Der Wissensbegriff: eine historisch-philosophische und philosophisch-kritische Monographie

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C. Winter, 1908 - 231 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 191 - Ich bin, ist soviel wie das Setzen des Ich durch sich selbst, durch die reine Thätigkeit desselben. „Das Ich setzt sich selbst und es ist vermöge dieses blossen Setzens durch sich selbst, und umgekehrt, das Ich ist und es setzt sein Sein vermöge seines blossen Seins.
Seite 119 - Denkweise genug haben; als Dichter und Künstler bin ich Polytheist, Pantheist hingegen als Naturforscher, und eins so entschieden als das andere. Bedarf ich eines Gottes für meine Persönlichkeit, als sittlicher Mensch, so ist dafür auch schon gesorgt. Die himmlischen und irdischen Dinge sind ein so weites Reich, daß die Organe aller Wesen zusammen es nur erfassen mögen.
Seite 114 - Ihr Jünger, denkt nicht Gedanken, wie die Welt sie denkt: 'Die Welt ist ewig oder die Welt ist nicht ewig. Die Welt ist endlich oder die Welt ist unendlich...
Seite 120 - ... Landsknechts seine vollkommenste Verachtung ausdrückt, und dem Glauben Spinozas, dessen Gott sich zu demjenigen Luthers verhält „wie das Sternbild des Hundes zu dem irdischen bellenden Hund", dessen Leben in Gott gleich ist der Betrachtung des großen vernünftigen Zusammenhangs aller Dinge — das, was beide in ihrem Glauben suchen und was sie in ihm finden, ist genau dasselbe, eben das, was aller Religion gemein ist : Schutz vor dem unheimlichen Unbekannten und vor den Schrecken des Übergewaltigen,...
Seite 191 - Seins. — Es ist zugleich das Handelnde, und das Produkt der Handlung; das Tätige, und das, was durch die Tätigkeit hervorgebracht wird; Handlung, und Tat sind Eins und ebendasselbe; und daher ist das: Ich bin Ausdruck einer Tathandlung; aber auch der einzigen möglichen, wie sich aus der ganzen Wissenschaftslehre ergeben muß.
Seite 203 - Zusammenfassung unserer Einzelerkenntnisse zu einer die Forderungen des Verstandes und die Bedürfnisse des Gemütes befriedigenden Welt- und Lebensanschauung".
Seite 112 - Zu einer Zeit verweilte der Erhabene im Lande Kosala, im Himalaya, in einer Waldhütte. Als der Erhabene da in der Einsamkeit zurückgezogen weilte, stieg in seinem Geist dieser Gedanke auf: , Möglich ist es fürwahr als König mit Gerechtigkeit zu regieren, ohne daß man tötet oder töten läßt, ohne daß man Bedrückungen übt oder sie üben läßt, ohne daß man Schmerz leidet oder anderen Schmerz zufügt.
Seite 226 - ... erst nachdem wir unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Gründe derselben gerichtet haben, in der Art offenbar geworden ist, daß wir erachten, von nun an würde es uns selbst, wenn wir wollten, nicht gelingen, uns von dem...
Seite 91 - Bedeutung für uns, denn, wenn wir sind, ist der Tod nicht, und, wenn der Tod ist, sind wir nicht 1 . Er ist gleichbedeutend mit Empfindungs-losigkeit; Todesfurcht ist törichte Unwissenheit.
Seite 120 - Hilfe gegen das undurchdringliche Dunkel der Zukunft und die unüberwindliche Macht feindlicher Gewalten schafft sich die Seele in der Religion. Unter dem Druck der Ungewißheit und in den Schrecken großer Gefahren drängen sich dem Menschen nach Analogie der Erfahrungen, die er in Fällen des Nichtwissens und Nichtkönnens sonst gemacht hat, naturgemäß Vorstellungen zu, wie auch hier geholfen werden könnte, so wie man in Feuersnot an das...

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