Die Herren von Kuenring: Ein Beitrag zur Adelsgeschichte des Erzherzogtums Oesterreich Unter der Enns (Classic Reprint)

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Fb&c Limited, 30.08.2018 - 404 Seiten
Excerpt from Die Herren von Kuenring: Ein Beitrag zur Adelsgeschichte des Erzherzogtums Oesterreich Unter der Enns

Wie bei den meisten alten Geschlechtern die Person das Ahnherrn in dunkles sagenhaftes Gewand sich kleidet, so ist dies nicht minder mit dem Stammvater der Kuenringe' Azzo von Gobatsbnrg, der Fall. Sage und Dichtung haben um seine Gestalt einen Schleier gewoben, der um so schwie riger zu lüften ist, je mehr sein Alter berechtigt erscheint, Anspruch auf Achtung und Ehrfurcht zu erheben. Sie erzählen. In den Tagen des Kaisers Heinrich, der von dem vielen Uebel, das er der Kirche Gottes zufügte, besonders aber deshalb, weil er den Pabst Pascbal gefangen nahm, der Böse hieß, sass auf dem erzbischöflichen Stable von Trier ein Sprosse des erlauchten Hauses der Babenberger, Peppo, der den Markgrafen Leopold von Oesterreich Bruder nannte. Damals wurde die Ostk von den benach barten Völkern: Ungarn, Baiern und bömen durch häufige Einfllle furchtbar verwilstet; ja die beiden letzteren Greuzunchbaru hatten mit ihren zammichen Schaaren den Markgrafen Leopold und seine Mannen in der fie von "maverperg bis zur Vernichtung geschlagen und das Landnördlich der Donau mit Feuer und Schwert verheert. Markgraf Leopold wandte sich in dieser Not an seinen Bruder Poppo, Erzbischof von Trier, um Hilfe, und dieser kam dem Eichen desselben mit allem Eifer nach. Er rüstete eine zahlreiche Scheer stattlicher Krieger aus und sandte sie unter dem Befehle seines Blutsverw_andten Azzo nach der Ostmark. Dieser, ein frommer und reicher Mann, der trotz der Bitten seiner Freunde und Verwandten, welche ihn nicht in die unbekannte Ferne ziehen lassen wollten, den Befehlen Poppo's gerne Folge gab, hatte, bevor er die Grenze seiner Heimat überschritt, einen Traum. Er sah namlich die Ostmark voll ton Bären, Ebern und anderen wilden Thieren, welche dieselbe grinlich ver wusteten. Bestürzt über diese Vision wurde er durch eine himmlische Stimme, welche ihm den Sieg über dieses Gethier verhiess, so ermutigt dass er ungesäumt mit den Seinen den Zug fortsetzte. Angekommen in der Ostmark wurde er von seinem Blutsverwandten' dem Markgrafen Leopold, mit grösster Freude empfangen und sogleich zum Marschall ernannt. Als solcher ordnete er die Schaaren, stärkte sich und die Seinen die Secraruente und begann das Treffen.

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