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und zu Kulturzwecken, so wird es andrerseits zur Bepflanzung von Blumenbeeten in mannigfacher Weise verwendet.

Bei der Zusammenstellung der Bepflanzung für die verschiedenen Blumenbeete, die alljährlich wechseltr haben sich die folgenden Anordnungen des letzten Jahres als recht wirkungsvoll erwiesen:

Beet No. I Fig. 33. Die Zusammenstellung ist aus Blatt- und Blüten pflanzen getroffen. Bepflanzung:

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Die Bepflanzung dieses Blumenbeetes hat wohl ungeteilten Beifall gefunden. Die Mitte des Beetes zeigt eine leichte, lockere, unregelmäßige Zusammenstellung von blühenden Pflanzen mit Ziergräsern und dazu passend der satte braunrote Untergrund von Acalypha mosaica, die unter den klimatischen Verhältnissen des

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Fig. 36. Beet No. III.

Rheingaues zu üppigster Entwicklung gelangen und zur Hebung des gesamten Farbenspiels dieses Blumenbeetes außerordentlich beitragen. Der Rand des Blumenbeetes ist in scharfen Linien und aus verschiedenen Pflanzen zusammengesetzt, wobei auf ruhige und einheitliche Farbenwirkung ein besonderer Wert gelegt wurde. Be

üeisenheimer Bericht 1906. 8

sonders schön und leuchtend wirkten hier die gelben Coleus Citrone neben dem schwarzblätterigen Coleus Hero und dem weißblätterigen Cerastium tomentosum. Die gesamte Bepflanzung des Blumenbeetes hat den Vorzug, daß die volle Wirkung vom Zeitpunkt der Bepflanzung bis zum Spätherbst ununterbrochen anhält.

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Fig. 37. Grundplan der Blumenbeetanlage vor dem Hauptgebäude der Lehranstalt. Beet No. II.

Die Bepflanzung dieses Blumenbeetes enthielt: in leichter Anordnung eine Anzahl von Plumbago capensis mit einem Untergrund von Calceolaria rugosa „Gloire de Versailles" und einer Einfassung von Coleus Hero und Alternanthera sessilis.

Die Hauptwirkung des Beetes bildete der fast ununterbrochene Blütenflor von Plumbago capensis, welcher in seiner mattblauen Färbung eine eigenartige Wirkung hervorrief und durch die gelben Blüten der Calceolarien unterstützt wurde. Dazu die scharfe Einfassung in mattem Rot und die tief schwarzbraune Färbung von Coleus Hero.

Beet No. III. Bepflanzung:

No. 1. Verbena Miss Ellen in leichter Zusammenstellung mit Abutilon Sawitzers Ruhm und einem Untergrund von Alternanthera metallica. No. 2. Lobelia, Ruhm von Coblenz. No. 3. Alternanthera sessilis. Die hervorragenden Eigenschaften der Verbena Miss Ellen sind bereits im Jahresbericht 1904 erwähnt worden. Die zahlreichen, zart rosafarbenen Blüten dieser Verbena untermischt mit dem weißbuntblätterigen Abutilon und dazu der metallschimmernde Untergrund von Alternanthera metallica bildeten ein Farbenspiel von seltener Schönheit und von ununterbrochener Dauer.

Beet No. IV. Die Mitte des Beetes enthält eine Anzahl Canna President Jules Faivre (braunblätterig) gemischt mit Gladiolus brenchleyensis und eine Einfassung von Coleus President Druez und Alternanthera aurea nana.

Die feurigroten Blüten der Gladiolen waren von außerordentlich schöner Wirkung zwischen den braunen Canna.

Bepflanzung der Blumenbeetanlage vor dem Hauptgebäude der Lehranstalt. Fig. 37.

No. 1. Begonia semperflorens kupferrot (eigener Sämling). No. 2. Iresine Lindeni und Alternanthera versicolor. No. 3. Iresine Wallisii. No. 4. Achyranthes Verschaffelti splendens. No. 5. Alternanthera aurea nana. No. 6. Alternanthera metallica. No. 7. Dracaena indivisa. No. 8. Pennisetum Rüppellianum. Auch die Bepflanzung dieser Blumenbeetanlage kann in ihrer Wirkung als ruhig und vornehm bezeichnet werden.

D. Anderweitige Versuche.

1. Vertilgung von Moos auf den Rasenflächen.

Jeder Gärtner und Gartenbesitzer wird wohl die Erfahrung gesammelt haben, daß auf älteren Rasenflächen und namentlich an schattigen Stellen sich mit der Zeit Moos ansammelt und in dem Maße wie dieses überhand nimmt, auch der Bestand an Graspflanzen zurück geht, so daß fast vollständig kahle Stellen auf den Rasenflächen entstehen. Das ist unangenehm für den Gartenbesitzer und man sieht sich veranlaßt hier rechtzeitig einzugreifen um der Moosbildung entgegen zu treten oder das vorhandene Moos zu vernichten.

Die Anwendung von Düngekalk, indem dieser im Herbst möglichst fein zerteilt auf den bemoosten Flächen ausgestreut wird, beschränkt die Entwicklung der Moosbildung, wenn auch nicht

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