Isländische Volkssagen der Gegenwart: vorwiegend nach mündlicher Überlieferung

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J. C. Hinrichs, 1860 - 352 Seiten
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Beliebte Passagen

Seite 73 - Hinterkopfe, welche ihm sofort den Tod brachte. Lange wartet das Mädchen auf den Geliebten; endlich in später Nacht kommt der Reiter, hebt sie schweigend hinter sich aufs Pferd, und reitet mit ihr der Kirche zu. Unterwegs wendet er sich einmal zu ihr um, und spricht: Mäninn IiSr, dauSinn riSr; ser fü ekki hvitan blett i hnakka minum?
Seite 73 - Es hiess nämlich das Mädchen Guörün ; aber Guö , Gott , kann das Gespenst nicht aussprechen, und daher die Entstellung des Namens. Dem Mädchen wird ängstlich zu Muthe; aber sie reiten fort bis sie zur Kirche kommen. Hier hält der Reiter vor einem offenen Grabe, und spricht: Biddü...
Seite 235 - Kaldidalr hinein. In diesem hielt er einen Augenblick an, goss aus seiner Feldflasche Wein in die Höhlung eines Steines, und rief höhnisch seinen Verfolgern zu, dass er ihnen damit...
Seite 299 - Seemundr sich in Sachsen mit einer weisen Frau (norn) verlobt. Lange wartete diese auf seine Rückkunft, nachdem er nach Island gefahren war ; als er aber immer und immer nicht kam, wurde sie endlich des Wartens müde, und gewann die Überzeugung dass er sie zum Narren gehalten habe. Da sandte sie an den Ssemund ein vergoldetes Kistchen ab, und wies ihre Boten an, dasselbe von Niemanden ausser von ihm selbst öffnen zu lassen. Diesen ihren Boten und den Kaufleuten mit...
Seite 285 - Manne gewinnen ; die dritte konnte davon zwar nichts zurücknehmen, fügte aber, über ihre Zurücksetzung erzürnt, den Fluch bei, daß sie in der Brautnacht ein Sperling werden und in den ersten drei Nächten nur je eine Stunde die Sperlingshaut ablegen sollte (S. 70). Die erste Mahlzeit der Wöchnerin heißt auf den Färöer „Noruengrütze".
Seite 178 - Man nennt ihn wohl den heiligen Baum, und erzählt, dass man früher in der Weihnachtsnacht alle seine Zweige mit brennenden Lichtern besetzt gefunden habe, welche nicht erloschen seien, mochte der Wind auch noch so stark wehen ; derselbe erscheint also geradezu als das Vorbild des Christbaumes , welchen wir künstlich erst aufzuputzen pflegen.
Seite 39 - Sagen l, 131. älteres Geschlecht von Menschen, sie sind zumal dem Christenthume feindlich und suchen dessen Fortgang auf jede Weise zu hemmen '). Sie wohnen auf felsigen Gebirgen und in Berghöhlen; leben von der Jagd, dem Fischfange, und allenfalls auch von Viehzucht; als wesentlich nächtliche Geschöpfe vermögen sie das Tageslicht nicht zu ertragen, und springen in Stein, so wie sie von der Sonne beschienen werden (S.
Seite 13 - Nun bin ich so alt wie man am Barte sehen kann und Vater von 18 Kindern, und nie habe ick, gesehen so langes Quirl in so kleiner Schüssel...
Seite 289 - ... so schwer, dass die Träger sie nicht mehr schleppen konnten : die bekamen Angst und liefen davon. Als Brjän heimkommt, entspinnt sich wider das alte Gespräch. „Was hast du gesehen, mein Sohn?" „Eine Leiche zu Grabe tragen." „Was hast du dazu gesagt?" „Möge sie wachsen um drei Viertel". „Das hättest du nicht sagen sollen, mein Sohn".

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