Das Wesen des Genies: Faust und Hamlet

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M. Hoffmann, 1888 - 28 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 25 - Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, Dann will ich gern zu Grunde gehn! Dann mag die Totenglocke schallen, Dann bist du deines Dienstes frei, Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen, Es sei die Zeit für mich vorbei!
Seite 5 - Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Seite 10 - FAUST Wie nennst du dich? MEPHISTOPHELES Die Frage scheint mir klein Für einen, der das Wort so sehr verachtet, Der, weit entfernt von allem Schein, Nur in der Wesen Tiefe trachtet.
Seite 22 - Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen, So sei es gleich um mich getan! Kannst du mich schmeichelnd je belügen, Daß ich mir selbst gefallen mag, Kannst du mich mit Genuß betrügen, Das sei für mich der letzte Tag! Die Wette biet ich!
Seite 28 - FAUST. Was sucht ihr, mächtig und gelind, Ihr Himmelstöne, mich am Staube? Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind. Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; 7«s Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind. Zu jenen Sphären wag...
Seite 14 - War' nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt' es nie erblicken; Lag' nicht in uns des Gottes eigne Kraft, Wie könnt* uns Göttliches entzücken?
Seite 10 - Ehr und Herrlichkeit der Welt; Es möchte kein Hund so länger leben! Drum hab ich mich der Magie ergeben, Ob mir durch Geistes Kraft und Mund Nicht manch Geheimnis würde kund, Daß ich nicht mehr mit saurem Schweiß Zu sagen brauche, was ich nicht weiß; Daß ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält, Schau alle Wirkenskraft und Samen Und tu nicht mehr in Worten kramen.
Seite 9 - Doktor gar, Und ziehe schon an die zehen Jahr' Herauf, herab und quer und krumm Meine Schüler an der Nase herum Und sehe, daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen.
Seite 4 - So fluch ich allem, was die Seele Mit Lock- und Gaukelwerk umspannt Und sie in diese Trauerhöhle Mit Blend- und Schmeichelkräften bannt! Verflucht voraus die hohe Meinung, Womit der Geist sich selbst umfängt! Verflucht das Blenden der Erscheinung, Die sich an unsre Sinne drängt! Verflucht, was uns in Tränen heuchelt, Des Ruhms, der Namensdauer Trug!
Seite 13 - Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf Der wilde Berg mit allen seinen Schluchten; Schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten Vor den erstaunten Augen auf.

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