Österreichs Kämpfe im Jahre 1866: nach Feldacten bearbeitet durch das k. k. Generalstabs-Bureau für Kriegsgeschichte, Band 2

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Verlag des K.K. Generalstabes, in commission bei C. Gerold's Sohn, druck von R. v. Waldheim, 1868

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Beliebte Passagen

Seite 28 - die einig, entschlossen, opferwillig zu Mir emporschauen. „Die reine Flamme patriotischer Begeisterung lodert gleichmässig in „den weiten Gebieten Meines Reiches empor ; freudig eilten die einberufenen „Krieger in die Reihen des Heeres; Freiwillige drängen sich zum Kriegs„dienste; die ganze waffenfähige Bevölkerung einiger zumeist bedrohter „ Länder rüstet sich zum Kampfe, und die edelste Opferwilligkeit eilt zur Lin„derung des Unglückes und zur Unterstützung der Bedürfnisse...
Seite 25 - Volksstamm zu schützen, das Unheil eines unvermeidlichen Krieges auf seine engsten Grenzen einzuschränken und in der innigen Verbündung der zwei mitteleuropäischen Großmächte — denen vorzugsweise die Aufgabe der Erhaltung des europäischen Friedens zu Theil geworden — zum Wohle Meines Reiches, Deutschlands und Europa's eine solche dauernde Friedensgarantie zu gewinnen.
Seite 26 - Schuld an der trüben Reihe unseliger Verwicklungen, welche bei gleicher uneigennütziger Absicht Preußens nie hätten entstehen können, bei gleicher bundestreuer Gesinnung augenblicklich zu begleichen waren. Sie wurden zur Verwirklichung selbstsüchtiger Zwecke hervorgerufen und waren deshalb für Meine Regierung auf friedlichem Wege unlösbar.
Seite 25 - Grundlagen zu einer Verfassungsform zu legen, welche die Einheit und Machtstellung des Gesamtreiches festigen, den einzelnen Ländern und Völkern aber ihre freie innere Entwicklung sichern soll, hat Meine Regentenpflicht Mir geboten, Mein ganzes Heer unter die Waffen zu rufen. An den Grenzen des Reiches, im Süden und Norden, stehen die Armeen zweier verbündeter Feinde, in der Absicht, Österreich in seinem europäischen Machtbestande zu erschüttern. Keinem derselben ist von Meiner Seite ein Anlaß...
Seite 27 - Wenn schon der Versuch von Friedensberathungen an diesen natür„lichen Voraussetzungen scheiterte, so liegt darin der Beweis, dass die Bera„thungen selbst nie zur Erhaltung und Festigung des Friedens hätten führen „können.
Seite 26 - Regierung gegebenen Versicherungen Meiner Friedensliebe, die wiederholt abgegebenen Erklärungen Meiner Bereitwilligkeit zu gleichzeitiger gegenseitiger Abrüstung erwiderte Preußen mit Gegenansinnen, deren Annahme eine Preisgebung der Ehre und Sicherheit Meines Reiches gewesen wäre. Preußen verlangte die volle vorausgehende Abrüstung nicht nur gegen sich, sondern auch gegen die an der Grenze Meines Reiches in Italien stehende feindliche Macht, für deren Friedensliebe keine Bürgschaft geboten...
Seite 28 - Wie wir für die heiligsten Güter, welche Völker zu vertheidigen haben, in Waffen stehen, so auch unsere deutschen Bundesbrüder. Man hat die Waffen uns in die Hand gezwungen. Wohlan! jetzt, wo wir sie ergriffen, dürfen und wollen wir sie nicht früher niederlegen, als bis Meinem Reiche sowie den verbündeten deutschen Staaten die freie innere Entwicklung gesichert und deren Machtstellung in Europa neuerdings befestigt ist.
Seite 33 - sich selbst gezweifelt, werden wir sie mit Gottes Hilfe auch diesmal ruhmvoll „lösen, denn unser ist das heilige Recht, welches zuletzt siegen muss. „Was immer auch sich ereignen möge, Nichts wird Eueren feurigen „Muth , Nichts das feste Vertrauen auf den endlichen Triumph in Euch „erschüttern. „Verblendet durch leichte Erfolge, die unser Gegner im Bunde mit Ver„rath, Treubruch und Bestechung anderwärts gefunden, kennt er in seiner „Anmassung, seiner Raubsucht keine Grenzen, vermeint...
Seite 27 - So ist der unheilvollste, — ein Krieg Deutscher gegen „Deutsche — unvermeidlich geworden. „Zur Verantwortung all' des Unglückes, das er über Ein„zelne, Familien, Gegenden und Länder bringen wird, rufe „Ich Diejenigen, die ihn herbeigeführt, vor den Richterstuhl „der Geschichte und des ewigen allmächtigen Gottes.
Seite 27 - Friedens hätten führen können. Die neuesten Ereignisse beweisen es unwiderleglich, dass Preussen nun offen Gewalt an die Stelle des Rechtes setzt. In dem Rechte und der Ehre Oesterreichs, in dem Rechte und der Ehre der gesammten Deutschen Nation erblickte Preussen nicht länger eine Schranke für seinen verhängnissvoll gesteigerten Ehrgeiz.

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