Huhn oder Ei: Philosophische Dichotomien

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epubli, 11.08.2014 - 104 Seiten
Zum Beispiel soll es eine eifrige Diskussion um die Frage geben, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. Alles in Allem scheint die Philosophie aber selbst zur Antwort auf diese Frage wohl zu nichts nütze. Jedenfalls gibt es bisher keine eindeutige und einfache Antwort. Oder doch? Diese Diskussion begann spätestens, als Aristoteles während seiner Überlegungen zur Entstehung des Lebens in der Vorstellung von der Existenz eines ersten Menschen einen Widersinn entdeckt hatte. Diese Fragestellung ist aber auch ein versteckter Vorwurf an die Philosophie, welche sich, wie damit zu belegen ist, offensichtlich vorwiegend mit nutzlosen Fragen dieser Art beschäftigt. Beantworten Philosophen etwa die wichtige und praktische Frage, wie Hühner am effektivsten aufzuziehen sind oder wie ein Ei zubereitet werden kann? Nein! Finden wir in den Werken der Philosophen Hinweise darauf, wie die Abstammungskette der Eier und Hühner ineinandergreift um die Evolutionstheorie zu unterstützen? Nein, auch nicht! Katalogisieren Philosophen wenigstens die grandiose Verschiedenartigkeit und Vielfalt der Eier dieser Welt und schaffen damit nützliches Wissen, das zur Erhaltung des Genpools oder wenigstens zum erhabenen Erstaunen über den Reichtum unserer Welt führen kann? Nein! Aber wie viele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können oder ob das Huhn oder Ei zuerst da war, das diskutiert die Philosophie! So lautet der Vorwurf. Dabei sind die frühen Philosophen vor Sokrates bereits fleißig daran beteiligt gewesen, eine Frage zu beantworten, die sich nur unwesentlich von der Frage nach dem Huhn oder dem Ei unterscheidet. Es ist die Frage nach dem letzten Grunde aller Dinge und damit nach der letzten Wahrheit. Illustriert hat das Buch Adrian Wylezol.
 

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Inhalt

Huhn oder Ei?
7
Belief and Critic
16
Narrationen und Narreteien
22
Mikrostories und Metastories
30
Vertrauen und Zweifel
37
Freiheit und Ordnung
45
Abstraktes und Konkretes
54
Freiheit und Willkür
61
Funktionale und dysfunktionale Spiele
68
Wahn und Wirklichkeit
74
Narrativierung und Wissenschaftlichkeit
80
Philosophie und Wissenschaft
87
Spekulation und Reflektion
94
Urheberrecht

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Über den Autor (2014)

Studierte Philosophie in Leipzig (1976-1981) und Potsdam (2003-2007). Promotion zu Arbeitsbedingungen als philosophische Kategorie. Er beschäftigt sich mit Methoden der motivierenden Führung und entspannten Lehr- und Lernmethoden. Dabei fliessen internationale Erfahrungen, Erfahrungen in der jahrelangen Aus- und Weiterbildung von Akteuren in der Benachteiligtenförderung sowie profundes philosophisches und literarisches Wissen zusammen. Lebt in Berlin. Arbeitet als freier Trainer und Berater.

Bibliografische Informationen