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So wurden den 7. alle nöthige Maßregeln ges troffen, und die Truppen, die bereits am Oglio standen, nach Castelluccio zurück beordert.

Den 8. Morgens sollte die Armee in drei Solons nen nach folgendem Plane vorrücken: Redts eine Kolonne, die Divisionen Marcognet und

Rouger, die Garden und die Kavalleriebrigade

rationen über den Po abhing ; denn selbst den 8., wo ein Theil der Östreicher schon bis an dem Oglio war, 1!nd später, wo sie das Tête de pont von Daleggio sloch inne batten, hätte der Vices König felbe nie hindern können, die linie des Mincio zu überwälti. gen, wenn es dem östreichischen Feldherrn darum wäs re zu thun gewesen, sich zwischen zwei Festungen, zwischen zwei feindlichen Têtes de ponts, à cheval cines Flusses zu reben, und so , nach drei Seiten Front machend, seine Kräfte zu zersplittern. Deßhalb ist die Angabe des Verfassers ganz richtig, daß die Östreicher in dem Glauben, der Feind zöge sich gegen Piacenza und das rechte Po: Ufer zurück, der den 6. die volle Bestätigung hatte (wie auch aus den Ücten des französischen Generalstabs, die der damalige Chef desselben General Vignolles in seiner Broschüre: „Précis historique des operations militaires de l'armée d'Italie en 1813 et 1814, Paris chez Barrois 1819" dem Publikum mitgetheilt, Seite 120 erwiesen ist) sich vorbereiteten, den 8. über den Mincio zu geben, und den 9. diefe Borbereitungen nicht vollzogen, nicht des Gefechteß am Mincio wegen, das wahrlich ihrem Heldenmuthe hinlängliche Lorbern bradle, sondern, weil der Vice - König nun nidt mehr gegen Ulefans dria zurückging, und fo die Bedingniß ihrer Spes rationen auf dieser Seite aufgehoben war.

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Periermont, von Mantur aus über St. Brizio

gegen Roverbeda. Im Centrum, wo sich der Vice-König selbst befand,

die zweite Kolonne, die Division Quesnel, von
Goito, Marengo gegen Roverbella, eine Uvants
garbe vor sich, die unter dem Brigadegeneral

Bonnemain zusammengefeßt war.
Links stellte sich die dritte Kolonne, aus der Divis

sion Fressinet und einiger Kavallerie bestehend,
bei Monzambano auf. Sie soûte dort den Mincio
paifiren, und über die Höhen von Valeggio gegen
Villa franca vorrücken, woselbst der Vice: König
das feindliche Hauptkorps zu finden glaubte, um
ihm eine solaďt zu liefern '').

Um es aber ganz allein mit dem östreidsischen Cens trum zu thun zu haben, wollte er durd eine Vor: rüfung aus Mantua gegen, Castellars durch die Dis vision Zucchi und die Kavaderiebrigade Rambourg den linken , und mit Ausfällen aus Pesdiera durch die Division Palombini den rechten feindliden Ftügel beidäftigen lassen.

Denselben Tag war die östreichische Armee, in der Vorausseßung, daß die Franzosen ihre Stellung am

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"'). Ubermals eine verdrehte Darßellung, aber ein Be:

weis für die von uns angeführte Behauptung, daß es dem Pice. König nie um eine Schlacht mit dem jeindlichen Haupikorps zu thun gewesen war, foast würde er wohl seine Solonnen nicht so weit von eins ander entfernt haben, als die dritte von den beiden ersten war. Dieß kann man höchstens bei einer Res koguodzirung angeben lassen.

Mincio verlaffen haben, würden, in Bewegung !

fels ben zu überlegen. Die Division Radivojevic war bei Borghetto bereits übergegangen, während die Division Merville sich bei Pozzolo aufstellte, tort eine Schiffs brücke schlug, und die Brigade Becsan gegen Bolta und Cerlongo vorsändte , welche einige französische Equinas gen t&eils wegnahm, theils nad Goito, wo sich Theis le des französischen Şauptquartiers befanden, flüchten machte.

Der General Merville blieb mit der Grenadierbris gide Stutterheim und der Dragonerbrigade Wrede bei Pozjolo.

Die Division unter dem General Maner war norwärts Roverbeda aufgestellt und eben im Begriffe , Mailtua von dieser Seite

ju blokiren. Bu gleidem Zwecke stand die Brigade Plasīt vor Peschiera, während die Division Sommariva fich riach Salionze 30g., um nach dem Centruin ebenfalls den ; Mincio ju pasfiren.

Die erste und zweite französiide Kolonne rückten nun nach der ihnen gegebenen Richtung vor, schnitten die östreichischen ; in das sehr coupirte Terrain von Marmirolo und St. Brizio vorgeschobenen Posten größten Theils ab, und fingen an, in der Richtung von Roverbella und Masimbona aufzum arschiren. Die Die viston Quesnel zog sich mehr gegen Belvedere, mo sido die Division Fressinet von-Valeggio über Rollega ferro audließen fodte.

Der Prinz Eugen, immer noch in dem Wahne, das Hauptkorps der. Ditreicher bei Billa franca, und bei Roverbella ibre Avantgarde zu finden, fab jetzt auf rinmal von den Höhen von Marimbona , daß der

)

Feind bereits auf dem rechten Ufer des Mincio die ganz je Ebene zwischen Volta und Goito Gefeßt habe, und eine lesbafte kanonade in der Richtung von Mongams Vano ließen ihn nicht lange zweifeln, daß die Divis fion Fressinet in einem beftigen Gefegöte, und der Feind mit dem größten Theile seiner Armee im Übergange über den Mincio begriffen ren ').

In dieser Lage der Sachen entschloß fich der Bio ce - König, da ihm, erst so spät pon den Bewegungen des Feindes unterrichtet, auch gar keine andere Wahl mehr übrig blieb '3), den Rest der östreichischen Armeer der sich nod quf dem linken Ufer des Mincio befand, anzugreifen.

Die Division Quesnel bekam daher die Richtung gegen Pozzolo, auf ihrem linken Flügel die Kavalleries brigade Perreymono. Sie ward von der Division Rouger unterstüßt, und während die Division Marcognet ges gen Roverbella vorrückte, belegte die Garde Goito, um sich dieses Übergangpunktes zu versichern. Die Dis. vision Quesne! fing an auf den Höben von Majimbos

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!) Bei dem eigenen Geständnie, daß man erst durch

das Auge des Feldherrn von den Bewegungen des Feindes, und erit durch das Gehör von der Gefahr, in der sich die Division Freffinet befand, unterrichtet Ward, bedarf dieser Fehler wohl feiner weitern Rüge. Dieß Geständnig beweist ferner zur Genüge, wie sehr die Franzosen durch dic Porrůdung der Ostreicher

überrascht und getrennt wurden. '3) Der Verfasser erschöpft sich hier, diesen Saß fehe

weitschichtig zu beweisen, da man doch nach der Lage Der Dinge schon auf das erste Wort ihm den Glauben nicht versagen kann.

na aufzumarfdiren, links die Brigade Perrenmond, rechts jene des Generals Bonnemain, rückwärts die Diviñon Rouger, als die feindliche Dragonerbrigade des General Wrede und vier Eskadrons "4) ublanen von E. H. Kart gegen die Kavallerie des Generals Pers reymond 'vorrüdten. Legtere wollte den Feind erwarten ; c6 entstand aber bald ein dwanken in der französischen Kavallerie, und zuerst war das erste Husarenund dann das Regiment Königinn Dragoner vollkommen von den Ostreidhern bis an die Höhe der Division Rouger geworfen, und eine Batterie von 6 Kanonen von ibrren erobert. Der Bices König ließ die Division Quesnel so: gleich Quarrées formiren, die Kavallerie wieder rum. meln, und griff nun seiner Seits die öftreichisce as valerie an, nabm ihr wieder fünf von den eroberten Kanonen ab, und drängte sie gegen Pozšolo zurück , woselbst jeßt der General Merville die Grenabierbrigade Stutterheim aufmarsdiren ließ, während die Bris gade Quosdanovic 5) fich rückwärts zur Unterstüßung aufstelre. Hier begann das Gefecht durd, die Brigade Bonnemain, dię nun bald durch die Division Quesnel (welche die versprengte Brigade Perreyniond mit hin

14) Soll heißen. Eine Eskadron unter dem Deerste

lieutenant Meugen, deren Tapferkeit der Verfasser

hier selbst anführt. 5) Der Perfaffer macht hier irrig aus der Brigade

Quosdanovich ebenfalß eine Grenadier brigade. Sie bestand aus dem neu formirten Infanterieregimente St. Julien und aus dem Regimente. Coburg, wo: von Ersteres allein dem General Merpille zur Unter. fügung geschickt mard, während das legte bei dem Seneral Mayer bei Noverbella blieb.

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