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Carl Mauch,
Mauch, ein neuer

ein neuer Afrikanischer Entdeckungs- Reisender,
und seine Kartirung der Süd-Afrikanischen Republik.

er

Forschungsdrang kennt keine Schwierigkeiten, keine war es mir leider nicht möglich, an die in der Real- und Schranken. Gefahr, Elend, der Tod sind für ihn keine Oberrealschule meines Heimathsortes Ludwigsburg in WürtSchrecken, keine Entmuthigung. Mit der grössten Auf- temberg erworbenen Kenntnisse Universitäts - Studien zu opferungsfähigkeit wird dem erkorenen Ziel nachgestrebt. knüpfen, sondern ich sah mich angewiesen, zwei Jahre in einer Die Geschichte geographischer Entdeckungen liefert hierzu Volksschullehrer - Bildungs- Anstalt zuzubringen, um sodann zahlreiche Belege, und aus dieser Geschichte weist das Ka- als spärlich besoldeter Lehrgehülfe ein ganz und gar nicht pitel Afrikanischer Reisen allein einen nicht geringen Theil entsprechendes Leben zu führen. Jedoch sorgte ich dafür, auf. Kaum hat die v. d. Decken'sche Expedition ein schreck- die anderthalb Jahre dieser Stellung durch Studium der liches Ende genommen, so sind gleich wieder zwei neue Botanik und der Lateinischen Sprache so wie durch VervollForscher da, um die Bresche zu füllen; der eine bildet den kommnung in der Französischen Sprache zu benutzen und Gegenstand dieser Zeilen und schliesst sich der langen Reihe danach zu trachten, die erste beste Gelegenheit zu Deutscher Reisenden in Afrika an, der andere ist der Fran- greifen, eine bessere Stellung zu erlangen. Ich bewarb mich zose Le Saint, von dessen Projekt wir durch Herrn Vivien daher um eine ausgeschriebene Hofmeisterstelle in Österde Saint-Martin in dem Augenblick, wo wir diese Zeilen reich, erhielt dieselbe und verblieb darin vom Juni 1859 bis schreiben, nähere Nachricht erhalten).

jetzt. Der letzte zweijährige Aufenthalt war im Steirischen Schon vor drei Jahren erwähnten wir 2) ganz beiläufig Marburg. Hier benutzte ich die Bibliothek, das Physikades Vorhabens des Herrn Carl Mauch, als wir eine „Über- lische und Naturhistorische Kabinet des Gymnasiums und besicht der damals entweder schon im Gange befindlichen oder suchte während der Ferienzeit die Sammlungen und den Botaprojektirten Afrikanischen Reisen” gaben. Er schrieb uns nischen Garten in Steiermark's Hauptstadt Gratz, legte Indamals, d. d. „Unter-Drauburg in Kärnthen, 7. August 1863”, sekten - Sammlungen, ein Herbarium und eine MineralienFolgendes:

Sammlung an. Ärztliche Kenntnisse suchte ich zu bekommen „Euer Wohlgeboren werden entschuldigen, wenn ich durch den Umgang mit Ärzten und durch Studium geeigmich an Sie wende in einem Anliegen, wo Sie allein mir neter medizinischer Werke. Ihre hoch geschätzten „Mittheiden besten Rath ertheilen können und welches meine ganze lungen" lieferten mir das beste Material, in geographischer Zukunft betrifft. Um Ihre Geduld nicht zu sehr in An- Hinsicht auf dem Laufenden zu bleiben. Ich befliss mich spruch zu nehmen, will ich mich kurz fassen.

der Englischen und der Arabischen Sprache. „Einziger Zweck meines Strebens ist der, zur Erwei- „So glaube ich in geistiger Hinsicht gethan zu haben, terung der Kenntnisse geographischer Verhältnisse Afrika's was mit meinen geringen Mitteln zu Stande gebracht werden nach Kräften mitzuwirken. Diesen Gedanken verfolge ich konnte. Aber auch der Körper erheischt zu solchem Unterseit meinem 15. Jahre, d. h. seit 11 Jahren. Von meinen nehmen seine Vorbereitung. Ich suchte ihn zu stählen durch so ziemlich unbemittelten Eltern zum Lehrfach bestimmt, Fussreisen von 6 Meilen und mehr per Tag, in jeder Jahres

zeit, bei jeder Witterung, in jede Gegend, öfters ohne Speise

und Trank bis zur Rückkunft zum Ausgangspunkt, in der) Durch einen frühen Abzug der Seiten 417 -- 423 des Tour du Monde, enthaltend die neueste Arbeit des ausgezeichneten Geographen

selben gleich warmen Kleidung; dabei vernachlässigte ich „Revue Géographique", für das erste Halbjahr 1866. Herr Le Saint das Turnen und die Schiessübungen nicht. Von Natur aus will einen neuen Versuch machen, vom Bahr el Gasal aus die Äquatorial-Regionen Afrika's zu durchschneiden.

bin ich gross und kräftig gebaut und von unverwüstlicher 2) „Geogr. Mitth.” 1863, S. 339.

Gesundheit. Petermann's Geogr. Mittheilungen. 1866, Heft VII.

32

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„Nach dem Voranstehenden glaube ich mich für befähigt Mauch war längst vergessen, von den damals ') im Vorderhalten zu dürfen, an einer Expedition in gedachtem Sinne grunde stehenden thatenlustigen Afrikanischen Reisenden jedenfalls, wenn auch nicht in hervorragender Stellung, sind bereits eine ganze Reihe im Dienste der Wissenschaft Theil nehmen zu können. Muth und Entschlossenheit hierzu geblieben Baron von der Decken, H. Schubert, Moritz liegt im sehnlichsten Wunsche, an Stelle des allerdings viel v. Beurmann, Dr. Baikie, Jules Gérard, Dr. Schläfli u. s. w. tüchtigeren, aber leider zu früh verstorbenen Dr. Steudner u. s. w. –, da erhalten wir vor Kurzem folgendes Schreiben sein zu können oder mit Hrn. v. d. Decken von der Ost- aus Potschefstroem im fernen Inneren Süd-Afrika's, 'd. d. seite Afrika's aus ins Innere vorzudringen. Wegen Mangels März 1866: an den nöthigen Geldmitteln sehe ich mich genöthigt, anstatt „Nach Verlauf von fast drei Jahren sehe ich mich erst direkt dem Ziel entgegenzusteuern, den einen oder anderen in Verhältnissen, Ihr freundliches Schreiben vom 9. Auzweier Umwege zu benutzen. Der erste wäre, mit Hülfe gust 1863 zu beantworten. Ich theilte Ihnen damals mein meiner kaufmännischen Kenntnisse zu trachten, in die tro- Vorhaben, Afrika zum Ziele meines Forschens zu machen, pischen Gegenden zu gelangen, und der zweite ist so aben- mit und fragte Sie um Rath in dieser Sache. Sie erwiderten teuerlicher Art, dass ich ihn hier verschweigen möchte. weder abrathend noch aneifernd und bemerkten, dass For

„In Vorstehendem hätte ich nun die Ursache angegeben, schungstrieb keine Schranken anerkennen wolle. Diess beweswegen ich mich an Euer Wohlgeboren gewendet habe, stätigte sich bei mir vollkommen, mein Tagebuch, enthält und ich fürchte, es bereuen zu müssen, nicht schon früher manchen Bogen angefüllt mit der kurzen Aufzeichnung diesen Weg eingeschlagen zu haben. Mein Aufenthalt hier der zu bewältigenden Hindernisse und Sie schliessen wohl ist nur noch von ganz kurzer Dauer. Am 15. oder 16. selbst aus der langen Pause, dass dieselben weder gering dieses Monats werde ich fast ganz sicher nach Triest ab- noch von kurzer Dauer waren. Ich will Sie jedoch nicht reisen, wo ich jedoch auch nur kurz mich verweilen dürfte." mit der Wiedergabe derselben langweilen, sie sind glücklich

„Sollten Sie die Güte haben, mich mit einigen Zeilen überstanden und haben keine Nachwehen für den Körper zu erfreuen, so bitte ich, poste restante nach Triest zu und noch weniger für den Geist hinterlassen. schreiben."

„Sie sehen, dass ich mich in jenem Lande weisser MenSo sehr uns nun auch die Förderung geographischer schen befinde, das sich am fernsten ins Innere des verForschungen am Herzen liegt, und so sehr wir dabei über- schlossensten Erdtheils erstreckt. Seit Juni 1865 trachte zeugt sind, dass dieselbe unausgesetzt nicht bloss grosse ich danach, mich zu akklimatisiren, indem ich fleissig zu Opfer an Zeit und Geld, sondern auch an Menschenleben Fuss im Lande umherwandere, unbekümmert darum, ob ich erfordert, so haben wir es uns doch stets als erste Pflicht zwei und drei Tage ohne Nahrung in unbewohnter Gegend angelegen sein lassen, den unternehmungslustigen Entdek- streife oder unliebsame Begegnung mit den grösseren Raubkungs - Reisenden, besonders den Neulingen darunter, mit thieren zu bestehen habe. Die erste Frucht meiner Bemüaller Gewissenhaftigkeit die Grösse und Schwere ihres Zieles hungen nehme ich mir die Freiheit Ihnen so bald wie mögund ihrer Aufgabe vorzustellen und in den meisten Fällen lich zuzusenden; es ist diess eine möglichst genaue Karte sie bezüglich ihres Vorhabens eher zu dissuadiren als zu der South African Republic, die ich nach den besten hier encouragiren. Ist es doch auch wenigstens für Deutsche vorhandenen Quellen einerseits und nach Peilungen im SüdForscher bisher eine äusserst missliche Aufgabe gewesen, westen des Krokodil - Flusses andererseits, die Variation Unternehmungen der Art erfolgreich durchzuführen, da uns der Magnetnadel zu ungefähr 284° W. angenommen, entmehr als anderen Nationen die nöthigen Mittel dazu ab- warf, die äussere Ausstattung der Karte meinem Freunde gehen, besonders unsere Regierungen und wissenschaftlichen Friedr. Jeppe überlassend. Gründe, warum ich dieselbe ausKorporationen in der Regel kein Geld zur Unterstützung führte, bevor ich das ganze Land gesehen habe, sind: um derselben übrig haben.

einem allgemein gefühlten Bedürfnisse abzuhelfen, um vielAuch in diesem Falle des Herrn Mauch hielten wir es seitigen persönlichen Wünschen zu entsprechen und durch für unsere Schuldigkeit, ihn darauf aufmerksam zu machen, den Verkauf eine Unterstützung zu fernerer Thätigkeit zu mit welchen Schwierigkeiten die Erreichung seines Zieles gewinnen. Das Original ging gestern nach der Kapstadt, verknüpft sein dürfte und wie wenig Aussicht, sein Vor- um daselbst dem Druck übergeben zu werden. Auch umging haben zu unterstützen, vorhanden sei, um so mehr, als zur ich es nicht, die Approbation von Seiten des Präsidenten Zeit die Expeditionen der Herren v. Heuglin und v. Beur- der Republik, Pretorius, vorher zu erlangen. So darf ich mann, die uns mancherlei Verpflichtungen auferlegten, noch denn ruhig Ihnen ein Exemplar zur freien Benutzung zuim vollen Gange waren. Seitdem vergingen nahezu drei volle Jahre, Herr Carl

) „Geogr. Mitth.” 1863, ss. 337 ff.

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um

senden und gegen Ende Mai können Sie dasselbe in Händen werden nun Banknoten geschaffen, die durchaus keine Sehaben.

kurität gewähren, und den Kaufleuten wird zugemuthet, „Was mir jedoch unendlich leid thut, ist das, dass ich dieses Papier, das nicht einmal die Güte dessen besitzt, gänzlich auf meinen Kompass beschränkt sein muss und worauf ich Ihnen schreibe, anzunehmen für ihre mit gangweder Instrumente zu astronomischen noch meteorologischen baren Produkten oft sehr theuer erkauften Waaren. Beobachtungen zur Verfügung habe, daher ich Verzicht Wir befinden uns gegenwärtig in einer Krisis, denn leisten muss auf genauere Berichte über absolute Höhe und schlimmer kann es nicht mehr werden, die Noth hat sich Temperatur des Landes. Eine genauere Schilderung des bereits bei vielen Bauern als eine gute Lehrmeisterin beLandes in naturhistorischer Beziehung gedenke ich in Kur- wiesen; sie fangen nun an, dem höchst fruchtbaren Lande zem, wenn Nichts dazwischen kommt, zu liefern. Ich be- ausser Bamboonen (Kürbissen), Mellis (Mais), Korn und Tabak merke: „wenn Nichts dazwischen kommt", da ich möglicher auch Baumwolle, Kaffee und Thee anzuvertrauen, und würden Weise mich die nächsten Tage vorzubereiten habe,

arbeitsame Einwanderer sich entschliessen, denselben ein einen berühmten Elephanten - Jäger, Hartley, auf seinem Muster, ein Vorbild werden zu wollen, so müsste das Land Zuge in das Land des Mosilikatse zu begleiten oder eine binnen kurzer Zeit einen Aufschwung nehmen, dem nur Jagd auf Kaffern mitzumachen. Es soll nämlich dieser Tage das Emporblühen Australiens an die Seite zu stellen wäre. wieder ein Kommando von 800 Mann aufgerufen werden, Hierbei darf ich nicht ausser Acht lassen zu bemerken, dass um gegen den Basuto - Chef Moshesh zu ziehen, der mit für Bergbau ein äusserst ergiebiges Feld offen steht, wovon dem südlich vom Vaal-Flusse liegenden Freistaate Frieden meine kleine Sammlung von Mineralien den deutlichsten zu machen, mit uns jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach Beweis liefert. Gern bin ich bereit, Auskunft mit Belegen den Krieg fortzusetzen gedenkt, und zwar mit Hülfe seiner hierüber zu geben. in der Mitte unseres Landes wohnhaften Schwiegerväter. „Dürfte ich wohl erfahren, welches der gegenwärtige Ich würde es gerade nicht für ein Unglück ansehen, in Stand des Thermometers für Unterstützungs-Bewilligungen Moshesh's Land mitzuziehen, da es eben so sehr terra ist, ob ich hoffen darf, mein Werk beschleunigen zu können, incognita ist als Mosilikatse's Land; allein schlimm wäre oder dasselbe verzögert sehen muss.” es doch, mit halb civilisirten Bauern in Reihe und Glied gestellt zu werden und als „Buitenlander" (Kollektiv-Name Die avisirte Karte der Transvaal’schen Republik ist der Nicht-Afrikaner) das zu thun genöthigt werden, was leider bis jetzt (16. Juli 1866) noch nicht eingetroffen, wir jene nicht thun wollen. Auf eine Beschützung durch das hielten es aber für unsere Pflicht, die vorliegenden Briefe Gouvernement oder den „Comandant - General" im Kriege zu publiciren, um schon jetzt die Aufmerksamkeit auf einen darf ich nicht rechnen, da beide natürlich nur wenig mehr Mann zu lenken, dessen eifriges Streben unterstüzt zu werden gebildet sind als ihre Landsleute.

verdient und dessen Forschungsdrang für die Kenntniss Inner„Ein Beispiel der „Staatskunst”: Klingende Münze ist Afrika's von Wichtigkeit zu werden verspricht. Das Unterfast vollständig aus dem Staate verschwunden; zur Ausfuhr nehmen des Hrn. Carl Mauch ist ein neuer Beweis, wie geeignete Produkte sind nicht vorhanden, Tausende von wünschenswerth die Bildung eines grossen Geographischen Schafen gingen an einer Krankheit zu Grunde, desgleichen Vereins ist, wie wir kürzlich angedeutet haben '). Rindvieh und Pferde; die grosse Gährung unter den umwohnenden Kaffer-Stämmen liess bedeutenden Ausfall an

1) „Geogr. Mitth.” 1866, Heft IV, SS. 159 ff., und: Behm, GeoElfenbein und Straussenfedern bemerken; in dieser Noth graphisches Jahrbuch 1866, SS. 581 ff.

Die Bevölkerung Norwegens, nach dem Census von 1865.
Nach den Arbeiten von A. Kjar mitgetheilt von Dr. C. F. Frisch in Stockholm.

Seit 1815 sind in Norwegen in jedem zehnten Jahre Volkszählungen angestellt worden, die neueste derselben ist also die für das Ende des Jahres 1865. Von den Resultaten derselben sind jetzt mit Ausnahme der drei nördlichsten Ämter so viele Angaben an das Statistische Bureau in

Christiania eingegangen, dass sich eine ziemlich befriedigende Berechnung machen lässt, doch dürfte die Wirklichkeit um einige Tausende von den hier mitgetheilten Zahlen abweichen, was jedoch keinen grossen Einfluss auf ihre Richtigkeit ausübt. Die ganz unsicheren Zahlen sind in Parenthese gesetzt.

18,4

1855

1865 Areal in

Relative Bevölkerung auf
Davon

Davon Zunahme in Prozenten
Ämter.

Deutschen
Summe.
Stadt-
Summe.
Stadt-

1 Quadrat-Meile
Qu.-Meilen.
bewohner.
bewohner. 1846-1855, 1856–1865. 1855.

1865.
Christiania (die Stadt)
31.715 31.715 57.381 57.381 24

50 )

1349,21 1718,12 1. Akershus. 94,70 96.055 9.816') 105.325 2.814

163)

13 2. Smaalenene

78,57 84.416 17.170 98.706 21.343 14,7 17 1074,40 1267,24 3. Hedemarken. 486,90 101.394 1.497 120.164 2.858 16,4

18

208,24 246,79 4. Christians 491,32 115.149 1.256 124.794 2.302 12

9

234,37 254,00 5. Budskerud 271,55 90.343 15.490 98.467 19.300 7,7

9 332,69 362,61 6. Jarlsberg und Laurvig 41,88 73.223 12.776 85.430 23.958 16,1 17

1748,40 2278,65 7. Bratsberg 254,39 76.546 12.718 81.434 15.000

6,5 300,90 320,9 8. Nedenäs u. Robygdelaget 217,52 59.112 9.178 67.993 11.987 9,6

15 271,75 312,58 9. Lister und Mandal 97,17 67.370 14.961 73.467 17.735 8,8

9 693,32 756,89
10. Stavanger
166,04 91.539 14.817 106.798 24.800 17

17
551,31

703,48
11. Söndre Bergenhus .
273,18 104.763 1.258 2) 113.145 1.140

10,5

9 473,22 515,59 Bergen

24.512 24.512 27.703 27.703 12. Nordre Bergenhus .

317,24
81.496
86.690 (400)

4,5

6,5

256,89 273,26 13. Romsdal.

283,61
90.283 7.600 104.396 11.060 11

15,5
318,54

368,10 14. Söndre Trondhjem

338,34

96.318 16.012 108.138 21.000 7,8 12 284,68 319,61 15. Nordre Trondhjem 414,14 73.571 1.408 82.822 3.358

10,5

12,5 177,54 200,00 16. Nordland.

687,60 77.587
228 (88.519) 519

(14) 112,84 128,74 17. Tromsö

4.073 1284,80 54.655

(47.073)
5.376

24,4
(3.800)
(26)?

53,60

42,54

(21.800) 18. Finmarken

Ganz Norwegen 5.799,21 1.490.047 197.815 11.700.245 | 272.531 | 12,2 14 | 256,94 1 294,86 Eine Vergleichung mit älteren Angaben ist folgende (die man die städtische Bevölkerung 1855 zu 213.000 und 1865 mit * bezeichneten gründen sich nicht auf Zählungen, son- zu 283.000 Seelen veranschlagen, so dass eine Vermehdern auf andere Data): 1665: 450.000*, 1734: 620.000*, rung derselben von 33 Prozent Statt gefunden hat, während 1769: 748.000 (nach anderen Angaben 723.141), 1800: die der Landbevölkerung nur etwa 11 Prozent beträgt. 883.038, 1814: 916.000* (nach Anderen ergab die Zählung

Bewohnerzahl in den grössten Norwegischen Städten.

1835: am 30. April 1815: 885.431), 1825: 1.051.318,

1845.
1855.

1865. Christiania

33.200 41.266 ca. 57.000) 1.194.827, 1845: 1.328.471, 1855: 1:490.047 und 1865:

Bergen (nebst Vorstädten) 23.811 26.454 30.402 ) 1.700.000. Die jährliche Vermehrung betrug hiernach Trondhjem

14.778 16.012 19.275 Stavanger

8.646 11.717 16.647 1665 bis 1734: 0,45 Prozent, 1735 bis 1814: 0,6 Prozent,

Drammen

8.376

9.916 13.0223) 1815 bis 1865: 1,3 Prozent, so dass also in den letzten Christiansand

8.349

9.521 10.859 Frederikshald

5.790
7.408

9.219 50 Jahren die Vermehrung über doppelt so gross ist wie

Laurvig .

4.012
4.944

6.317 im vorigen Jahrhundert.

Horten

714
4.636

6.192 Arendal (nebst Vorstädten) 3.562

4.456 (5.800)? Wenn man das Verhältniss zwischen Stadt- und Land

Christiansund.

3.163
4.290

5.709 bevölkerung sucht, so kommt es darauf an, was man zu Kongsberg

4.136 4.417 (4.800)? Frederiksstad.

2.716
3.486

4.828 der erstgenannten rechnen will, in so fern man nicht streng

Skien

3.677

4.024 4.7744) die legalen Grenzen berücksichtigt. An den äusseren Grenzen Tönsberg

2.245
2.874

4.541 Moss

4.023
4.339

4.307 der Städte pflegen sich fast immer Sammlungen von Häu

Kragerö (nebst Furuholmen) 2.740

3.233

ca. 4.250 Tromsö

2.011 sern zu erheben, die am natürlichsten als zu den Städten

2.958 (4.000)? Mandal

2.304
2.719

3.838 gehörig betrachtet werden, auch wenn sie ausserhalb der

Aalesund

1.157
1.856

3.658 städtischen Jurisdiktion liegen. So sind in den letzten zehn Haugesund

149
1.066

3.221 Sarpsborg

1.325
1.937

2.989 Jahren um Christiania auf ländlichem Gebiete Vorstädte

Porsgrund

2.214
2.436

2.773 mit einer Bevölkerung von 6- bis 7000 Seelen entstanden Risör

2.008
2.213

2.335 Egersund

1.231
1.646

2.144 und die Stadt zählt also mit denselben über 63.000 Ein

Holmestrand

1.708
1.837

2.084 wohner; Bergen mit den Vorstädten hat 30.000 Einwohner, Brevig

1.455

1.813 (2.000) ? wovon 3000 nicht zu der Jurisdiktion der Stadt gehören.

Wir fügen diesen noch folgende Städte mit ihrer BeRechnet man also die Vorstädte mit zu den Städten, so kann

wohnerzahl (1865) hinzu: Vadsö 1343, Vardö828, Ham

.

.

.

1) Davon 7243 in den Vorstädten von Christiania. 2) Vorstädte von Bergen.

3) Diess lässt sich nicht eher genau bestimmen, bis die Angaben über die Bevölkerung des Pastorates Vestre Aker mit den zu Christiania zu rechnenden Vorstädten eingegangen sind; von den 10.280 Bewohnern des Kirchspieles Östre Aker gehörten 4828 den acht Vorstädten von Christiania (Vaageby, Marienborg, Vaalerengen, Kampen, Gruelökken, Rosendal, Svingen und Bagerengen) an.

1) Mit den Vorstädten in Östre und Vestre Aker, wie angeführt, über 63.000.

2) Von diesen sind die in den Landkirchspielen der Kors- und Domkirke grossentheils stadtartig gebaut.

3) Mit den Vorstädten Hedensrudtangen, Grönland und Sundland etwas über 14.000.

4) Mit Graaten und Hjemsö-Kloster 5224. .

über 1000

über 2000

über 5000 Ew.

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32

merfest 1546, Skudesnäshavn 1209, Lillehammer 1676, Von den Norwegischen Städten hatten also Sandefjord 1797, Holmsböe 400, Florö 346. - Die kleinste

im Jahre 1800.

23
14

5 Norwegische Stadt ist Hvitsten; diese hatte 1800 nur 56,

1814.

22
13

5
1825.
24 17

5 1825 58, 1865 aber 166 Einwohner.

1835.
27 17

6 Nur wenige unter den Städten haben in der neuesten

1845.

21 1855.

39 21 Zeit Rückschritte gemacht oder sind stationär gewesen, doch

7 1865. 49 27

11 sind in dieser Hinsicht Moss, Dröbak, Flekkefjord, Röraas

Die städtische Bevölkerung wird in der offiziellen Statiund Frederiksvärn so wie einige der kleineren mit weniger

stik angegeben zu: als 500 Einwohnern anzumerken. Die Bergstadt Kongsberg

in den Kaufstädten Ladestellen Summe. machte früher ganz bedeutende Rückschritte; sie hatte 1769

1. Februar 1801

79.200

79.200 30. April 1814 .

77.714

77.714 8086 Einwohner, 1800: 6810, 1815: 3895, 1835: 3540,

27. November 1825

104.792 10.671 115.463 seit dieser Zeit ist sie wiederum vorwärts geschritten, wenn

20. November 1835

116.464 12.538 129.002 31. Dezember 1845

151.128 10.747 161.875 auch ziemlich langsam; Frederiksvärn hatte 1845 2214 Ein

31. Dezember 1855

184.419 13.396 197.815 wohner, sank aber durch die Verlegung des Marine-Etablis

Aus diesen Angaben könnte man schliessen, dass die sements 1855 hinab auf 1174 und 1865 auf 1014 Ein

städtische Bevölkerung 1801 bis 1815 abgenommen habe, in wohner; Frederikstad stagnirte 1801 bis 1835, Porsgrund

den folgenden Perioden aber um 35, 11, 254 und 22 Proebenfalls bis 1845. Die meisten Städte hatten 1801 bis 1815

zent gestiegen sei. Dieser Schlusssatz aber würde auf der ein gleiches Schicksal, nämlich sie hoben sich 1801 bis 1806,

Voraussetzung beruhen, dass die Angaben für alle Jahre sanken aber dann wieder. Doch abgesehen von diesen Aus

den gleichen Jurisdiktionen und der gleichen Anzahl von nahmen ist der Fortschritt der Norwegischen Städte ein sehr

Städten gelten, d. h. wenn man es nicht als eine Zunahme grosser gewesen. Für die letzten zehn Jahre ist unter den

der städtischen Bevölkerung ansehen will, dass z. B. Svelvig, grösseren Städten ausser der Hauptstadt besonders Stavanger

Horten u. 8. W. Gerechtsame als Ladestellen erhalten haben anzumerken, dessen Bevölkerung um fast 5000 gestiegen ist,

oder dass die Grenzen mehrerer Städte erweitert worden und unter den kleineren Tönsberg, Haugesund, Aalesund

sind. Das ist aber keineswegs der Fall, sondern es wurden und Sarpsborg. Will man die Vergleichung noch weiter 1835 mehrere Ortschaften, obgleich stadtmässig gebaut, ausdehnen, so zeigt sich (ausser Christiania) der Fortschritt

nicht mit zu den Städten gerechnet, die 1845 dazu gerechnet am bedeutendsten in folgenden Städten:

wurden; eben so war es mit verschiedenen Vorstädten. DieStavanger, 1814 mit 2600, 1825 mit 4000 und 1865 mit 16.647 Ew.; Horten, 1835 mit nur 200, 1865 mit 6192 Einwohnern (der Grund

selbe Bemerkung gilt auch bei der Vergleichung der übrigen dieser beispiellos schnellen Zunahme ist in der Verlegung des Ma- Volkszählungen. Die wirkliche Vermehrung der städtischen rine-Etablissements dorthin von Frederiksvärn zu suchen, welche letztere Stadt eben deswegen so bedeutend zurückgekommen ist);

Bevölkerung ist aus der folgenden Tabelle zu ersehen, in Tromsö, 1815 mit 75, 1825 mit 738, 1835 mit 1365, 1865 wahr- welche die sämmtlichen Kaufstädte und Ladestellen so wie

scheinlich mit 4000 Einwohnern; Tönsberg, welche Stadt seit 1845 ihre Bewohnerzahl verdoppelt hat;

auch Frederiksvärn und Röraas aufgenommen sind. Haugesund, die in 20 Jahren von 150 auf 3221 Ew. angewachsen ist; Aalesund, die 1835 pur 482, 1865 aber 3658 Einwohner hatte;

Stadtbewohner. Sarpsborg, die ebenfalls 1835 nur 400, 1865 aber beinahe 3000 Ein

Im Jahre 1800

98.841 wohner zählte;

1814
100.618 1.777 127

0,13 Lillehammer, angelegt 1827, und Hamar, angelegt 1848, welche nun

1825

125.104 24.486 2.226 1,97 beide gegen 2000 Einwohner haben.

1835
140.804 15.700 1.570

1,18
1845

170.004 30.200 3.020 1,94 Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Städte der ver

1855

210.380 39.385 3.939 2,07 schiedenen Grösse Norwegen bei jeder Zählung in diesem Es ist also, abgesehen von der Periode 1815 bis 1825, Jahrhundert gehabt hat.

da die Segnungen des neuen Friedens einen stärkeren Fort

schritt als gewöhnlich hervorriefen, die Zunahme der städüber 50.000 von 20.000-50.000

tischen Bevölkerung in immer grösserem Maasse geschehen 10.000-20.000

4

und dieselbe Erscheinung zeigt sich auch bei der letzten 5.000--10.000

5 (6) ) 2.000- 5.000

Volkszählung 1865, bei welcher aber die Angaben von

14 14 16 (15) )
1.000-2.000

7
11 18 22

zwölf Städten mit einer angenommenen Bevölkerung von 500- 1.000

10

9 7 unter 500

17.000 fehlen, so wie auch die über Christiania, Bergen 22 22

16 12 5 Summe 52 52 54

und Christiansand auf nicht-offizielle Mittheilungen gebaut 57 61

sind. Die gesammte städtische Bevölkerung kann nämlich 1) Wenn zu Skien die oben angegebenen Vorstädte gerechnet werden, so gehört die Stadt nicht zu der Klasse 4- bis 5000, sondern zu der

für 1865 auf etwa 283.000 angesetzt werden. Hiernach höheren Klasse 5- bis 10.000.

würde die Vermehrung in den zehn Jahren auf 35 Prozent

Zunahme.

Jährliche Zunahme an Zahl in Prozenten,

.

9

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Städte mit einer Bewohnerzahl von

1800.

1814. 1825.

1835.

1845. 1855.

1865.

1

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2 1 3 11 10

8 21

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9

20

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