sorten die alten verdrängt haben und sich Racen bildeten, welche iu ihrer Form konstanter sind, aber doch zuweilen Übergänge zeigen, während die wild wachsenden ihrer früheren Bildung ganz getreu bleiben. Eine Erklärung der 108 Figuren beschliesst diese treffliche, ohne alle Vorurtheilc behandelte Arbeit.

Nachrichten von Gerhard Rohlfs aus Bilma.

Aus Bilma, der bekannten Oase zwischen Fesan und Bornu, schreibt uns Herr Rohlfs, dass er bis dahin ohne Unfall gelangt sei und nach zweimonatlichem, wegen Hitze und Theuerung höchst unangenehmen Aufenthalt am 20. Juni nach Bornu weiter reisen wollte. Von der gewöhnlichen Karawanenstrasse abzuweichen und namentlich Tibesti zu besuchen, ist ihm nicht gelungen, er hat jedoch diese, zwar von vielen Europäern bereiste, aber immer nur flüchtig aufgenommene und beschriebene Strasse sorgfältig auf der Karte niedergelegt, hat mehrere Höhenmessungen vorgenommen und sehr werthvolle Erkundigungen eingezogen. Letztere beziehen sich auf die Westgrenze der Tebu, auf Strassen, die von Bilma westlich nach Air und anderen Punkten führen, hauptsächlich aber auf Tibesti, die gebirgige TebuLandschaft in der Ostlichen Sahara. Es gelang ihm durch Ausfragen mehrerer dort Einheimischer, eine weit vollständigere Karte dieses Landes zusammenzustellen, als bisher nach den spärlichen und zerstreuten Nachrichten möglich gewesen ist, und auch die Lage des Landes durch drei auf der Bilma - Strasse ausmündende Itinerare genauer festzustellen.

Das nächste Heft der „Geogr. Mittheil." wird zunächst die Briefe des unverdrossen vorwärts strebenden Reisenden enthalten; seine Karte von Tibesti so wie seine Karte des Weges von Mursuk bis Bilma, deren südlichster Theil zu einer vollständigen Karte des ganzen sogenannten Königreichs Kauar von Anay im Norden bis Bilma im Süden erweitert wurde, erfordern in Umzeichnung und Stich einige Zeit und können daher mit der Beschreibung von Tibesti und dem Tagebuch des Reisenden erst später nachgeliefert werden.

Eduard von Schlagintweit.

Am 10. Juli fiel in der Schlacht von Kissingen der Hauptmann im Bayerischen Generalstabe Eduard von Schlagintweit fast gleichzeitig mit seinem Divisions-Chef, GeneralLieutenant von Zoller. Er war ein Bruder der bekannten Reisenden und hatte sich ebenfalls durch wissenschaftliche und militärische Arbeiten, auch in Ausser - Europäischem Terrain, ausgezeichnet. Wir nennen darunter besonders sein Werk über den Marokkanischen Feldzug der Spanier, das auch ausserhalb der militärischen Kreise durch die geographischen und ethnographischen Untersuchungen, die es enthält, wohlverdiente Anerkennung gefunden hat ').

Geographische Literatur.

Neue Bücher und Karten über die Schweiz.

1. Die topographische Aufnahme der Schweiz.

2. Ziegler'» Hypsometrische Karte der Schweiz.

3. Geographische und Reise-Handbücher, Monographien u. s. w.

Vor Allem muss der fortgesetzten Herausgabe der offiziellen topographischen Aufnahmen und Spezialkarten Erwähnung geschehen. Die berühmte Dufour'sche Karte wurde zwar schon im vorigen Jahre in meisterhafter Vollendung dem Publikum vollständig übergeben*), und damit ist das Hauptwerk für die Geographie und Kartographie der Schweiz zum Abschluss gekommen, aber das Schweizerische Topographische Bureau begnügt sich keineswegs mit dem bereits erreichten Resultat, sondern hat es sich zur Aufgabe gestellt, dieses unvergleichliche Kartenwerk fortgehends zu vervollkommnen. Es mag auch einzelne andere Generalstabskarten geben, die durch regelmässiges Nachtragen im Eisenbahn- und Wege-Netz auf der Höhe ihrer Brauchbarkeit erhalten und vor Veraltung bewahrt werden, aber darauf beschränkt sich der Schweizerische Generalstab nicht, er lässt ausserdem alle die vielen topographischen Nachträge und Verbesserungen, die besonders im Hochgebirge durch die zahllosen Gletscher - Fahrten und Forschungen der Alpen-Clubs gewonnen werden, auf den Platten nachtragen. Betrachten wir z. B. die neue, kürzlich erschienene Ausgabe des zuerst im Jahre 1854 publicirten Blattes 18, so gewahren wir nicht bloss neue interessante Strassen, wie die Furka - Strasse, sondern auch das ganze Terrain der Italienischen Grenzgebiete Val Formazza, Val di Vedro u. s. w. neu eingestochen, — dasselbe fehlte ursprünglich in den nicht-Schweizerischen Gebieten auf allen Sektionen, hier beträgt es etwa ein Drittel des ganzen Blattes und der grössere Theil desselben bekommt durch die Ergänzung erst seinen Abschluss; endlich ist die Topographie

') Seine beidon älteren Brüder, Hermann v. S.-SakünlUnski und Adolph, der ebenfalls so früh, in Kaschgar, gefallen ist, hatte er bereits in jugendlichem Eifer bei ihrem ersten Bosuche der östlichen Alpen begleitet. Auf ihren Asiatischen Forschungen konnte er nicht mehr ihr Gefährte sein. Von den beiden jüngeren Brüdern ist Robert durch seine Theilnahme an den Reisen, Emil durch seino Bearbeitung des philologischen, besonders des Tibetanischen Materials bekannt geworden.

2) Wir kündigten den Abschluss dieses prachtvollen Werkes durch Blatt 13 bereits vor 2 Jahren an („GeogT. Mittheilungen." 1864, SS. 437 ff.).

in dem ungeheueren Gletscher-Areal der Berner Alpen so bedeutend vervollständigt, dass man die bisherige Ausgabe des Blattes kaum wieder erkennt. Es war uns bisher in diesem Kartenwerke immer als eine Unvollkommenheit erschienen, dass die Gletscher- und Schneegebiete zu wenig plastisch, zu weiss und eben, zu wenig den Zusammenhang des Gebirgsbaues verrathend dargestellt seien; hier in dieser Ausgabe sehen wir unser Ideal ganz erreicht, die Konfiguration der Gletschergebiete in einer so ausgezeichneten Darstellung, wie sie uns noch in keinem anderen Kartenblatte erschienen ist. Das ganze Blatt ist in der neuen Ausgabe um so viel vollständiger und vollkommener, dass es wenigstens um 100 Prozent werthvoller erscheint als die bisherige Ausgabe.

Trotzdem aber die Dufour'sche Karte fortgeheuds vervollkommnet wird, ist sie seit ihrem Abschluss unlängst im Preis auf die Hälfte herabgesetzt und kostet jetzt statt 100 Francs oder 28 Thaler nur 50 Francs oder 14 Thaler; die Preise für einzelne Blätter sind, je nach deren Inhalt, verschieden, wie folgt:

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Die Dufour'sche Karte kann somit wohl zugleich als die schönste und billigste Karte der Welt angesehen werden, nicht bloss willkommen dem Kartenliebhaber und SchweizerKeisendeu, sondern als einzelne topographische Musterblätter eines Gebirgslandes für Lernende von hohem Werth; ein Blatt für 3 Francs, wie z. B. Bl. 18, gewährt ein ganz vorzügliches Lehrmittel der Kartographie und einen genaueren Einblick in die erhabene Natur der Hochalpen als voluminöse Beschreibungen und Bücher.

Die Kanton-Karten, welche wir unter Anderem im Jahrgang 1864, S. 440, näher besprochen, schreiten tüchtig vorwärts , von derjenigen von Luzern in 1:25.000 sind die Blätter 2 und 3 erschienen, die Gegend um die Sempacher, Hallwyler und Baldegger See'n enthaltend; von der Karte von Waadt in 1:50.000 Blatt 3 (Payerne, Neuchatel, Avenches, Fribourg), — alle in ausgezeichnetem Kupferstich

') Zur besseren Orientirung setzen wir zu den Nummern einen der Hauptorte jedes betreffenden Blattes hinzu.

Petermann's Geogr. Mittheilungen. 1866, Heft IX.

von dem bewährten Künstler H. Müllhaupt. Von demselben ausgeführt liegt uns eine interessante Karte des Luhnanier in 1:50.000 vor, von Trons am Rhein bis Comprovasco am Breno, mit Angabe des Eisenbahnprojektes.

Von den wichtigeren nicht-offiziellen rein-topographischen neueren Kartenwerken der Schweiz müssen wir erwähnen einer schönen Manuskript - Karte der Monte Rosa-Kette von A. Adams-Reilly, von der uns eine photographische Kopie durch die Güte eines Englischen Freundes, des ausgezeichneten Gletscherfahrers F. F. Tuckett, kürzlich zuging. Diese Karte ist im Maassstabe von etwa 1:140.000, reicht von Zermatt im Norden bis Gressoney St.-Jean im Süden, von M' Colon im Westen bis Rima S. Giuseppe im Osten, und giebt die beste aller bisherigen Darstellungen dieser berühmten Hochgebirgskette. Bei der Dufour'schen Karte ist die Gruppe, auf zwei Blätter, Nr. 22 und 23, fallend, getheilt und verliert deshalb am Total-Effekt, es sei denn, dass man sich beide Blätter zu dem Endzwecke erst zusammensetzte. Ausserdem ist der Südabhang der Gruppe, als zum Ausland gehörig, nur zum Theil eingetragen, und zwar skizzenhaft und licht, wodurch dem Bilde gerade der Kernschatten des Ganzen entzogen wird, — wenigstens ist diess in der ersten Ausgabe der Blätter aus den Jahren 1861 und 1862 der Fall, ob eine neuere vervollständigte existirt, ist uns nicht bekannt. Dazu kommt, dass Adams-Reilly die ganze Südseite der Gruppe durch eigene Aufnahmen im J. 1865 gegen die bisherigen Aufnahmen vielfach und wesentlich vervollständigt und verbessert hat, — besonders den ganzen Theil des Südabhanges vom Matterhorn bis zu den Zwillingen (Castor und Pollux) mit dem lang gedehnten Verra - Gletscher erkennt man kaum wieder, so sehr viel Neues und Verschiedenes gewahrt man. Mit Einem Wort, es ist eine sehr verdienstliche Arbeit, und um so mehr anzuerkennen, als sie von einem Engländer kommt; denn es ist noch gar nicht lauge her, dass man in England für Topographie und Terrain im Allgemeinen wenig Sinn und Verständniss hatte; Arbeiten dieser Art zeigen den Ungeheuern Fortschritt und dass der Englische Alpen-Club unter seinen Mitgliedern die ausgezeichnetsten Topographen aufzuweisen hat. Herr Adams-Reilly ist derselbe kühne und wissenschaftliche Gletscherfahrer, dem wir bereits unter Anderem die schöne Karte der Montblanc-Gruppe zu verdanken haben ').

Die interessanteste und werthvollste kartographische Erscheinung über die Schweiz, die wir nächst den topographischen Arbeiten zu begvüsseu haben, ist /. M. Ziegler's Hypsometrische Karte der Schweiz2). Durch dieses neue Werk des ausgezeichneten Schweizer Geographen hat die Kartographie der Schweiz wiederum einen neuen Vorsprung vor derjenigen anderer Länder erhalten, so dass dieselbe nunmehr in topographischen, geologischen und hypsometrischen Kartenwerken in ganz ausgezeichneter Weise bedacht und wohl als ein Muster anzusehen ist, besonders wenn

') S. „Geogr. Mitth." 18G5, SS. 115 und 273.

') J. M. Ziegler, Hypsometrische Karte der Schweiz. Mst. 1:380.000. 4 Blätter in Farbendruck, in Mappe. Nebst 2 Brochuren: a. Erläuterungen zur Karte, zur Hypsometrie der Schweiz und zur Orographie der Alpen; b. Register zur Karte und zur Hypsometrie der Schweiz. Wintcrthur, 3. Wurster & Co., 1866. 20 Fr.

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man bedenkt, dass zu einer möglichst vollständigen und allseitigen Abbildung der Erdoberfläche alle drei Arten Karten zusammen nothwendig sind und sich gegenseitig wesentlich ergänzen. Wie sehr diess •wirklich der Fall ist, lehrt uns von Neuem ein Blick auf diese Ziegler'sche Karte, auf der manche wichtige Grundzüge der topographischen Gestaltung in einer Klarheit und Korrektheit erscheinen, wie sie noch auf keiner bisherigen Karte dargestellt oder darstellbar waren. Wie jäh z. B. der nordwestliche Absturz des Berner Oberlandes ist, wie er besonders in der Strecke vom Wellhorn zur Jungfrau so ohne alle Vermittelung in die tiefen Thaleinschnitte der Weissen und Schwarzen Lütschinen hinabsinkt, — wodurch ja gerade jene Fülle grossartiger Naturschönheiten entstand, welche diese Gegenden zu den besuchtesten der Schweiz machten — das 6ieht man auf dieser Karte so recht deutlieh, und richtiger, als es auf den besten bisherigen Terrain - Karten dargestellt worden ist. Manche Terrain - Verhältnisse lassen sich überhaupt durch die gewöhnliche Zeichnung mit Schraffen schwer darstellen, z. B. das Gefälle der Thäler; welche Verschiedenheit ist in dieser Beziehung beispielsweise zwischen dem Val Leventiua, von Airolo bis zum Lago Maggiore, und dem Val San Giucomo, vom Splügen-Pnss bis zum Corner See, jenes in seinem ganzen Verlauf mit sehr geringem, dieses mit einem sehr starken Gefälle, besonders oberhalb Chiavenua. Alle diese Verhältnisse treten uns auf vorliegender Karte in grösster Klarheit und Bestimmtheit, in ablesbaren Werthen, entgegen.

Die Wahl der Isohypsen ist durch die Meereshöhe von 400, 500, 700, 900, 1200, 1500, 2100 und 2500 Meter bestimmt, und demnach umfassen die Höllenschichten die ungleichen Abstände von 100, 200, 200, 300, 300, 600 und 300 Meter. Wir geben unter allen Umstünden den äquidistanteu Isohypsen den Vorzug, weil sich mit ihrer Hülfe die durchschnittlichen Böschungen und Höhenverhältnisse wohl am leichtesten übersehen lassen, obwohl wir zugeben, dass sie bei konsequenter Durchführung durch die Weite der Höhenschichten in den Ebenen und ihre Enge in den gebirgigeren Theileii gewisse Nachtheile haben können. Jedenfalls hat der erfahrene Autor seine guten Gründe für die Wahl seiner Höhenschichten gehabt, welche, wie er (S. IV der Erläuterungen) sagt, „durch abweichende Farbentönc die Vertheilung der Höllenverhältnisse dem Auge verständlich machen sollen". Er wollte, mit Einem Worte, nicht bloss eine mathematische Zeichnung, sondern ein auf mathematische Linien gestütztes übersichtliches und anschauliches Bild geben; diess hat er in hohem Grade erreicht, und zwar sowohl durch jene Farbentöne für die Schichten, als auch durch Unterstützung gewöhnlicher Terrninschraffen. In dieser Beziehung, in der Kombination farbiger Höhenschichten mit Terrainschraffen, bietet die Karte ein in hohem Grade gelungenes Werk und steht in ihrer Art fast einzig da; in überraschender Klarheit übersieht man auf ihr, was zum Hochgebirge mit seinen Gletscher- und Schneegebieten , zum Schweizerischen Berg- und Hügelland und zu den Ebenen gehört, und alles das in seinen ablesbaren Höhenwcrthen. — Sehr werthvoll und beachtenswerth sind auch die beiden Beilage-Schriften, von denen besonders die „Erläuterungen" das Resultat tiefer Studien über die Orographie der Alpen enthalten.

Von wichtigeren neueren geographischen- Werken über

die Schweiz verdient vor Allem Berlepsch'* Schwei&erkunde ') Erwähnung, ein inhaltreiches Buch, welches in 18 Kapiteln die allgemeinen geographischen Verhältnisse, die Bodenerhebung, Gewässer, naturhistorischen, klimatischen und atmosphärischen Verhältnisse, ferner Stand und Gang der Bevölkerung, Körperbeschaffenheit, Nahrungsmittel, Volkstrachten, Wohnungen, Alpenwirthschaft und Viehzucht, Landwirthschaft, Wein- und Obstbau, Forstwesen, Jagd und Bergbau, Industrie und Handel, Sprache, sittliche und sociale Zustände, geistiges Leben und Kirchenwesen, und

I endlich in 11 Kapiteln den Staat und seine Zustände be

I handelt. Das Werk ist mit Fleiss und Sorgfalt ausgearbeitet und bietet theils lehrreiche und anziehende Lektüre, theils ein nützliches Nachschlagebuch über das so vielfach interessante Schweizer Land.

Ein anderes in diese Kubrik gehörige Werk ist die neue (dritte) Auflage des wohlbekannten Buches, ebenfalls von II. A. Berlepsch: Die Alpen, in Natur- und Lebensbildern, dessen erste Auflage, seiner Zeit von uns besprochen 2), einen stattlichen, reich illustrirten Oktavband bildete. Die gegenwärtige erscheint in einem handlichen, für den „Reisegebrauch" bestimmten Duodez-Format, mit 6 hübschen und charakteristischen Holzschnitten geziert; auch der Toxt ist revidirt

! und hat verschiedene Bereicherungen erfahren, z. B. in dem Kapitel „Alpenspitzen" die haarsträubende Geschichte der Englischen Matterhoru-Besteigung im J. 1865.

Von den Reise- Handbüchern liegt uns nur TschudCs Schweizerführer in einer neuen dicssjährigen Auflage (der

| siebenten) vor. Wir besprachen zuletzt3) die fünfte Ausgabe im Vergleich mit den in Deutschland bekannteren ReiseHandbüchern von Baedeker und Berlepsch, seitdem hat der bewährte Herausgeber augenscheinlich alle Anstrengungen gemacht, sein Werk in jeder Beziehung zu vervollkommnen; wir sehen dasselbe zunächst um ein Drittel seines Volumens erweitert, und von 372 auf 489 Seiten gebracht, anstatt der Ubersichtskarte eine viel grössere, recht brauchbare und deutliche „Reisekarte" im Mst. von 1:600.000, aus der tüchtigen Kartographischen Anstalt von Wurster, Randegger & Co. in Winterthur, die Städtepläne um zwei vermehrt, St. Gallen und Mailand, die Gebirgs-Panoramen um drei: Piz Languard, Titlis und Speer am Wallensee, alle drei Partien von erhabener Schönheit, für gewöhnliche Touristen, selbst Damen, ganz wohl gangbar und ungefährlich. Auf dem Speer, der für die Ostschweiz so ziemlich das ist, was

l der Rigi für die Centrai-Schweiz, wird ein neues, bequemes Gasthaus erbaut. Der Preis des Buches ist von 1 Thlr. 6 Sgr. auf 1 Thlr. 18 Sgr. erhöht (Baedeker kostet 1 Thlr. 22 Sgr., Berlepsch 2 Thlr.); ein nicht unwesentlicher Vorzug ist auch die Kompaktheit, Form und Gewicht desselben, besonders für Fussreisende, es geht bequem iu die Tasche und ist ein wirkliches Reisetaschenbuch. Für die Gediegenheit des Inhaltes wirken, ausser dem Herrn Iwan Tschudi

') H. A. Berlepsch, Schweizerkunde. Land, Volk und Staat, geographisch-statistisch, übersichtlich-vergleichend dargestellt. Unter Mitarbeitcrachaft der Herren Kcdaktor Gcngel und Professor Gustav Vogt in Bern, Professor Dr. Alois von Orclli und Hermann von Marschall in Zürich. Braunsclnveig, Kchwctschke & Sohn (M. Bruhn), 1859—1864. 2 Thlr. 214 Sgr. (S. auch Geogr. Mitth. 1860, S. 162.)

2) „Geogr. Mitth." 1860, S. 489.

-1) „Geogr. Mitth." 18G4, SS. 3G8 ff.

selbst, renommirte Mitglieder des Schweizer Alpenclub mit, wie: Studer, Eoth, Fellenberg, Ulrich, Heer, Escher und viele andere').

Eine Reihe mehr oder weniger werthvoller und anziehender Monographien über einzelne Schweizer Punkte oder beschränkte Gebiete verlassen alljährlich die Presse; es seien hier nur zwei als treffliche Beispiele erwähnt: Baedeker's (rrindelwald und Lechner's Piz Languard2), beide Partien betreffend, die zu den schönsten und besuchtesten der Alpen gehören. Das letztere bildet ein handliches Bändchen, mit drei sehr sauberen Stahlstichen nach meisterhaften Zeichnungen von Georgy, dem Panorama von Piz Languard und einer guten Spezialkarte der ganzen Bemina-Gruppe (1:100.000) geziert, deren Glanzpunkt der Piz Languard ist. Obgleich er, nicht.unähnlich dem berüchtigten Matterhorn, in seiner obersten Etage eine ziemlich steile Pyramide bildet, und die nicht unbeträchtliche Höhe von 10.054 Par. Fuss erreicht, also etwa doppelt so hoch als Rigi-Kulm, so ist er dennoch beinahe eben so leicht und gefahrlos zu besteigen als dieser; denn der Rigi (5541 Fuss) liegt über seiner Basis am Vierwaldstätter See (1345 Fuss) 4196 Fuss, der Languard über Pontresma, dem Ausgangspunkt seiner Besteigung, 4504 Fuss, also nur 308 F. relativ höher, da der reizende Ort Pontresina noch 9 F. über Rigi-Kulm hiuwegragt. In der That haben nicht nur viele Damen den Piz Languard besucht, sondern eine Dame, die Gräfin Hartenburg , die ihn im Jahre 1852 mit dem bekannten Gemsenjäger und Führer Joh. Colani bestieg, hat ihn auch zuerst in die Mode gebracht, wie uns letzterer vor 2 Jahren selbst mittheilte. Im J. 1864 bestiegen den Piz nicht weniger als 1600 Personen. Die Besteigung an sich ist eben so lohnend und genussreich als die grossartige Rundsicht von oben, die Hunderte von Alpengipfeln umfasst und ein grossartiges Gemälde von Gletschern, Firn und Fels, fast ohne alle menschliche Kultur und Wohnungen, entfaltet, — nur in Einer Richtung, nach Nordwesten, sieht man 5000 Fuss unter sich ein Paar Ortschaften, St. Moritz u. a. Der Aufstieg der letzten steilen Strecke gleicht einer steilen steinernen Treppe, ist aber gänzlich gefahrlos, da es lauter feste scharfe Granitblöcke sind.

„Das Hochgebirge von Grindelwald" bildet einen Prachtband, wie sein Vorgänger „Das Doldenhorn und die Weisse Frau" 3), welche beide dem Verleger C. Baedeker zur Ehre gereichen; er enthält, der Hauptsache nach, Beschreibungen von Gletscherfahrten in jenem Gebiete, Besteigungen der vom Grindehvalder Thale aufsteigenden Bergkolosse Eiger, Kl. Viescherhorn, Mattenberg, Kl. und Gr. Schreckhorn, Berglistock und Wetterhorn durch die Herren Äby, Baedeker, Fellenberg, Gerwer u. A., und erinnert an die ähn

') Das Buch erscheint auch in drei, noch handlicheren und bequemeren, Abtheilungen: Nord- und Westschweiz (28 Sgr.), Ur- und Südschweiz (20 Sgr.), Ostschweiz (20 Sgr.).

J) Das Hochgebirge von Grindelwald. Naturbilder aus der Schweizerischen Alpenwelt von Prot. Dr. Chr. Äby, E. T. Fellcnberg und Pfarrer Gerwer in Grindelwald. Gross 8°, 150 SS. mit Karto und Ansichten. Coblenz, C. Baedeker, 1865. 2$ Thlr.

Piz Languard und die Bernina - Gruppe. Ein Führer durch das Oberengadin (Natur, Wanderungen, Volksleben, Sprache, Geschichtliches &c.) vom Pfarrer Dr. E. Lechner. 12°, 147 SS. mit Karte und Ansichten. Leipzig, W. Engelmann, 2. Ausg. 1865. % Thlr.

3) S. „Geogr. Mitth." 1864, S. 74.

| liehen Publikationen der Schweizerischen, Österreichischen und Englischen Alpenclubs, nur dass im vorliegenden Falle ein bestimmt abgegrenztes engeres Gebiet den Gegenstand bildet. Dass diese Schilderungen sehr interessant und anziehend sind, brauchen wir in Anbetracht jener berühmten Alpengipfel und der ausgezeichneten Autoren kaum hinzuzufügen; sie sind nicht bloss der Aufmerksamkeit der Alpenkletterer von Fach, sondern auch dem Publikum im Allgemeinen und der Schweizerischen Touristenwelt im Besonderen zu empfehlen; die Mehrzahl der letzteren sehen wohl von Interlaken oder Grindelwald aus die Vorderseite jenes

I berühmten Hochgebirges vor sich, ohne sich jedoch eine klare Vorstellung machen zu können, wie es nun weiter hinein, im Inneren der Masse, jenseit der sichtbaren Gipfel, aussehen mag, und auf welche Weise sich die Menschen den Vollgenuss dieser etwas entlegeneren Alpenwelt verschaffen. Ausserdem aber enthält das Werk als Einleitung eine ausführliche Beschreibung des Thaies von Grindelwald, seiner Topographie, Kultur, Geschichte seines Bodens und seiner Bewohner &c. von dem besten Kenner des Landes, dem dortigen Pfarrer R. Gerwer; ferner über die Topographie des Hochgebirges Bemerkungen von E. v. Fellenberg. Unter den Illustrationen des Werkes ist die schön in Farben ausgeführte Ausicht des Hochgebirges von Grindelwald, von der unterhalb des Faulhorns gelegenen Bachalp gesehen,

| besonders zu erwähnen; dann die von R. Leuzinger im Maassstabe von 1: 50.000 bearbeitete und gestochene prachtvolle Spezialkarte vom Faulhorn im Norden bis zum Fiustoraarhorn im Süden, von der Jungfrau im Westen bis über Rosenlaui hinaus im Osten, ausgeführt in vier Farben: Terrain braun, Gletscher, Schneefelder, Flussnetz und See'n blau, Vegetation grün, Wege und Schrift schwarz. Nur eins hätten wir bei dieser Karte noch gewünscht, — die Angabe der im Buch beschriebenen Gletscherfahrten. Wer das von ihr umschriebene Gebiet besucht, und den vollen Genuss des Besuches haben will, der sollte nicht ohne diese Karte dahin gehen, die jeden Fusssteg, jedes einzelne Haus verzeichnet und ein Orientirungsmittel bildet, wie es alle ReiseHandbücher und Beschreibungen zusammengenommen nicht bieten, und für alle gewöhnlichen Fusstouren ausserhalb der Gletscher Führer entbehrlich macht. Karten in diesem Maassstabe und in dieser Ausführung, wie sie nur in ganz seltenen Fällen geboten werden, erhöhen sehr wesentlich den Genuss des Reisens in den Alpen und gewähren die klarste und vollständigste Einsicht in die erhabene und mannigfaltige Natur eines Hochgebirges.

Von den Bilderwerken der Schweiz, welche wir bei einer früheren Gelegenheit in einem ausführlichen Aufsatz besprochen '), liegen uns 14 neue Lieferungen (32 bis 45) von dem Runge'schen Werke: Die Schweiz in Original-Ansichten2), vor. Sie enthalten in fortgehends sehr sauberen Stahlstichen Ansichten zum grossen Theil aus der West- und CentraiSchweiz, einige aus der Ostschweiz, und zwar der Reihe nach von: Neuchatel, Sion, St. Gotthard-Hospiz, Vevey, Locle, Pissevache, Aletsch-Gletscher, Rhone-Gletscher, Cha

') „Geor. Mitth." 1864, SS. 442 ff.

J) Mit historisch-topographischem Text. In 3 Bänden ä 18 Lieferungen in Boyal-OktaT, jede mit 3 Stahlstichen und 1 Bogen Text, ä 10 Sgr. Darmstadt, G. G. Lange.

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