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und die Bivouacs einer so grossen Truppe erstrecken sich über ein -weites Terrain. Der Tag begann allmählich zu grauen, aber mit dem ersten Sonnenblick kam ein dichter Nebelregen, welcher bis zum Nachmittag anhielt. Der Wind erhob sich und wurde den Soldaten empfindlich kalt, denn sie waren an Schlaf und Nahrung zu kurz gekommen.

Bei Tagesanbruch hatten die Truppen ihre Positionen zum Angriff eingenommen. Die Hauptmasse der Armee war zu Milowitz, einem Dorfe auf dem Wege von Horzitz nach Königgrätz, die 7. Division unter General Franseck}' war zu Cerekwitz auf der Linken und die 4. und 5. Division in den Dörfern Brschischtan und Pschanek auf der Kechten, während General Herwarth v. Bittenfeld mit dem 8. und einem Theile des 7. Armeecorps nach Neu-Bidschow auf die äusserste Rechte gesandt wurde, etwa 3£ Stunden von Milowitz. Etwa um 4 Uhr begann die Armee zu avanciren und marschirte langsam das leicht steigende Gelände hinauf, welches von Milowitz nach dem Dorfe Dub führt, 1 Stunde weiter gegen Königgrätz hin. Das Getreide lag nass und vom Regen niedergedrückt auf dem Boden. Die vorschwärmenden Tirailleurs kamen behend hindurch, aber die in geschlossenen Kolonnen folgenden Truppen marschirten mit Mühe über die niedergetretenen Ernten und die Bespannung der Artillerie hatte tüchtig zu arbeiten, um die Räder der Geschütze durch den weichen, klebrigen Boden zu schleppen. Um 6 Uhr war die ganze Armee nahe an Dub herangekommen, aber es wurde nicht erlaubt, den Gipfel der Abdachung zu ersteigen, denn der Höhenzug, worauf Dub steht, hatte alle ihre Bewegungen verdeckt und die Österreicher konnten Nichts von den Truppen sehen, welche hinter dem Gipfel aufmarschirten, ja sie konnten glauben, dass von den Preussen höchstens nur die gewöhnlichen Vorposten nahe wären, denn die Kavalerie-Vedetten, welche über Nacht vorgeschoben waren, blieben auf dem Gipfel der Hügelkette ruhig stehen, als ob hinter ihnen weiter gar Nichts vorfiele. Von dem Gipfel der leichten Erhöhung, worauf Dub steht, senkt sich das Terrain sanft herunter zu dem Flüsschen Bistritz, welches den Weg in dem Dorfe Sadowa überschreitet, eine starke halbe Stunde von Dub. Von Sadowa hebt sich das Terrain wieder jenseit der Bistritz und gegen das Dorf Lipa hin, welches durch seinen Kirchthurm bemerklich wird, der auf einem leichten Hügel steht, etwa f Stunden von Sadowa. Wer diesen Morgen auf dem Gipfel des Höhenzuges gestanden, hätte Sadowa abwärts liegen sehen mit seinen hölzernen Bauernhäusern zwischen Baumgärten und mehreren Wassermühlen darunter. Aber diese arbeiteten nicht, denn alle Einwohner waren ausgetrieben worden und die weissen Röcke hie und da zwischen den Häusern waren nicht Kittel Böhmischer Bauern, sondern Österreichische Uniformen. Eine gute Viertelstunde abwärts an der Bistritz steht ein grosses rothes Ziegelgebäude mit einem Schornstein, welches wie eine Fabrik aussieht, und hölzerne Gebäude daneben sind unzweifelhaft Magazine; nahe dabei bilden einige hölzerne Hütten, vermuthlich die Wohnungen der Arbeiter jener Fabrik, das Dörfchen Dohalitz. Eine halbe Stunde noch weiter abwärts an der Bistritz hegt das Dorf Mokrowaus '),

') In den Berichten Uber die Schlacht immer Mekrowans genannt, aber nach allen offiziellen Karten heisst der Ort Mokrowaus oder MokrowoM. A. P.

wie die meisten Böhmischen Dörfer aus tannenhölzernen Hütten bestehend, die in Baumgärten versteckt liegen. Das Schloss Dohalitschka steht etwa in der Mitte des Weges zwischen Dohalitz und Mokrowaus auf einem Hügel über dem Flusse. Hinter Dohalitz und zwischen diesem -Dorfe und der Heerstrasse, welche durch Sadowa geht, liegt ein grosses dichtes Gehölz; viele Bäume desselben waren abgehauen bis etwa 10 Fuss über dem Boden und die abgehauenen Zweige waren zwischen die stehenden Baumstumpfe geflochten, welche dem Flusse am nächsten waren, um das Eindringen in das Gehölz möglichst schwierig zu machen. Auf der offenen Abdachung zwischen Dohalitz und Dohalitschka schien eine dunkle Linie von einzelnen Büschen hinzulaufen, aber das Teleskop zeigte, dass diess Kanonen waren und dass diese Batterie allein zwölf Stück enthielt. Linkshin die Bistritz hinauf war das Terrain offen zwischen den Baumgärten von Sadowa und den Bäumen, welche um Benatek wachsen — ein Dörfchen, etwa % Stunden oberhalb Sadowa, welches den rechten Flügel der Österreicher bezeichnete —, ausser wo mitten zwischen diesen Dörfern sich ein breiter Streifen vou Tannengehölz auf etwa 20 Minuten erstreckt. Die Luft war trüb und nebelig, der Regen fiel beständig und der Wind blies bitterlich kalt, während die Infanterie und Artillerie, hinter den Hügeln von Dub wartend, still stand. Um 7 Uhr warf Prinz Friedrich Karl seine Kavalerie und reitende Artillerie vorwärts. Sie marschirten gegen die Bistritz hinab in leichtem Trabe und hielten aufs Schönste ihre Linie, obgleich auf dem feuchten Boden oft gleitend. Am Fusse der Höhe angelangt ertönten die Trompeten und indem 6ie ihre Bewegungen machten, um die Brücke zu gewinnen, schwenkten die Schwadronen längs des Flusses herum, als wollten sie das feindliche Feuer herausfordern. Dann eröffneten die Österreicher das Feuer von einer Batterie in einem Felde nächst dem Dorfe, wo die Hauptstrasse über die Bistritz geht, und die Schlacht von Sadowa begann.

Der erste Schuss fiel etwa um 7£ Uhr. Die Preussische reitende Artillerie unten nahe am Fluss antwortete den Österreichischen Kanonen, aber keine Seite feuerte heftig und während einer halben Stunde bestand die Kanonade nur aus einzelnen Schüssen. Um 7| Uhr erschien der König von Preussen auf dem Schlachtfeld, bald darauf wurde die reitende Artillerie durch andere Feldbatterien verstärkt und die Prcussischen Kanonen begannen ihre Granaten schneller in die Österreichischen Reihen zu entsenden. Aber sobald das Preussische Feuer lebhafter wurde, schienen Österreichische Kanonen wie durch Zauberei auf allen Punkten der Position zu erscheinen; von jeder Strasse, von jedem Dorfe, aus den Baumgärten von Mokrowaus auf der Preussischen Rechten bis zu den Baumgärten von Benatek auf ihrer Linken blitzten sie auf und sandten ihre sausenden Granaten, welche mit lautem Knalle platzend ihre Splitter rasselnd zwischen die Kanonen, Kanoniere, Fuhrwerke und Pferde schleuderten, häufig einen Mann oder ein Pferd tödtend, manchmal eine Kanone demontirend, aber immer den Boden aufwühlend und die Erde den Leuten ins Gesicht werfend. Aber die Österreicher feuerten nicht allein auf die Artillerie, sondern sie warfen ihre Granaten auch aufwärts gegen Dub und Eine Granate schlug direkt in eine Abtheilung Uhlanen ein, welche in der Nähe des Königs hielt, wühlte sich tief in die Erde, warf eine Säule von Schlamm etwa 20 Fuss hoch empor und erschlug platzend vier Glieder der Schwadron.

Sobald die Kanonade in der Fronte ernsthaft wurde, begann die Spitze der 7. Division das Dorf Benatek auf der Österreichischen Rechten zu bombardiren. Die Osterreicher erwiderten Schuss um Schuss und keine Seite gewann oder verlor an Terrain. Auch im Centrum blieb die Schlacht sich gleich. Die Preussen brachten Batterie nach Batterie ins Gefecht 'und gaben ein entsetzliches Feuer auf die Österreichischen Geschütze, aber diese gaben es zurück und manchmal mit Zinsen, denn die Österreichischen Artillerie-Offiziere kannten ihr Terrain und viele Pferde wurden getödtet oder verwundet. Krankenträger wurden hin abgesandt zu den Batterien und kamen jeden Augenblick zurück mit Verwundeten, welche, unten im Feuer eilig nothdürftig verbunden, zu betäubt schienen, um grosse Schmerzen zu fühlen.

Allmählich schien die Preussische Kanonade stärker zu werden und die Österreichischen Batterien zwischen Dohalitschka und Dohalitz zogen sich, höher den Berg hinauf zurück, aber die Kanonen von Mokrowaus standen noch fest und die Preussen hatten die Bistritz noch nicht überschritten. Aber viele Geschütze wurden jetzt gegen Mokrowaus gewandt und um 10 Uhr war die dortige Batterie ebenfalls genöthigt, etwas zu retiriren.

Während dieser Kanonade hatte sich ein Theil der Infanterie gegen den Fluss hinunter bewegt, wo sie in einer Einsenkung des Terrains Deckung gegen das Feuer nahm. Die 8. Division kam links von dem Strassendamm heran und formirte unter dem Schutze einer Erhebung des Bodens ihre Kolonnen zum Angriff auf das Dorf Sadowa, während die 3. und 4. Division rechts von der Strasse sich vorbereiteten, Dohalitz und Mokrowaus zu stürmen. Aber ein wenig zuvor, ehe ihre Vorbereitungen vollendet waren, fing das Dorf Benatek auf der Rechten der Österreicher Feuer und die 7. Division machte einen Anlauf, um sich desselben zu versichern; aber die Österreicher liessen sich durch die Flammen nicht vertreiben und hier kam es zum ersten Mal in der Schlacht zum Handgemenge. Das 27. Regiment führte den Angriff und stürmte in die Baumgärten des Dorfes, die brennenden Häuser trennten die Kämpfenden, sie gaben Salve nach Salve gegen einander durch die Flammen, aber die Preussen fanden einen "Weg, um die brennenden Häuser herum zu gelangen, und die Feinde im Rücken nehmend zwangen sie dieselben zum Rückzug mit dem Verlust von vielen Gefangenen.

Es war 10 Uhr, als Prinz Friedrich Karl den General v. Stülpnagel absandte, um den Angriff auf Sadowa, Dohalitz und Mokrowaus anzuordnen. Die Kolonnen avancirten unter dem Vorgang von Tirailleurs und erreichten das Flussufer ohne vielen Verlust. Aber von da an mussten sie jeden Zoll ihres Weges erkämpfen. Die Österreichische Infanterie hielt das Dorf und die Brücke in Besitz und feuerte auf sie, wie sie herankamen. Die Preussen konnten nur langsam avanciren auf den engen Wegen und gegen die Vertheidigung der Häuser und die Salven fegten durch die Glieder und schienen die Soldaten zu Boden zu reissen. Die Preussen feuerten viel schneller als die Österreicher, aber sie konnten nicht sehen, um ihr Ziel zu fassen, die

Häuser, Bäume und der Rauch von dem feindlichen Feuer verdeckten Alles. Gedeckt durch alles diess feuerten die Österreichischen Jäger blindlings dahin, wo sie den Feind kommen härten, und ihre Schüsse wirkten schrecklich in den geschlossenen Gliedern der Preussen. Aber die letzteren verbesserten allmählich ihre Position; wenn auch langsam, durch die Kraft des Muthes und der Ausdauer drangen sie endlich durch, obgleich sie auf jedem Schritt Verluste erlitten und auf einigen Stellen den Boden wirklich mit ihren Gefallenen bedeckten. Dann, um der Infanterie zu helfen, wandte die Preussische Artillerie ihr Feuer, ohne die feindlichen Batterien weiter zu beachten, J gegen das Dorf und richtete schreckliche Zerstörung unter den Häusern desselben an. Mokrowaus und Dohalitz geriethen beide in Brand und die Granaten fielen schnell und mit schrecklicher Wirkung unter die Vertheidiger der brennenden Dörfer. Die Österreichischen Geschütze arbeiteten ebenfalls gegen die angreifende Infanterie, aber zu dieser Zeit war diese bereits dagegen gedeckt durch die dazwischen liegenden Häuser und Bäume.

In und um die Dörfer dauerte das Gefecht während beinahe einer Stunde, dann zog sich die Österreichische Infanterie, durch einen Anlauf der Preussen vertrieben, etwas gegen die Höhe hinauf, in Eine Linie mit ihren Batterien. Das Gehölz über Sadowa wurde tapfer behauptet und das zwischen Sadowa und Benatek, voll von Schützen, hemmte den Fortschritt der 7. Division. Aber General Fransecky, welcher diese Division kommandirte, war nicht leicht aufzuhalten, er sandte seine Infanterie gegen das Gehölz und wandte seine Artillerie gegen die Österreichischen Batterien; die 7. Division begann ein Feuer gegen das Gehölz, konnte aber damit keinen Eindruck hervorbringen, da der Feind hinter den Bäumen gedeckt war; dann aber ging sie mit dem Bajonnet drauf. Die Österreicher wollten nicht weichen, sondern erwarteten das Handgemenge und in dem Gehölze über Benatek wurde einer der heftigsten Kämpfe ausgefochten, welche je ein Krieg gesehen hat. Das 27. Preussische Regiment ging mit etwa 3000 Mann und 90 Offizieren hinein und kam auf der anderen Seite heraus mit nur 2 Offizieren und etwa 3- oder 400 Mann auf den Beinen, alle übrigen waren todt oder verwundet. Auch die anderen Regimenter haben viel gelitten, doch nicht in gleichem Maasse, aber das Gehölz war genommen. Die ÖsterI reichische Linie war nun auf beiden Flanken zurückgeschlagen, aber ihr Commandeur bildete eine neue Schlachtlinie etwas höher an den Hügeln hinauf um Lipa und immer noch das Gehölz behauptend, welches oberhalb Sadowa liegt.

Dann wurde die Preussische Artillerie über die Bistritz gesandt und begann auf die neue Aufstellung der Österreicher zu feuern.

Zu derselben Zeit wurde v. Rauch von General Herwarth's Avant-Garde allmählich gegen die Österreichische Linke vorgehen gesehen, denn sie hatte in Nechanitz, einem Dorfe 2J Stunden abwärts von Sadowa an der Bistritz, eine Brigade von Sächsischen Truppen angetroffen mit einiger Österreichischer Kavalerie, und trieb sie gegen die Position von Lipa, indem er in solcher Richtung folgte, dass es schien, als ob er die linke Flanke der Österreicher umgehen würde. Aber der Österreichische Commandeur schien entschlossen, seine Position zu behaupten, und schwere Massen von Infanterie und Kavalerie waren auf dem Gipfel der Hügel zu sehen.

Die Preussische Infanterie, welche die Dörfer Sadowa und Dohalitz genommen hatte, wurde nun gegen das Gehölz gesandt, welches über diesen Plätzen längs der Strasse von Sadowa und Lipa hinläuft; sie ging gegen dasselbe vor, aber ihr Feuer hatte keine Wirkung, da die Österreicher hinter den Bäumen gedeckt waren; auch feuerte eine ganze Batterie vom anderen Ende des Holzes zwischen den Bäumen her auf die Preus'sen und mit schrecklicher Wirkung. Aber die Angreifer fochten fort, brachen endlich die Hindernisse des Einganges nieder und gingen dann darauf los. Das Gefecht ging von Baum zu Baum und die Österreicher machten manchen Anlauf, um die verlorene Position des Gehölzes wieder zu gewinnen, aber in diesem Handgemenge fielen ihre jungen Soldaten wie Kegel vor den starken Männern der achten Division; doch sobald die Vertheidiger sich etwas zurückzogen und ihre Artillerie in die Bäume spielte, litten die Preussen erschrecklich und etwa halbwegs aufwärts ins Holz kam das Gefecht zum Stehen.

Um diese Zeit führte die Österreichische Artillerie ein glänzendes Feuer aus und um 1 Uhr konnte die ganze Preussische Schlachtlinie keinen Boden mehr gewinnen und musste hart kämpfen, um nur die ein Mal gewonnene Position zu halten. Ein Mal schien es sogar, als ob sie dieselbe aufgeben würde, da ihre Kanonen durch das Österreichische Feuer demontirt waren, in dem Waldgrunde das Zündnadelgewehr keine freie Bahn fand und das Infanteriegefecht ganz gleich stand. Da schickte Prinz Friedrich Karl die 5.. und 6. Division vor, diese legten ihre Helme und Tornister ab und rückten an den Fluss vor. Der König war in der Nähe der Bistritz und die Truppen jubelten ihm laut zu, als sie in die Schlacht zogen. Sie gingen über die Sadowa-Brücke und verschwanden im Walde. Bald verrieth das stärker werdende Gewehrfeuer, dass das Gefecht begonnen hatte, aber die Österreichischen Kanoniere schleuderten Salve auf Salve zwischen sie hinein und sie brachten das Gefecht kaum einige 100 Schritt weiter vorwärts, denn sie fielen selbst zurück und konnten den Feind nicht erreichen. Nicht nur die Granatsplitter flogen unter sie hin, Tod und Wunden in ihre Beihen schmetternd, sondern auch die Äste und Splitter der Bäume, zerrissen von den Geschossen, flogen häufig umher und verursachten sogar noch schrecklichere Verwundungen.

Auch General Herwarth auf der Bechten schien gehemmt zu sein. Der Rauch seiner Geschütze, welcher bis dahin beständig avancirt hatte, stand für eine Zeit lang still. Fransecky's Leute konnten nicht vorgeschickt werden, um das Sadowaer Gehölz anzugreifen, denn sie würden sich ausgesetzt haben, von hinten her beschossen zu werden durch die Artillerie auf der Hechten der Österreichischen Linie vorwärts von Lipa. Alle Artillerie war engagirt, ausser acht Batterien, und diese mussten zurückgehalten werden für den Fall einer Niederlage, denn zu einer Zeit schien das Feuern im Sadowaer Gehölz und das der Preussischen Artillerie auf dem Abhänge beinahe, als ob es gegen die Bistritz zurückginge. Die erste Armee war jedenfalls gehemmt in ihrem Vormarsche, wenn nicht wirklich zurückgeschlagen; da begannen die Preussischen Generale ängstlich nach der Linken aufzuschauen, nach der Ankunft des Kron

prinzen. Einige Österreichische Kanonen sah man gegen die Preussische Linke feuern und man hoffte, sie möchten gegen die Vorhut der zweiten Armee gerichtet sein; aber um 3 Uhr war noch kein Anzeichen da, dass Preussische Kolonnen gegen Lipa vorrückten. Die Generale wurden ernstlich besorgt und zogen die Infanterie aus dem Gefechte; Kavalerie wurde ebenfalls zusammengezogen, so dass sie bereit war zum Verfolgen der Österreicher oder um deren Verfolgung aufzuhalten, und der General v. Voigts-Rhetz ging selbst, um nach der zweiten Armee zu sehen, aber er kehrte bald zurück und brachte die Nachricht, dass der Kronprinz seinen Angriff auf Lipa formire und dass die Kanonen auf der Österreichischen Rechten gegen seine Truppen gefeuert hätten. Dann fasste die erste Armee wieder frischen Muth, das Gehölz von Sadowa wurde genommen und die Batterie dahinter durch die Jäger erstürmt. Um 3j Uhr sah man des Kronprinzen Kolonnen sich über den Abhang gegen Lipa bewegen, denn seine Artillerie hatte die Österreichischen Geschütze zum Schweigen gebracht und General Herwarth drängte aufs Neue vorwärts gegen die Österreichische Linke. In einer Viertelstunde war des Kronprinzen Infanterie bei Lipa .engagirt und ihr schnelles Gewehrfeuer, rasch vorgehend, zeigte, dass die Österreicher in vollem Rückzüge waren. Die erste Armee ging sofort vor, die Artillerie protzte auf und galoppirte den Abhang hinauf, jede Gelegenheit benutzend, um ihre Granaten in die retirirenden Bataillone zu werfen. Prinz Friedrich Karl stellte sich selbst an die Spitze seines Regiments und sprengte über die Brücke von Sadowa und die Heerstrasse entlang, gefolgt von seiner ganzen leichten Kavalerie.

Als die Höhe des Abhanges von Lipa genommen war, sah man die retirirenden Bataillone der Österreicher durch eine Vertiefung des Terrains laufen, welche sich zwischen den Dörfern Lipa und Strscheschetitz erstreckt, welches letztere etwa % Stunden südlich liegt. Die Preussische Artillerie machte Halt auf der Höhe von Lipa und feuerte mit Granaten, welche mit schrecklicher Präcision über den Köpfen der Flüchtigen explodirten. Die Kavalerie flog zur Verfolgung, aber der Prinz, nachdem er diese eine kurze Zeit gefuhrt hatte, musste die allgemeine Leitung wieder übernehmen, denn die Österreichischen Batterien hatten auf den Höhen von Strscheschetitz Posto gefasst und gaben ein heftiges Feuer auf die verfolgenden Preussen. Dann ging die Kavalerie vor und griff in kleinen Abtheilungen die Österreichischen Bataillone an, aber diese, obgleich schnell retirirend, wurden nicht gesprengt und schlugen in manchen Fällen die Kavalerie zurück, welche auch viel von der Österreichischen Artillerie litt, deren Granaten wiederholt in die Schwadronen einschlugen und Mannschaften und Pferde tödteten. Aber die Österreichischen Batterien wurden von ihrer Höhe vertrieben durch das schwerere Feuer der zahlreicheren Preussischen Artillerie und dann wurde die Verfolgung wieder fortgesetzt. Einige der Österreicher wandten sich nach Königgrätz, andere nach Pardubitz und auf beiden Wegen wurden Truppen zu ihrer Verfolgung abgesandt. Die Verwundeten, welche am Boden lagen, schrieen vor Angst, als sie die Kavalerie gegen sich heransprengen sahen, aber Prinz Friedrich Karl sorgte dafür, dass sie umgangen wurden, und hielt sogar ein Mal die Verfolgung auf, um seine Reiter nicht durch ein Stück Kornfeld zu führen, in welchem verwundete Österreicher Schutz gesucht hatten. Diese, als sie die Uhlanen herankommen sahen, glaubten, sie sollten massakrirt werden, und schrieen jammervoll, indem sie weisse Tücher schwenkten als Zeichen der Ergebung, aber sie hatten keine Ursache zur Furcht. Grosse Mengen von Gefangenen wurden gemacht, denn die Verfolgung wurde bis an die Elbe fortgesetzt, und es war 9 Uhr, ehe alles Feuern aufgehört hatte, doch hatte der Hauptkörper der Armee schon um 7 Uhr Halt gemacht. Als die Prinzen zurückkehrten, wurden sie von den Truppen mit lautem Zuruf begrüsst, aber sie verliessen die Verfolgung ihrer Feinde sowohl als die Begrüssung ihrer eigenen siegreichen Truppen, um nach den Vorkehrungen für die Verwundeten zu 6ehen.

Diese lagen in ungeheurer Zahl im Felde, auch die Todten liegen dicht, aber Alles, was diese erfordern, wird morgen geschehen. Jede Hütte, die nicht verbrannt ist, liegt voll von Verwundeten, Österreicher und Preussen liegen neben einander, aber die Krankenträger sind noch aus und alle werden nicht vor dem späten Morgen eingebracht sein.

Die Schlacht von Königgrätz ist ein grosser Sieg für die Preussische Armee gewesen. Die Truppen fochten mit dem grössten Heldenmuthe, Stunden lang standen sie in schrecklichem Feuer. Wie man annehmen kann, sind etwa 1500 Geschütze in Aktion gewesen, wovon 750 Preussische. Die Hauptwendung zum Siege gab des Kronprinzen Angriff auf den linken Flügel der Österreicher, aber der Angriff auf die Front wirkte auch wesentlich mit, da, wenn er nicht dauernd unterhalten worden wäre, die Österreicher wohl den Flankenangriff hätten zurückschlagen mögen. Nach der Ansicht der Preussischen Generale ist der Rückzug der Österreicher sehr geschickt ausgeführt und ihre Artillerie ausgezeichnet bedient gewesen. Auf Preussischer Seite sind etwa 250.000 Mann am Kampfe betheiligt gewesen.

Die Österreicher werden beinahe eben so viele in der Schlacht gehabt haben.

6. Bericht des im Österreichischen Hauptquartier befindlichen Times-Korrespondenten über die Schlacht bei Königgrätz.

Die Sonne, welche heute Morgen über einer tapferen, von Vertrauen und Hoffnung in sich und ihren Führer erfüllten Armee aufging, ist eben blutig-roth untergegangen hinter derselben Armee, die geschlagen und entmuthigt flieht und brennende Dörfer hinter sich lässt, deren Gluth den Himmel röthet. Die Schlacht ist vollständig verloren. Ich schreibe eben in einem Bauernhof, wo die versprengten Mitglieder des Stabes rasten, von wo sie ihren Rückzug fortsetzen. Um 7 Uhr eröffneten die Preussen mit Geschützfeuer die Schlacht. Die Österreichische Armee war auf einer Beihe niedriger Hügel zwischen Smirschitz (an der Elbe zwischen Josephstadt und Königgrätz) und Nechanitz an der Bistritz aufgestellt. Sieben Armee-Corps uebst den Sachsen waren auf einem Baume von ungefähr 2 Deutschen Meilen koncentrirt. Der Mittelpunkt, wo FZM. Benedek die meiste Zeit verweilte, war ein Hügel, der die Front rechts und links beherrschte. Gerade darunter lag das klein Dorf Lipa, das einen vorspringenden "Winkel bildete, von dem die Flanken nach beiden Seiten zurückgingen.

Auf dem linken Flügel standen die Sachsen, neben ihnen das 10. Corps unter Gablenz; das 3. unter Erzherzog Ernst

und das 4. unter Graf Festetics bildeten das Centrum; das 2. unter Graf Thun stand auf dem rechten Flügel. Hinter den Sachsen stand als Unterstützung das 8. Corps unter General Weber, in der Reserve hinter dem Centrum stand das 1. Corps unter Graf Clam-Gallas und das 6. unter Bamming. Die Beiterei stand rückwärts, um ihre Zeit abzuwarten.

Die Schlacht begann, wie gesagt, um 7 Uhr Morgens, um 10 Uhr nahmen der Feldzeugmeister und sein Stab auf dem erwähnten Hügel oberhalb Lipa Stellung. Die Kanonade war auf der ganzen Linie sehr lebhaft, das Interesse des Momentes koncentrirte sich in dem Dorfe Lipa, das nach hartem Kampf in den Händen der Österreicher blieb. Ein anderes Dorf weiter unten am Hügel und ein Wald jenseit wurden fast den ganzen Tag von den Preussen besetzt gehalten.

Um 10 Uhr 25 Minuten zogen zwei Jäger - Bataillone unter lauten Zurufen an uns vorbei zum Angriff. Die tapferen Burschen, sie durften nur, unbekümmert um das feindliche Feuer, darauf losstürmen, um Alles vor sich niederzuwerfen, aber sie rechneten ohne des Feindes Taktik und ohne das Zündnadelgewehr. Es ist peinlich, das Übermaass von Tapferkeit tadeln zu müssen, aber es muss hier bemerkt werden, dass in der Begel die Österreichischen Truppen sich bloss stellten, wo sie im gegebenen Moment mit eben so viel Nutzen sich decken konnten, und dass sie fortwährend die kleinen Deckungen einer vortheilhaften Position missachteten, welche ein wellenförmiger Boden, Gräben u. s. w. darbieten. Sie schienen immer nur an den Feind kommen und mit Bajonnet und Kolben arbeiten zu wollen; daher entstand eine unnöthige Verschwendung von Menschenleben, während die Preussen ihr Feuer wo möglich aus Wäldern, Häusern, Vertiefungen abgaben, so dass es schien, sie seien darauf abgerichtet, mit ihrem Leben als dem kostbarsten Gut, das sie ihrem Vaterland bewahren können, sparsam umzugehen. Ein Beobachter kann auch die Bemerkung nicht unterdrücken, dass eine Armee in der Defensive sich etwas mehr verschanzen sollte; ein Paar Wagenladungen Spaten hätten die verursachte Vermehrung des Trains durch eine grössere Schonung von Menschenleben wohl bezahlt.

Auch werden mir meine Freunde unter den Österreichischen Offizieren wohl verzeihen, wenn ich sage, dass mehr Häuser hätten mit Schiessscharten versehen, aus dem überall herumliegenden Bauholz Gallerien errichtet und die verschiedenen Vorsichtsmaassregeln hätten getroffen werden können, die jedem Anfänger der Kriegskunde geläufig sind. Niemand kann je ihre Tapferkeit bezweifeln, werden sie aber nie lernen, dass Vorsicht der bessere Theil der Tapferkeit ist?

Um 11 Uhr 10 Minuten drangen Preussische Verstärkungen aus einem Walde in Schwärmen gegen Lipa zur Unterstützung ihrer dort engagirten Truppen vor. Zwei achtpfünder Batterien eröffneten zur Rechten und Linken von dem Standort des Stabes ihr Feuer gegen den Feind mit einiger Wirkung, doch war die Entfernung 3000 Schritt und die linke Batterie schlecht placirt, das Vordringen des Feindes konnte daher nicht aufgehalten werden, doch blieb Lipa in den Händen der Österreicher.

Um 11 Uhr 30 Minuten erhielt Fürst Windisch-Grätz Befehl vorzurücken und sich zum Angriff bereit zu halten, j Zwei Kürassier-Begimenter und ein Eegiment Uhlanen ritten ; in guter Ordnung, fester Haltung und glitzender Pracht, welche für die Österreichische Reiterei charakteristisch ist, in die Ebene hinab. Wir sahen die drei Regimenter nicht im Gefecht, obschon sie gemeinsam mit der übrigen Reiterei den Rückzug deckten und schwere Verluste erlitten, aber das Herz musste Einem schwellen, wenn man diese tapferen Reiter so lange unbeweglich wie Felsen unter dem heissen Feuer der weit tragenden Preussischen Geschütze im Sattel sitzen sah. — Unmittelbar darauf sendete Benedek der Artillerie Befehl, ihr Feuer mehr zu sparen, da sie die Munition erschöpfe.

Um 11 Uhr 50 Minuten erhielt der Prinz von Holstein Befehl, das Feld zu rekognosciren, auf welchem er mit seiner Kavalerie- Division vorgehen sollte. Fünf Minuten später kam die Meldung, dass das 5. Preussische Armee-Corps auf unserer Rechten vordringe. Die Antwort war, das Feld zu halten oder, wenn das unmöglich wäre, den rechten Flügel langsam zurückgehen zu lassen.

In diesem Moment der Schlacht herrschte noch volle Kaltblütigkeit und Zuversicht. Die Sachsen auf der Linken hielten ihre Stellung fest, die, so gut es in der kurzen Zeit möglich war, — denn der betreffende Genie-Offizier kam erst um 9 Uhr an — befehligt worden war. Eine Preussische Batterie feuerte über das Hauptquartier hinweg. Die achtpfünder Batterie zur Linken desselben fuhr vor, um die Preussen zwischen Lipa und dem Walde in die Flanke zu nehmen, während die Batterie zur Rechten ihr Feuer auf die feindlichen Kolonnen fortsetzte.

Um 12 Uhr 10 Minuten sandte Gablenz die Meldung, dass die Munition ihm auszugehen drohe und dass er daher um einige Reserve-Batterien ersuche. Der Feldzeugmeister erwiderte mit der Cigarre im Mund, dass er keine entbehren könne, doch sandte er 3 Minuten später 3 Batterien ab; eine Batterie war schon früher der Reserve entnommen worden, so dass 32 Kanonen entsendet waren. Zur Hand blieben für einen kritischen Moment 12 Batterien und 24 Regimenter der besten Reiterei von der Welt.

Um 12 Uhr 15 Minuten stand Lipa in Flammen und ein furchtbares Geschützfeuer wüthete auf der ganzen Linie. 1000 Kanonen feuerten von beiden Seiten in das Thal hinab. Die Kürassiere in ihren weissen Röcken sassen aber wie Statuen inmitten des Geschützhagels. Drei ReserveBatterien fuhren nahe bei dem Hauptquartier auf. Benedek wandte sich und sagte: „Es soll über keine Batterie mehr verfügt werden, ich brauche sie jetzt alle." Die dichten Wolken lösten sich in rieselnden Regen auf. Der Pulverdampf lagerte dicht über der ersten Schlachtlinie.

Um 1 Uhr 5 Minuten ritt der Feldherr mit seinem Stab weg, um nach der Position zur Rechten zu sehen. Das in Reserve stehende 6. Corps begrüsste ihn mit der Volkshymne, die Jäger jubelten ihm Hüte schwenkend zu. „Nicht jetzt, wartet bis morgen, meine Kinder", erwiderte Benedek.

Wir kehrten zum ersten Standplatz zurück, um das 3. Corps im Thale in dichten Kolonnen unter Musik und Hochrufen vorrücken zu sehen. Um diese Zeit, 1 Uhr 50 Minuten, ging Alles gut. Die Preussen schienen auf der ganzen Linie im Rückzug. Die Infanterie war kampfbegeistert, die Reiterei noch fast unversehrt und eine starke Geschützreserve im Rücken.

Graf Festetics war schon in der ersten Zeit der Schlacht schwer verwundet worden, sein Nachfolger hielt den Moment für gekommen, um einen Schlag zu führen, er rückte vor, das 2. Corps rückte zur Unterstützung nach. Es scheint, dass der Hauptangriff der Preussen gegen unseren linken Flügel gerichtet war. Ihr eigener linker Flügel muss daher verhältnissmässig schwach gewesen sein und der Commandeur des 4. Corps kann für das Überschreiten seiner Instruktionen entschuldigt werden, wenn ich richtig informirt worden bin. Wie es aber auch sei, Chlum, ein Dorf auf der Höhe rechts hinter Lipa, hätte nicht sollen unvertheidigt gelassen werden. Es heisst, eine Preussische Streifpartie habe es unbesetzt gefunden und durch das Anzünden eines Hauses ihren Kameraden das Signal zum Herankommen gegeben.

Um 2 Uhr 55 Minuten erfuhr Benedek, dass die Preussen hinter ihm ständen, und sprengte sofort mit seinem Stab zur Stelle; der Prinz Esterhäzy verlor ein Pferd unter dem Leibe und bestieg ein Dragonerpferd, Graf Grünne wurde schwer verwundet. Der Schlüssel der Stellung war in der Hand des Feindes, Bestürzung auf jedem Antlitz. Benedek selbst war der Kaltblütigste. Er ritt weg, um Reserven zur Wiedereroberung der Position zu holen; die Kugeln schlugen noch in sein Gefolge und als es zu einem Gehöfte kam, das ihm hätte Deckung bieten sollen, wurde es von den darin bereits eingenisteten Preussen mit einer neuen Salve begrüsst. Hier wurde Erzherzog Wilhelm am Kopfe verwundet.

Der Feind brachte zwei Batterien ins Gefecht, die herbeigeführten Bataillone vermochten Chlum -nicht wieder zu nehmen, der Feind warf frische Truppen in die ihm so unvorsichtig gelassene Öffnung und in wenig Minuten sah sich die Nordarmee in Front, Flanke und Rücken angegriffen. Es ist nicht der wirkliche Vortheil, der eine solche Lage zum Vorboten einer sicheren Katastrophe macht. Die Meinung , dass der Feind auf allen Seiten sei, macht einen furchtbaren moralischen Eindruck. Dennoch hielt sich die Armee wacker. Die Reiterei ging vor und schwenkte ab wie auf der Parade. Hätte das Fussvolk Chlum nehmen können, so hätte sich der Sieg noch auf unsere Seite neigen können. Das sollte aber nicht sein. Regiment auf Regiment und Batterie um Batterie krönte die Höhen und beschoss die Armee im Rücken, Benedek selbst stürzte sich vergeblich in das ärgste Feuer. Er fand den Tod nicht und konnte sich der Aufgabe nicht entziehen, den Rückzug der Armee zu leiten, der unter schwerem Verlust an Mannschaft, Geschützen und Munition ausgeführt wurde. Doch wurde nicht Alles verloren, die Gewehre wurden nicht weggeworfen und die Kanonen nicht verlassen, so lange man sie fortschaffen konnte. Die bereits auf dem Wege nach den FestunI gen und Spitälern befindlichen Verwundeten wurden sorgsam fortgebracht, es gab kein Rauben, keine Zügellosigkeit auf dem Rückzug, und wenn die Regierung ihre Nordarmee wieder ausrüsten kann, so wird diese wiederum bereit sein, der furchtbaren Waffe entgegenzutreten, der sie wich.

Um 4^ Uhr war die ganze Armee in vollem Rückzug, vom Feinde gedrängt und von der Reiterei und Artillerie gedeckt, die noch einige glänzende Angriffe machten und mehr als decimirt wurden.

(Geschlossen am 27. Juli 1866.)

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