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Bei Gelegenheit der Vergrößerung des Lehrsaales für Obstbau wurde gleichzeitig auch ein neuer Sammlungsraum errichtet. Derselbe schließt sich wie aus dem Grundriß in Fig. 19 ersichtlich ist, dem Lehrsaal unmittelbar an. Seine Größe beträgt 39 qm.

In diesem Sammlungsraum sind die für den Unterricht im Obstbau, der Obstverwertung und dem Gemüsebau nötigen Geräte, Modelle und dergl. sowie ein Teil der pomologischen Sammlungen untergebracht. Zur Aufstellung der Gegenstände dienen teils Schränke, teils Tische.

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Auf dem groben Mitteltische werden in einem Aufbau Konserven vorgeführt, die als Lehrobjekt die Anwendung künstlicher Färbemittel zeigen. Um diesen Aufbau herum sind die verschiedenen Systeme von Einmachegläsern und Krügen, von Kochgefäßen und Sterilisierapparaten gruppiert . Die beiden Schränke auf der Westseite des Raumes dienen zur Aufnahme verschiedener Geräte und Utensilien, die in der obstbaulichen Praxis Verwendung finden. Vor den beiden Seitenfenstern auf der Südseite werden auf zwei Tischen Leitermodelle, sowie Modelle von Spaliergestellen vor

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geführt. Zwischen den beiden Fenstern hat ein Schrank mit Utensilien für den Obstverwertungsbetrieb Platz gefunden.

In den beiden Ecken der Ostseite ist eine größere Anzahl Obstversandgefäße autgebaut. Es wurde bei dieser Aufstellung Wert darauf gelegt, daß die in den wichtigsten Obstbaugegenden des In- und Auslandes gebräuchlichen Versandgefäße vertreten sind. Auf Etiketten wird der Preis sowie die Bezugsquelle der einzelnen Behälter bekannt gegeben, so daß an Ort und Stelle Vergleiche hinsichtlich der Brauchbarkeit angestellt werden können.

Auf dieser Seite wird dem Besucher ferner eine Musterkollektion der an der Anstalt eingeführten gärtnerischen Schneidewerkzeuge in einer recht gefälligen Zusammenstellung (von der Firma Eberhardt in Wiesbaden) vorgeführt.

Auf der Nordseite des Raumes ist ein großer Glasschrank aufgestellt, der in seiner untersten Abteilung mit verschiedenem Demonstrationsmaterial, wie Durchschnitte durch Veredelungen, Beschädigungen der Bäume durch Baumschwämme, Krebswunden, Frostleisten usw. angefüllt ist. Der übrige Teil des Schrankes faßt die Modellsammlung von Äpfeln und Birnen. Die Äpfel, in einer Stückzahl von 441 vertreten, sind nach dem natürlichen System von Diel-Lukas, die Birnen, 294 Stück, nach dem künstlichen System von Dr. Ed. Lukas gruppiert.

In zwei weiteren kleinen Glasschränken sind Sortimente von Aprikosen, Pfirsichen, Kirschen, Pflaumen und Zwetschen in einer Gesamtzahl von 800 Exemplaren in guten Modellen vertreten. Die gesamte Modellsammlung leistet in dieser Reichhaltigkeit im Unterricht der Obstsortenkunde sowie beim Bestimmen wertvolle Dienste.

Da die baulichen Veränderungen in der Obstverwertungsstation mit dem fertiggestellten Lehr- und Sammlungssaal ihren Abschluß gefunden haben dürften, so ist in dem beigefügten Grundriß (Fig. 19) die Station in ihrer jetzigen Gestalt wiedergegeben. Die in den früheren Jahresberichten gegebenen Erläuterungen über die einzelnen Räumlichkeiten machen eine nochmalige Beschreibung an dieser Stelle entbehrlich. Fig. 20 und 21 geben einige Teile des Sammlungsraumes wieder.

C. Bericht über Gemüsebau.

1. Allgemeines.

Infolge der Vergrößerung des Aiistaltareals hat auch der Gemüsebau, der als Unlerkultur in Verbindung mit dem Obstbau betrieben wird, ständig an Umfang zugenommen. An Stelle der Spatenkultur muß deshalb immer mehr der feldmäßige Betrieb mit Pflug und Egge treten. Bei der Neuanlage im Fuchsberg, welche eine Größe von rund 15 Morgen besitzt, ist bei der Durcharbeitung des Bepflanzungsplanes der einzelnen Quartiere dieser Betriebsweise bereits Rechnung getragen. Auch die Umgestaltung der alten Anlagen wird in der Weise erfolgen, daß auf dem größten Teile der

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