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Dalherda-Kuppe zum Schluppberg, längs des Nordrands des Schluppwaldes zum Döllenbach und schliesst an dessen rechtem Ufer aufwärts laufend an die Bayerische Landesgrenze an.

ad II. Grenzlinie des im Orber-Reisig in Unter-Franken abzutretenden Gebietstheils: Die Nordwest- und Südgrenze des Territoriums fallen mit der bisherigen Bayerischen Landesgrenze zusammen. Die Ostgrenze wird durch die Ostgrenzen der Gemeinden Mernes, Burgjoss (mit Ausnahme des Weilers Deutelbach), Oberndorf und Pfaffenhausen gebildet, so dass die Osthälfte des Forstbezirks Burgjoss auf Bayerischer Seite verbleibt. Die neue Landesgrenze beginnt daher an der Grenze des Josswaldes nordöstlich vom Rosskopf, zieht über den Königsberg und Schönberg in den Aura - Grund, nordöstlich desselben über den Steiniger-, Hanauer- und Stamiger - Berg und erreicht südlich vom Stackenberg die frühere Landesgrenze.

In Folge der Abtretung des Bezirks um Orb wird die Königl. Preussische Regierung die Schwierigkeiten beseitigen, welche von Kur-Hessischer Seite bis jetzt noch dem Vollzug des ratificirten Vertrags über die Auflösung des Kondominats von Bayern und Kur-Hessen entgegengestellt worden '). 5. Friedensvertrag zwischen Preussen und Würt.

temberg, Berlin den 13. August 1866. Artikel VII gleichlautend mit Artikel VII des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel VIII gleichlautend mit Artikel IX des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel IX gleichlautend mit Artikel V des PreussischBayerischen Vertrags. 6. Friedensvertrag zwischen Preussen und Baden,

Berlin den 17. August 1866. Artikel VII gleichlautend mit Artikel VII des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel VIII gleichlautend mit Artikel IX des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel IX gleichlautend mit Artikel X des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel X gleichlautend mit Artikel v des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel X. Die Grossherzogl. Hessische Regierung erklärt sich im Voraus mit den Abreden einverstanden, welche Preussen mit dem Fürstlichen Hause Taxis wegen Beseitigung des Thurn- und Taxis'schen Postwesens trifft.

In Folge dessen wird das gesammte Postwesen im Grossherzogthum Hessen an Preussen übergehen.

Artikel XI. Die Grossherzoglich Hessische Regierung verpflichtet sich, in Mainz keine andere als eine Preussische Telegraphen-Station zu gestatten. In gleicher Weise räumt die Grossherzogliche Regierung der Preussischen auch in den übrigen Gebietstheilen des Grossherzogthums das Recht zur unbeschränkten Anlegung und Benutzung von Telegraphen-Linien und Telegraphen-Stationen ein.

Artikel XII gleichlautend mit Artikel X des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel XIII gleichlautend mit Artikel y des PreussischBayerischen Vertrags.

Artikel XIV. Se. Königl. Hoheit der Grossherzog von Hessen und bei Rhein u. s. w. tritt an Se. Majestät den König von Preussen mit allen Souverainetäts- und Domanialrechten ab:

I. Die Landgrafschaft Hessen - Homburg, einschliesslich des Oberamtsbezirks Meisenheim, jedoch ausschliesslich der beiden in der Königl. Preussischen Provinz Sachsen belegenen Hessen - Homburgischen Domanialgüter Hötensleben und Öbisfelde;

II. Folgende bisher zur Provinz Ober-Hessen gehörende Gebietstheile, nämlich:

1. den Kreis Biedenkopf;
2. den Kreis Vöhl, einschliesslich der Enklaven Eimelrod

und Höringhausen;
3. den nordwestlichen Theil des Kreises Giessen, welcher

die Orte Frankenbach, Krumbach, Königsberg, Fellingshausen, Bieber, Haina, Rodheim, Waldgirmes, Naunheim und Hermannstein mit ihren Gemarkungen

umfasst; 4. den Ortsbezirk Rödelheim; 5. den unter Grossherzogl. Hessischer Souverainetät ste

henden Theil des Ortsbezirks Nieder-Ursel.

Mit seinen sämmtlichen nördlich des Mains liegenden Gebietstheilen tritt Se. Königl. Hoheit der Grossherzog von Hessen und bei Rhein u. s. w. auf der Basis der in den Reformvorschlägen vom 10. Juni d. J. aufgestellten Grundsätze in den Nord-Deutschen Bund ein, indem Er Sich verpflichtet, die geeignete Einleitung für die Parlamentswahlen, dem Bevölkerungs-Verhältnisse entsprechend, zu treffen. Das in Folge dessen auszusondernde, zum Nord-Deutschen Bunde gehörige Grossherzoglich Hessische Kontingent tritt unter Oberbefehl des Königs von Preussen nach Maassgabe der auf der Basis der Bundesreform - Vorschläge vom 10. Juni d. J. zu vereinbarenden Bestimmungen.

7. Friedensvertrag zwischen Preussen und dem Grossherzogthum Hessen, Berlin 3. Sept. 1866.

Artikel VII und IX gleichlautend mit Artikel VII und IX des Preussisch-Bayerischen Vertrags.

1) Das Kondominat bestand über die Ortschaften Ober- und MittelSinn und Zündersbach. Ein Vertrag zwischen Bayern und Kur-Hessen bestimmte, dass die ersteren beiden Orte an Bayern, der letztgenannte an Kur-Hessen fallen sollten, die Ratifikations - Urkunden dieses Vertrags wurden auch im Mai 1861 in Kassel ausgewechselt, er ist aber trotzdem nicht zur Ausführung gekommen.

A. P.

Die im Vorstehenden nicht aufgeführten Artikel der verschiedenen Verträge beziehen sich hauptsächlich auf die Räumung der betreffenden Staaten von den Preussischen Truppen, auf die Entlassung der Kriegsgefangenen, die Beschickung einer Kommission Behufs Auseinandersetzung über das bisherige Bundes-Eigenthum, die Verhältnisse der Beamten und Militärs in den abgetretenen Gebietstheilen und namentlich auf die Zahlung der Kriegskosten-Entschädigung, zu der Österreich 20 Mill. Thaler, Bayern 30 Mill. Gulden, Württemberg 8 Mill., Baden 6 Mill. und das Grossherzogthum Hessen 3 Mill. Gulden beitragen.

Nach diesen Dokumenten stellen sich Flächeninhalt und Bevölkerung des Preussischen Gebiets und seiner Bestandtheile folgendermaassen heraus:

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Artikel XV. Se. Majestät der König von Preussen tritt an Se. Königl. Hoheit den Grossherzog von Hessen und bei Rhein u. s. w. Behufs Herstellung territorialer Einheit in der Provinz Ober-Hessen folgende Gebietstheile mit allen Souverainetäts- und Domanialrechten ab: 1. den vormals Kur-Hessischen Distrikt Katzenberg mit

den Ortschaften Ohmes, Vockenrode, Ruhlkirchen,

Seibelsdorf; 2. das vormals Kur - Hessische Amt Nauheim mit den

sämmtlichen landesherrlichen Eigenthumsrechten und den in Nauheim befindlichen Bade-Anstalten und Sa. linen wie den Ortschaften Dorheim, Nauheim,

Schwalheim und Rödchen; 3. das östlich davon belegene vormals Nassauische Amt

Reichelsheim mit den Ortschaften Reichelsheim und

Dornassenheim; 4. die vormals Kur-Hessische Enklave Trais an der Lumda; 5. den vormals Kur-Hessischen, zwischen den Grossher

zoglich Hessischen Ortschaften Altenstadt und Bön

stadt belegenen Domanialwald-Distrikt; 6. die vormals Frankfurtischen Ortsbezirke Dortelweil

und Nieder-Erlenbach; 7. den vormals Kur-Hessischen Ortsbezirk Massenheim; 8. den vormals Nassauischen Ortsbezirk Harheim; 9. den vormals Kur-Hessischen, etwa 1700 Morgen um

fassenden Gebietstheil des Ortsbezirks Mittel-Gründau.

Diese Gebietstheile (zu 1 bis 9) treten in die Provinz Ober-Hessen und in die für dieselbe geltenden staatsrechtlichen Verhältnisse (Artikel XIII) ein. Nächstdem wird der auf dem linken Main - Ufer gelegene vormals Kur-Hessische Gebietstheil mit dem Orte Rumpenheim ebenfalls an Se. Königl. Hoheit mit allen Souverainetäts- und Domanialrechten abgetreten. Die betreffenden Grenz-Beschreibungen liegen bei.

Zusatz 8. In Bezug auf das Preussen zustehende und ihm ausschliesslich verbleibende Besatzungsrecht in Mainz werden die bisher zwischen dem Bunde und der TerritorialRegierung maassgebend gewesenen Bestimmungen auf das Verhältniss zwischen Preussen und der Territorial-Regierung Anwendung finden.

Zusatz 10. Die Grossherzogl. Hessische Regierung erklärt sich bereit, mit der Königlich Preussischen Regierung wegen Abtretung der Verwaltung und des Betriebs der im Grossherzogl. Gebiete belegenen Strecke der Main-WeserBahn in Verhandlung zu treten, wobei von dem Grundsatz ausgegangen werden soll, dass der gesammte Reinertrag der gedachten Strecke an die Grossherzogl. Regierung unverkürzt jährlich abgeliefert werden wird. Auf jeden Fall verpflichtet sich die Grossherzogl. Regierung, die Verwaltung und den Betrieb der im Grossherzogl. Gebiet belegenen Strecke der Main - Weser - Bahn von der Kur - Hessischen Grenze bis Giessen nach obigem Grundsatz an Preussen abzutreten.

Das Preussische Gebiet.
D. QMin.

Bevölkerung am

3. Dezbr. 1864. Königreich Preussen vor 1866. Provinz Preussen

1179,027

3.014.595 Posen

525,444

1.523.729 Brandenburg

724,398

2.616.583 Pommern

574,832

1.437.375 Schlesien

731,197

3.510.706 Sachsen

458,191

2.043.975 Westfalen

366,628

1.666.581 Rheinland

486,633

3.346.195 5046,350 )

19.159.739 Hohenzollern'sche Lande .

21,16

64.958 Jade-Gebiet

0,25

1.573 Lauenburg

19

49.704 Preussische Besatzungen ausser Landes

28.869 5086,750

19.304.843 Königreich Hannover. Landdrostei Hannover

106,681

381.230 Hildesheim

82,306

372.014
Lüneburg
211,082

376.560
Stade
119,159

300.935
Osnabrück
113,729

266.025
Aurich.

54,476

193.607 Berghauptmannschaft Clausthal 11,289

33.121 698,722

1.923.492 Kurfürstenthum Hessen. Provinz Nieder-Hessen mit Schaumburg

80,672

362.362 Ober-Hessen

35,385

119.598
Fulda mit Schmal-
kalden

33,385

137.636 Hanau

24,663

125.467 174,105

745.063

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1) Die Areal-Angaben für die acht Provinzen von Preussen sind Resultat der Grundsteuer - Vermessungsarbeiten und müssen bis auf Weiteres als die genauesten angenommen werden. Die bisherige offizielle Annahme (5082,57 QMeilen) beruhte auf einer Kartenberechnung und die grosse Differenz erklärt sich zum Theil durch die vollständigere Landesaufnahme, zum Theil dadurch, dass bei der Grundsteuer-Vermessung die Quadrat-Meile nach der Bessel'schen Bestimmung zu 21566,028 Morgen angenommen wurde, während die bisherigen statistischen Nachrichten von Quadrat-Meilen zu 21490,345 Morgen ausgegangen waren. Es war also ein falscher Reduktionsfaktor angewendet worden. Eine ganz zuverlässige Feststellung des Flächeninhalts des Preussischen Staats wird indessen erst von der Beendigung der durch den Grossen Generalstab auszuführenden Triangulations - Arbeiten zu erwarten sein. (Siehe Engel in Zeitschrift des Königl. Preuss. Statistischen Bureau's, 1866,

Nr. 1-3.)

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425

bleiben. Herzogthum Nassau Davon an das Grossherzogth. Hessen abgetreten 3):

Amt Reichelsheim
Ortsbezirk Harheim.

D. QMin. Bevölkerung am

3. Dezbr. 1864.
Vom Grossherzogthum Hessen an
Preussen abgetreten "):
Landgrafschaft Hessen-Homburg
Amt Homburg

1,52

13.622 Amt Meisenheim

3,48

13.752
5,00

27.374
Hess. Morgen
Kreis Vöhl (Herrsch. Itter) 54.634 2,481

5.810
Kreis Biedenkopf 242.532 11,012 33.325
Vom Kreis Giessen:
Gemeinde Krumbach 2.064 0,094

290
Fellingshausen
mit i Bieber 2.377 0,108

725
Frankenbach 3.957 0,180
Hermannstein 3.872 0,176

723
Königsberg mit
Hof Haina 5.375 0,245

535
Naunheim 3.142 0,143

794
Rodheim mit
Bieber 3.277 0,149

989
Waldgirmes 3.978 0,181

875
Vom Kreis Vilbel:
Gemeinde Nieder-Ursel

Hess. Antheils (Orts-
bezirk) ?)
1.299 0,059

475
Gemeinde Rödelheim 1.994 0,091

2.762 328.501 14,915

47.728 19,915

75.102 Das Preussische Gebiet im J, 1866 6395,465 23.590.543 Zuwachs im J. 1866

1308,715 4.285.700

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bleiben. Freie Stadt Frankfurt.

Stadt Frankfurt a. M.
Landgebiet

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Davon an das Grossherzogth. Hessen abgetreten: Ortsbezirk Dortelweil

Nieder-Erlenbach

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bleiben. Herzogthümer Schleswig-Holstein. Herzogthum Schleswig

Holstein

165,4 406.486 155

554.510 320,4 960.9964)

Von Bayern an Preussen abgetreten:

Enklave Caulsdorf
Bezirksamt Gersfeld.
Landgericht Orb (ohne Aura)

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?) Das Areal der von Kur-Hessen und Frankfurt an das Grossherzogthum Hessen abgetretenen Gebietstheile wurde von uns auf den betreffenden Generalstabs-Karten planimetrisch berechnet, mit Ausnahme des Gebietstheiles von Mittel-Gründau, dessen Flächeninhalt im Vertrag selbst auf 1700 Morgen angegeben war.

2) Auf der Kur-Hessischen Generalstabs-Karte „Erbstädter Wald" genannt.

3) Das Amt Reichelsheim hat 4898,69, Harheim 1909,4 Morgen (1 Morgen = 25 Ares).

4) Die Zählung von 1864 ist noch nicht amtlich publicirt. Die obigen Zahlen überschickte 1865 Herr Rathlev, Bureauchef in der Hzgl. Holstein'schen Landesregierung, an den „Gothaischen Hofkalender". Dagegen zog kürzlich Herr L. Friederichsen in Kiel für uns die Hauptzahlen aus den Census-Akten aus und theilte uns dieselben in folgender Weise mit:

Ortsanwesende Bevölkerungszahl
Bevölkerung. für die Zollvereins-

abrechnung. Städte Schleswigs

70.006

70.136 Flecken Schleswigs

12.306

12.394
Ämter, Landschaften und adelige
Güter Schleswigs .

323.057

323.507 Herzogthum Schleswig 405.369

406.037 Städte Holsteins .

119.732

120.089 Flecken Holsteins

63.745

63.974 Ämter und Landschaften Holsteins 232.399

232.822 Adelige Distrikte Holsteins

137.334

137.384 Herzogthum Holstein 553.210

554.269 Schleswig-Holstein

958.579

960.306 5) Nach unserer planimetrischen Berechnung. Das ganze Landgericht Orb hat 3,95 QMeilen („Bavaria”, 4. Bd., Tabelle zu S. 123).

6) „Bavaria", 4. Bd., Tabelle zu S. 123.

Im Angesicht der bedeutenden Erweiterung, welche das Preussische Gebiet so eben erfahren hat, ist es von Interesse, auf das bisherige Wachsthum des Staates einen Rückblick zu werfen. Nach Dieterici's „Handbuch des Preussischen Staates” (Berlin 1861) hatte Preussen unter Kurfürst gest. D. QMin.

erworben Friedrich I. 1440 535 (Bestand: Mark Brandenburg, Anspach

und Baireuth.) Friedrich II. 1471 726 Neumark, Theil der Uckermark u. 8. w. Albrecht Achill 1486 768 Crossen, Züllichau, Sommerfeld u. s. w. Johann Cicero 1499 660 Zossen (Anspach und Baireuth ab). Joachim I. 1535 693 Ruppin. Joachim II. 1571 693 Johann Georg 1598 716 Beeskow und Storkow. Joachim Friedr. 1608 716 Joh. Sigismund 1619 1472 Cleve, Ravensberg, Mark mit Limburg,

Ost-Preussen. Georg Wilhelm 1640 1472 Friedr. Wilhelm 1688 2013 Hinter - Pommern, Magdeburg, Halber

stadt u. 8. W., Minden, Schwiebus. König Friedrich I. . 1713 2044 Mörs , Lingen, Tecklenburg, Neufchatel. Fr. Wilhelm I. 1740 2160 Geldern, Vorpommern. Friedrich II. , 1786 3540 Schlesien, Ost-Friesland, West-Preussen. Fr. Wilhelm II, 1797 5552 Anspach u. Baireuth, Polnisches Gebiet. Fr. Wilhelm III. 1840 im J. 1806 5725 Erfurt, Eichsfeld, Mühlhausen, Hildes

heim, Paderborn, Münster, Quedlinburg,

Essen und Werden. im J. 1807 2870 (2855 QMeilen im Tilsiter Fr. abgetreten.) im J. 1815 5050

im J. 1834 5060,5 Fürstenthum Lichtenberg. Fr. Wilhelm IV. 1861 5067,75 Hohenzollern und Jade - Gebiet (Neuf

chatel ab). 1) Von der Centralstelle für Landes-Statistik in Darmstadt gütigst mitgetheilt. — Die unfern Nieder-Ursel im vormals Nassauischen Gebiet gelegene Grossherzogl. Hessische Enklave Steinbach (1332 Morgen mit 584 Einwohnern) ist auffallender Weise nicht unter den abgetretenen Gebietstheilen genannt. — 2) Die ganze Gemarkung Nieder-Ursel Hessischen Antheils enthält 1675 Morgen.

.

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9

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9

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21,51

König
D. QMin.
erworben

Was die Nationalität der Bevölkerung anlangt, so zählte Wilhelm I. im J. 1865 5086,75 Lauenburg.

Preussen im Jahre 1861 unter 18.491.220 Bewohnern im J. 1866 6395,465 Schleswig-Holstein, Hannover, Kur-Hessen,

2.504.179 nicht Deutsch Redende, oder 13,6 Prozent. In Nassau, Frankfurt, Bayerische u. Grosshrzgl. Hessische Gebietstheile.

den neu hinzugekommenen Gebieten machen die NichtÜber das Anwachsen der Bevölkerung haben wir aus Deutschen nur einen sehr kleinen Bruchtheil aus, sie sind früheren Jahren nur einzelne Schätzungen '), wogegen seit

aber nicht überall bei den Zählungen besonders aufgezeich1816 die regelmässig wiederholten Zählungen vollständigen

net, namentlich kennt man die Zahl der nicht Deutschen Aufschluss geben. Danach betrug die Bevölkerung Preussens im Jahre 1688.

circa 1.500.000 Seelen 745 auf 1 QMeile. Bevölkerung im nördlichen Schleswig, deren Ausscheiden 1713.

1.650.000
807

aus dem Preussischen Staatsverband vorbehalten wurde, bis 1740.

2.240.000 1037
1786 .
5.430.000 1534

jetzt nicht.
1797.
8.687.000 1565

Vollständiger ist man über die Scheidung der Bevöl1807

4.000.000 1394
1816.
10.402.631 2060

kerung nach dem Religionsbekenntniss unterrichtet 2). Von
1819
11.033.505 2185

der Gesammt-Bevölkerung sind
1822
11.715.007 2320

Evangelische Röm.-Katho. anderen Kon.
1825.
12.308.948 2437

lische fessionen An1828 12.780.059 2531

gehörige 1831 13.093.040 2593

im bisherigen Königreich Preussen 60,23 Proz. 36,81 Proz. 2,96 Proz.
1834
13.566.000 2681
in den Hohenzollern'schen Landen 1,89 96,31

1,80
1837.
14.157.573 2798

im Jade-Gebiet.

84,74

7,06 8,20
1840.
14.991.241 2962

in Lauenburg

99,91

0,06 0,03
1843.
15.536.053 3070

99,26
in Schleswig-Holstein

0,20 0,54
1846.
16.181.185 3198

in Hannover.

87,49 11,75 0,76
1849
16.331.187 3227

in Kur-Hessen

82,82 14,58

2,60
1852 .
16.935.420 3333

in Nassau

52,11

46,27 1,62
1855
17.202.831 3385

in Frankfurt

69,87

8,62
1858
17.739.913 3500

in Hessen-Homburg

77,70 18,08 4,22
1861
18.491.220 3649

in den vom Grossherzogthum
1864
19.304.843 3795
Hessen abgetretenen Gebieten 94,96 1,78

3,26
einschl. der neuesten
Erwerbungen 23.590.543 3689

im jetzigen Preussischen Gebiet 64,64 Proz. 32,71 Proz. 2,65 Proz.
Statistische Übersicht des Nord - Deutschen Bundes.
Staaten.

D. QMin. Bewohner 1864. Evangel. Röm.-Kathol. Andere Konf.
Preussisches Gebiet

6395,465 23.590.543 64,64 Proz. 32,71 Proz. 2,65 Proz.
271,88 2.343.994 97,77

2,03
Königreich Sachsen

0,20

244,12 Grosshrzgth. Mecklenburg-Schwerin

552.6123) 99,28

0,15

0,57 Mecklenburg-Strelitz

49,49 99.060 4) 99,36

0,12

0,52 Oldenburg

114,25 301.812 74,96 24,18 0,86
Sachsen-Weimar

66,03
280.201 96,02

3,54 0,44
Herzogthum Braunschweig 5)

• 67,022 292.708

98,65

0,94 0,41 Anhalt

48,28 193.046

97,70

0,98 1,82
Sachsen-Meiningen

44,97
178.065
98,33

0,62 1,05
Sachsen-Coburg u. Gotha

35,73 164.527 99,31

0,58 0,11 Sachsen-Altenburg

24,00 141.839

99,77

0,22

0,01 Fürstenthum Lippe-Detmold

20,6 111.336

96,64

2,29 1,07
Waldeck

20,36
59.143 96,44

1,97 1,59
Schwarzburg-Rudolstadt

17,58

73.752
99,64

0,15 0,21
Schwarzburg-Sondershausen

15,63 66.189

99,59

0,15

0,26
Reuss jüngere Linie

15,06
86.472

0,30
Schaumburg-Lippe

8,05

31.382
98,73

0,82 0,95
Reuss ältere Linie

6,8
43.924 99,70

0,30
Freie Stadt Hamburg .

6,39 229.941 %) 94,81

1,74 3,45 Lübeck

5,98 50.614 98,50

0,52 0,98 Bremen

3,5 104.066 98,51

1,44 0,05
Provinz Ober-Hessen des Grosshrzgth. Hessen im jetzigen Bestand

59,65
225.696 90,49

6,35

3,16 Die 22 Staaten des Bundes ?)

7540,787 29.220.862 70,78 Proz. 26,95 Proz. 2,27 Proz. 1) Siehe Prof. Eiselen, „Der Preussische Staat”, Berlin 1862. — 2) Nur für die von Bayern an Preussen abgetretenen Gebietstheile liegen keine Ermittelungen aus neuerer Zeit vor. 3) Im Herbst 1865 zählte das Grossherzogthum 551.966 Bewohner 4) Im J. 1860. 5) Einschliesslich des Kommunion-Besitzes mit Hannover (Bergamt Goslar), 680 Seelen, die im J. 1864 mit Braunschweig gezählt wurden. 6) Im Jahre 1860. ) Die nicht zum Nord-Deutschen Bund gehörenden, bis auf Weiteres nur durch den Zollverein mit ihm verbundenen Süd-Deutschen Staaten sind:

D. QMin. Bewohner 1864 Evangel. Kathol. Andere Konf. Königreich Bayern ohne die an Preussen abgetretenen Distrikte

1380,18 4.774.464 28,15 70,36 1,49 Königreich Württemberg

354,28 1.748.328 68,66 30,53

0,81 Grossherzogthum Baden

278,064 1.429.199 32,94 65,12 1,94 Grossherzogthum Hessen ausserhalb des Nord-Deutschen Bundes

79,545 564.475 58,30 37,48 4,27 Fürstenthum Liechtenstein (1861)

7.994

100
Süd-Deutsche Staaten

8.524.460
39,32 59,07

1,61

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2,90 2094,969

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Dem Flächeninhalt nach nimmt unter den Europäischen
Staaten Preussen den 7., der Nord - Deutsche Bund den
6. Rang ein, der Bewohnerzahl nach Preussen den 7., der
Nord-Deutsche Bund den 5. Rang, denn es haben

D. QMin.
Das Europäische Russland

90.135
Schweden und Norwegen

13.825 Österreich (ohne Venetien)

11.305 Frankreich

9.850 Spanien

9.200 Der Nord-Deutsche Bund

7.541 Preussen

6.395 Die Europäische Türkei (ohne die Schutz-Staaten) 6.176 Gross-Britannien und Irland

5.762 Königreich Italien (mit Venetien)

5.166

Bewohner
Das Europäische Russland (1864)

61.061.801
Frankreich (1861)

37.472.732 Österreich ohne Venetien (1857)

32.572.932 Gross-Britannien und Irland (1861)

29.321.079 Der Nord-Deutsche Bund (1864)

29.220.968 Königreich Italien mit Venetien (1861) 24.223.390 Preussen (1864)

23.590.648 Spanien (1864).

16.302.625 Die Europ Türkei, ohne die Schutz-St. (1844) 10.586.000 Schweden und Norwegen (1865)

5.814.386 Die künftige Armee - Stärke Preussens und des NordDeutschen Bundes wird sich nach den erst zu treffenden militärischen Einrichtungen richten und lässt sich noch nicht berechnen, dagegen lässt sich bereits erkennen, welche be

deutende Rolle die Handels - Marine des Bundes auf den
Gewässern der ganzen Erde spielen wird, zumal unter dem
Schutze einer rasch wachsenden Preussischen Kriegsflotte.

Handels - Marine.
Staaten.

Ende des Jahres Seeschiffe Tonnen à 2000 Pf.
Preussen vor 1866 1864

1665

382.394 Hannover

1863

924

123.378 Schleswig-Holstein 1862

2637

151.767 Preussen

5226

657.539 Mecklenburg-Schwerin 1864

418

151.992 Oldenburg

1864
650

66.678 Hamburg

1864

530

238.140 Bremen

1864

298

206.800 Lübeck

1864

45

15.570 Nord-Deutscher Bund

7167

1.336.719 Schon jetzt übertrifft die Nord-Deutsche Handels-Marine an Tonnengehalt die Marinen aller Staaten der Erde mit Ausnahme von England und Nord-Amerika. Es haben nämlich nach den offiziellen Angaben des „Gothaischen Hofkalenders"

Seeschiffe Tonnen å 2000 Pf. Gross-Britannien und Irland (1864) 28.632

5.328.073 Verein. Staaten von Nord-Amerika (1863) ?

5.126.081 Der Nord-Deutsche Bund (1864)

7.167

1.336.719 Frankreich (1863)

15.092

985.235 Italien mit Venetien (1862)

17.911

718.561 Preussen

5.226

657.539 Niederlande (1863)

2.231

510.152 Österreich ohne Venetien (1863)

8.132

300.525

Geographische Notizen.
E. v. Fellenberg's Besteigung des Mönch

takt-Verhältnisse eben so interessant als überraschend sind. von der Wengern-Alp aus.

Die Fundstätte der Wetterhorn-Ammoniten dicht unter dem „Ich bin" (schreibt E. v. Fellenberg vom 11. Aug. 1866) Gipfel in 11.200 F. Höhe, welche vorigen Herbst Herr „seit 4 Wochen in den Alpen gewesen, aber gründlich Plantamour von Genf bei der Besteigung dieses Berges aufheimgeregnet worden. Die schönste Expedition, die mir gefunden hatte, war leider noch vergletschert und möchte gelungen, ist die Ersteigung des Mönch von der Nordseite nur in sehr schneefreien Sommern, wie der vorjährige war, (Wengern-Alp) her, eine der allerschwierigsten Touren, die blossgestellt werden. Ich hatte magere geologische Ausbeute. ausführbar sind.

Die

ganze Besteigung hat 3 Bivouacs Vom Wetterhorn - Gipfel weg überstieg ich das Mittelhorn, erfordert, da ich mit meinen Führern den ersten Tag nur umging das Rosenhorn und stieg denselben Tag über das eine Rekognoscirung ziemlich weit hinauf unternehmen Berglijoch (Schneesattel zwischen Berglistock und Rosenhorn) und erst den folgenden Tag (13. Juli) über Hunderte ins Eis und den Gauli-Gletscher herunter ins Urbachthal nach der zum Voraus gehackter Stufen nach zwölfstündiger Arbeit Urnen-Alp. In der Urnen-Alp wieder eingeregnet und einAbends um 32 Uhr den Gipfel erreichen konnte. Das dritte geschneit musste ich thalauswärts und erst in der vierten Bivouac wurde an der Südseite des Berges über dem Jungfrau- Woche gelang mir von der Schwarzwald-Alp aus die erste Firn in einer Felswand bezogen und die Rückkehr nach Ersteigung des Wallhorns. Dieser ganz innerhalb des HochGrindelwald über das Mönchjoch bewerkstelligt. Diese Tour gebirgkalkes gelegene Gipfel bietet keine ungewöhnlichen war in geologischer Beziehung höchst interessant, indem Schwierigkeiten dar, wohl aber der obere Absturz des Rosenmir die Kontakt - Verhältnisse zwischen der Kalkformation laui-Gletschers, der furchtbar zerklüftet ist. Auch auf und (alpine Jura-Bildungen) und krystallinischen Schiefern (Gneis) am Wallhorn fanden sich zahlreiche Belemniten. Seither war sehr klar und in die einzelnsten Details deutlich wurden. das Wetter gründlich schlecht, immer Regen und in der In einer Höhe von 9500 bis 10.000 Fuss fand ich noch im Höhe eine Unmasse frischen Schnee's machen alle GletscherKalkstein (Hochalpenkalk) schlecht erhaltene Ammoniten und fahrten für den Augenblick unmöglich. Überhaupt liegt eine Belemniten, die noch näher, wenn bestimmbar, bestimmt ungeheure Masse Schnee's (meist Frühlingsschnee und fri*werden müssen. Durch eine ganze Woche schlechten Wet- scher) im Hochgebirge und der regnerische und kaltfeuchte ters in Grindelwald zurückgehalten unternahm ich in der Sommer ist so ungünstig und unbeständig als möglich. Für dritten Woche die Besteigung des Wetterhorns, wo die Kon- den Augenblick ruhen die Waffen; was ich noch im SepPetermann's Geogr. Mittheilungen. 1866, Heft IX.

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