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Holzfarbige B.-B

Hochfeine B.-B

Madame Treyve ....

Grumkover B.-B

Bosos Flaschenbirne . . .

Capiaumont

Bacheliers B.-B

Millets B.-B

Six B.-B

Winter-Nelis

Feigenbirno v. Alencon. .

Winter-Meuris

Präsident Mas

Regentin

Weihnachtsbirne .... Die Chaumontel .... Esperens Bergamotte. . .

Vauquelin

St. Germain

Madame Verte

Uechantsbirne v. Alencon . Winter Dechantsbirne . . Hardenponts Winter-B.-B. . Suzette v. Bavay .... Olivier de Serres .... Späte v. Toulouse. . . .

Bretonneaus B.-B

Schwester Gregoire . . .

Esperine

Clairgeaus B.-B

Herzogin v. Angouleme

Hofratsbirne

Colomas Herbst-B.-B.
Gute Luise von Avranches
Weiße Herbst-B.-B. . . .

Gellerts B.-B

Dr. Lentier

Köstliche v. Charneu . .

Marie Luise

Herzogin Elsa

Birne v. Tongres . . . .

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Von den aufgeführten Sorten sollten: Römische Schmalzbirne. Sparbirne, Sommer-Eierbirne, Gute Graue und Rote Bergamotte nur am Hochstamm, auf Wildling veredelt, angepflanzt werden.

Aus vorstehenden Betrachtungen geht hervor, daß es unrichtig ist, die Verwendung schwachwachsender Unterlagen bei der Zwergobstkultur auszuschalten. Auf Grund der an der Anstalt seit einer langen Reihe von Jahren gemachten Beobachtungen und Erfahrungen leisten uns dieselben bei dieser Kulturmethode ganz außerordentliche Dienste, ja sie sind in vielen Fällen für den Erfolg ausschlaggebend. Jeder Obstzüchter, der Zwergbäume anpflanzt, muß von vornherein wissen, welche Unterlagen er, den Bodenverhältnissen angepaßt, für die jeweilige Form und Sorte benötigt, und er muß sich bemühen, die Bäume von der Bezugsquelle nicht nur sortenecht, sondern auch auf die erforderliche Unterlage veredelt zu erhalten. Auch in den Baumschulbetrieben sollte dieser wichtigen Frage im Interesse der Obstzüchter in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden.

d) Über die Rentabilität der Weinkultur unter Glas nach
belgischer Art .

In neuerer Zeit wurde wiederholt in Fachzeitschriften die Weinkultur nach belgischer Art beschrieben und dazu geraten, diese Kulturmethode auch in Deutschland in erweitertem Umfange durchzuführen, da dieselbe eine sehr hohe Rentabilität in sichere Aussicht stellte. Die zahlenmäßigen Angaben über die Anlage- und Unterhaltungskosten sind jedoch zum Teil zu niedrig, diejenigen über die Einnahme jedoch zu hoch gegriffen und entsprechen nicht der Wirklichkeit.

Auf Grund einer Aufforderung seitens eines hohen Ministeriums ließ es sich Berichterstatter angelegen sein, zuverlässiges Zahlenmaterial zur Beantwortung der Frage der Rentabilität zu beschaffen. Die Bemühungen, von einigen belgischen Firmen direkt den gewünschten Aufschluß zu erhalten, blieben ohne Erfolg. Es war jedoch möglich, durch Vermittlung eines früheren Schülers der Anstalt, welcher einige Jahre in Brüssel tätig war, und der den Hoeylaerter Kulturen schon seit längerer Zeit seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat, das Gewünschte zu erhalten.

Um gleichzeitig Urteile von seiten maßgebender deutscher Firmen zu gewinnen, wurde eine Spezialfirma für den Bau von Weinhäusern sowie eine Firma im Rheinland, welche sich seit mehreren Jahren mit der Weinkultur unter Glas nach belgischer Art befaßt, um Äußerung zu der Frage gebeten. Die erhaltenen Mitteilungen verdienen an dieser Stelle einem größeren Interessentenkreise bekannt gegeben zu werden.

Die nachfolgenden Angaben gelten für ein Haus von 20 m Länge und 8 m Breite, wie solche sich in Hoeylaert in großer Zahl vorfinden.

A. Angaben aus Belgien.

Die Kosten der Anlage und Unterhaltung eines Weintreibhauses betragen in Hoeylaert selbst:

I. Anlagekosten für das Haus, einschließlich Heizungsanlage rund 1100 M

II. Jährliche Unterhaltungskosten usw.

Für Düngung 16,— M

Für Feuerungsmaterial , 100,— .,

An Arbeitslohn 120,- „

III. Dazu: Verzinsung des Anlagekapitals (1100 M

zu 4 o/o) , 44.- „

rund 280— M

Man berechnet in Hoeylaert den jährlichen Reingewinn pro Haus auf 200-400 Fr. = 160-320 M.

Interessant sind demgegenüber die Mitteilungen der Firma Guillaume Kump, welche sich mit dem Bau der Gewächshäuser in Hoeylaert beschäftigt. Dieselbe schreibt auf eine Anfrage unsererseits: „Die Weintreibhäuser kann ich bei 20 m Länge und 7 m Breite nach dort (Geisenheim) zum Preise von rund 2500 Fr. (d. i. bei 8 m Breite zum Preise von rund 2850 Fr. = 2280 M) liefern. In dieser Summe sind die Kosten für Transport. Unterhalt des Personales usw. für die Arbeiter noch nicht eingerechnet.

Bei 5 Treibhäusern bin ich in der Lage, den Preis um 100 Fr. zu ermäßigen."

Nach diesen Angaben würden die Häuser, nach Deutschland geliefert, um mehr als das Doppelte teuerer zu stehen kommen. Daß in Deutschland mit bedeutend höheren Anlagekosten gerechnet werden muß, bestätigen auch folgende Angaben der deutschen Firmen:

B. Angaben der deutschen Firmen:

Die Spezial-Firma für den Bau von Weinhäusern macht über die Kosten der Anlage und Unterhaltung von Weinkulturhäusern folgende Angaben:

„Das Quadratmeter des fraglichen Weinhauses dürfte in Deutschland kaum unter 18 M herzustellen sein; bei großer Anlage vielleicht für 15 IL Pflanzung, Düngung und Bearbeitung 2 M pro Quadratmeter; Arbeitslohn, Heizung, Düngung, Amoitisation, Reparatur, Verschiedenes: 20—25% vora Anlagekapital. Der Preis der Trauben schwankt zwischen 0,75—2,25 pro Pfund.1) Bei guter Kultur sind pro Quadratmeter 4 Pfd. zu erzielen."

Nach diesen Angaben wird sich die Rentabilitätsberechnung wie folgt gestalten:

I. Anlagekosten für das Haus 160 qm

ä 18 M =2880,— M

Vorbereitung des Bodens und Bepflanzung
des Hauses 160 qm ä 2 M = 320,— ,,

3200,— M IL Jährliche Unterhaltungskosten 20% von 3200 M = rund

640 M.
111. Jährliche Einnahmen bei voller Bekleidung der Flächen
ca. 200 qm ä 4 Pfd. = 800 Pfd. Trauben = 400 kg
ä 3 M1) = 1200 M.

Einnahme .... 1200,— M
Ausgabe .... h40, — ,.

Reingewinn . . . 560,— M

Die Leitung der Weinkulturen im Rheinland äußert sich zu der gestellten Frage wie folgt:

flIch besitze in meinen Anlagen 20 Häuser, meistens 20 m lang und 8 m breit, welche seinerzeit von Erfurter, Kölner und Hoeylaerter Unternehmern errichtet wurden. 18 Häuser wurden durch eine Spezialfirma aus Hoeylaert bei Brüssel gebaut und zwar genau nach dem System, wie sie dortselbst allgemein üblich sind. Durch genaue Prüfungen und Untersuchungen an Ort und Stelle kam ich zu der Überzeugung, daß das belgische System preiswürdiger und für diese Art besser sei. Diese Häuser bestehen teilweise aus Holz und Eisen, oder ganz aus Eisen. Das letztere System hat meinen besonderen Beifall gefunden."

') Nach meiner Ansicht ein sehr hoher Durchschnittspreis, der in Deutschland nur in vereinzelten Fällen erzielt werden kanu. Vergl. auch die nachfolgenden Angaben.

Die Verwaltung dieser Weinhausanlagen berechnet nach ihren praktischen Erfahrungen die Kosten der Anlage und Unterhaltung eines Weinhauses folgendermaßen:

I. Anlagekosten für das Haus einschließlich

Rigolen, Düngen und Bepflanzen des Hauses 3000,— M IL Jährliche Unterhaltungskosten

Für Düngung1) 10,— „

Für Feuerungsmaterial im Durchschnitt . . 225,— „
An Arbeitslohn bei Vorhandensein einer größeren

.Anzahl von Häusern 125,— „

III. Dazu Verzinsung des Anlagekapitals von 3000 M

zu 4% 120,— „

480,— M abgerundet auf 500 M.

Über die zu erzielenden Einnahmen aus dem Weintreibhause werden von dieser Seite die nachfolgenden allgemeinen Angaben gemacht: ,,Die Frage, wieviel Pfund Trauben auf einem Quadratmeter wachsen, ist nicht zu beantworten, weil die Trauben sich an den verschiedenen Stöcken sehr unregelmäßig und verschieden entwickeln. Die Ernte eines Hauses von 20 m Länge, 8 m Breite variiert manchmal zwischen 100—800 Pfd. Maximum. Ebenso ist der Preis im Laufe des Jahres je nach Angebot und Nachfrage ganz bedeutend schwankend, so daß für die erscheinenden ersten neuen Trauben 6 und 7 M pro Pfund, für die noch alten 1,50 und 2 M bezahlt werden. Die Preise für neue Ware sinken im Mai bereits auf 2 M. Im September, wenn die Freilandware aus allen Ecken Europas hereinströmt, namentlich aus Italien, Südfrankreich, Österreich, Ungarn fallen die Preise für die Glashaustrauben auf 25 bis 50 Pf. je nach Qualität."

Obige Angaben lehren, daß bei der Einführung dieser Kultur in Deutschland mit einem bedeutend höheren Preis für Errichtung der Häuser gerechnet werden muß. Die Anlagekosten werden sich nur dann niedrig stellen, wenn der Besitzer selbst zugreift, so daß er auf die Inanspruchnahme der Spezialfirmen für Gewächshausbauten möglichst verzichten kann. Dazu ist jedoch erforderlich, die ganze Kultur an ihrer Pflegestätte (z. B. Hoeylaert) genau studiert zu haben.

Aber auch die Unterhaltungskosten werden in Deutschland höher zu stehen kommen, wie in Belgien. Nach den eingezogenen Erkundigungen sind in Belgien die Arbeitslöhne recht niedrige, denn die besseren Arbeiter werden im Durchschnitt mit 2,50—3 Fr. pro Tag bezahlt. Zudem ist die Weinkultur in den Hauptortschaften, wie Hoeylaert, Gemeingut der gesamten Bevölkerung geworden, so daß auch die Frauen mit einzelnen Arbeitsverrichtungen, z. B. mit der zeitraubenden und doch sehr wichtigen Arbeit des Ausbeerens, sowie mit der Ernte und dem Versande vollkommen vertraut sind. Dieses Zu

') Diese Summe erscheint dein Berichterstatter zu niedrig.

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