Deutsche Abende, Band 1

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Bassermann, 1851 - 257 Seiten
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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 228 - Ruh noch Rast, Nun bieg dich Laub, nun bieg dich Gras, Laßt euch zu Herzen gehen das.
Seite 53 - Grenze des Sträslichen zurückzieht, der Fröhlichkeit die Gemeinschast mit dem höheren Gehalt des Lebens bewahrt und die geistige Sehnsucht rege erhaltet: da überall seid ihr als Engel Gottes erschienen. Und dies alles soll und kann ja in dem geselligen Leben der Christen nichts Seltenes sein. Laßt uns nur immer mehr von den drückenden und großenteils unnützen Fesseln uns Auerbach, Schristen, XIX. 3 33 übrig behalten,
Seite 109 - Ich will Ihnen das, was ich meine, an einem Beispiel erklären: nicht die Vokal- oder Wortmusik ist das Höchste, da sind wir noch immer an menschliche Gedanken, Begriffe und Empfindungen gefesselt, die reine Instrumentalmusik ist das Höchste, Unendliche, sie ist das, was man das anendlich Lyrische nennen möchte, da sind wir nicht mehr an menschliche Worte und Begriffe gebunden, frei und allgewaltig leben wir im All, ich weiß nicht mehr, daß ich Schwester, Tochter bin, da lebt man außer- und...
Seite 54 - Sprache verwirrte, sie von einander sonderte, wird auf diesem Wege von dem Kleinen aus, von den häuslichen Kreisen der Einzelnen und Dem, was sich unmittelbar damit verbindet, ein schönes Verständniß der Geister, ein freier, hülfreicher Verkehr sich immer weiter verbreiten. Alle werden, dieselben Zeichen verstehend, dieselbe Sprache redend, mit vereinten Kräften an dem gemeinsamen Werk arbeiten und Ieder dem Andern kommend und gehend, freundlich gebend und empfangend in den heiteren und doch...
Seite 110 - Blumendnft und Sonnenschein als solchen kann es für uns nicht geben; wir fassen alles nur mit unserer menschlichen Natur, das scharfe, bestimmte Denken und Fühlen ist ebensogut Natur wie Alles da draußen, nur eine höhere, freiere; das feste, volle menschliche Wesen ist höher, als alles bloße Naturleben ; wir leiten den Strom und seine Schiffe und stehen selbst frei darüber; ist es nicht weit schöner, daß wir alles das da draußen und hier uns selbst zugleich bewußt in uns haben?
Seite 111 - ... freiere; das feste, volle menschliche Wesen ist höher, als alles bloße Naturleben ; wir leiten den Strom und seine Schiffe und stehen selbst frei darüber; ist es nicht weit schöner, daß wir alles das da draußen und hier uns selbst zugleich bewußt in uns haben?« »Ich bin Ihnen sehr dankbar...
Seite 54 - Leben ebenso gesegnet sein wie jene Erzväter es waren. Iedem erscheint dann ein tröstender oder warnender Bote Gottes , wo er dessen bedarf, und im...
Seite 219 - Minne mit aller engel schar und mit allen heiligen gar, die haben uns heute in ihrer hut an leib, an seele und an gut und müssen uns stäte wesen bei an unserm geschäfte wo wir sei' ! wir gehn, wir stehn, wir reiten, nahen oder weiten, wir liegen, wir schlafen, wir wachen, wir essen, trinken, lachen, was wir tun tag oder nacht: so beschirme uns mit siner macht der endelose starke Gott durch sin frone zehen gebot, amen! Dies ist sant Johans minne, da müsse die gnade Gottes inne schwimmen mit so...
Seite 54 - Gottes, wo er dessen bedarf; und im Gegensaz gegen jene alte Geschichte, wo die größten Bestrebungen der Menschen dadurch zerstört wurden, daß der Herr ihre Sprache verwirrte und sie von einander sonderte, wird auf diesem Wege von den kleineren Verbindungen der Menschen aus, den einzelnen häuslichen Kreisen und was sich unmittelbar daran zu knüpfen pflegt, ein schönes Verständniß der Geister, ein freies hülfreiches Verkehr sich immer weiter verbreiten.

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