Studien zur Energetik der Pflanze

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S. Hirzel, 1892 - 3 Seiten
 

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Seite 216 - Nothwendigkeit, dass, insofern die Eigenschaften der Zellwand (insbesondere Länge, Dicke und Elasticität) constant bleiben, eine von Aussenwirkungen unabhängige Zunahme oder Abnahme der Hautspannung nur durch eine Veränderung der Turgorkraft zu erzielen ist. Unter dieser Voraussetzung ist also jede Vergrösserung oder Verkleinerung einer Zelle, gleichviel ob sie schnell oder langsam verläuft, nur durch eine Variation der Turgorkraft bedingt und diese allein, dh also die osmotische Energie, leistet...
Seite 240 - Literatur kritisch zu sichten 1). Lassen sich bei Rücksichtnahme auf die unmittelbar mitspielenden Factoren auch nur gewisse der erörterten Möglichkeiten (p. 216) ausschliessen, so ist mit solcher Einengung immerhin ein Fortschritt gewonnen. Thatsächlich ist aber erweisbar , dass . wenigstens vielfach, die Bedingung für Flächenwachsthum eine Veränderung in der Zellwand ist, wobei aber zunächst zweifelhaft bleibt, ob diese Veränderung in einem Wechsel der Cohäsion oder in activem Wachsen...
Seite 211 - ... Unrecht, als die Quelle aller Betriebsenergie im Organismus angesprochen wurde , ohne dass die Mittel zur Verwandlung der chemischen Energie in Arbeit jemals eine nähere Beleuchtung fanden. Uebrigens wurde in dieser Abhandlung mehrfach hervorgehoben, wie und warum die durch die Verbrennungswärme bemessbare chemische Energie keinen Maassstab für die Leistungsfähigkeit eines Stoffes im Organismus giebt und dass ohne Aenderung des chemischen Energieinhaltes sowohl durch oxydable, als auch total...
Seite 241 - Prüfung ergab, neben der Bestätigung dieser Thatsache, noch speciell, dass ohne Sauerstoff eine Verdickung oder allgemein eine Cohäsionszunahme der Haut nicht eintritt, dass ferner ein Wachsthum unter diesen Umständen auch dann ausbleibt, wenn die normal wirksame Turgordehnung durch künstlichen Zug erheblich, um Werthe bis zu 1,2 Atmosphären, vermehrt wird. Ich halte es nicht für nöthig, diese Versuche, welche wesentlich von meinem Assistenten Herrn Dr. KLEMM durchgeführt wurden, im Einzelnen...
Seite 260 - Betriebsmittel hohe Imbibitionskräfte ausgeschlossen sind, auf welche die Imbibitionstheorie reflectiren zu können glaubte. Ohne irgend eine bestimmte Voraussetzung über die Mechanik der Wasserbewegung in den Leitbahnen, kommen wir also zu dem, übrigens auch schon aus anderen Argumentationen gezogenen Schlusse, dass das Wasser anderweitig, dh durch in den Leitbahnen entwickelte Kräfte, in die Höhe geschafft und somit das in solcher Weise auf höheres Niveau gehobene Wasser den aus den Gefässbündeln...
Seite 202 - Wftrmequantum eine ansehnliche mechanische Leistung vollbracht. IV. Einführung von Energie in die Pflanze. Lebensthätigkeit und Fortkommen des Organismus sind in gleicher Weise an den Gewinn und den Umsatz von Materie und von Energie gekettet. Letztere wird zum grössten Theil mit der Nahrung eingeführt, von welcher immer nur ein Theil zu bleibenden Bausteinen verwandt wird, während ein anderer und oft der grösserc Theil, in tiefgreifenden Zertrümmerungen, unter Freiwerden chemischer Energie,...
Seite 262 - Doch ist in diesen Versuchen (STRASBURGER'S), wie ich hier nicht ausführen will, "nicht die ausreichende Umsicht und Kritik angelegt, durch welche sie allein beweiskräftig werden könnten. Übrigens hat STRASBURGER nicht versucht, durch geistige Verarbeitung seines Materiales das Zustandekommen der Wasserbewegung causal aufzuklären.
Seite 209 - Verwandlung chemischer Energie gewonnen wird, so ist doch, wie wiederholt betont, chemischer Umsatz, also chemischer Energiewechsel stets nothwendig, um das Gesammtgetriebe im Organismus zu ermöglichen. Denn von chemischem Umsatz hängt schon die Production der nöthigen Baustoffe, somit die Möglichkeit des Aufbaues des Organismus ab und so kann man wohl den chemischen Energiewechsel als erste und vornehmste Bedingung für das Wachsen und die Thätigkeit des Organismus betrachten. Doch darf man...
Seite 242 - Dehnung statt, so halte in dem sauerstofffreien Räume die gleiche Spannung sich nicht erhalten , resp. hätte bei dauernder Zugkraft eine, und zwar mit zunehmender Verdünnung der plastisch verlängerten Haut beschleunigte, bleibende Verlängerung eintreten müssen.
Seite 199 - Vielleicht bieten aber gerade die einfacheren Verhältnisse der Bakterienculturen ein entsprechendes Material , um darüber Aufschluss zu erhalten, 1) „So wenig wie die alleinige Kenntniss der Ausgangs- und Endproducte des Stoffwechsels vermag die alleinige Controle der Einfuhr und der Ausgabe der Gesammtenergie oder einzelner Energiegrössen von der Art und Weise der Mannigfaltigkeit der Umsetzungen im Getriebe des Organismus Kenntniss zu geben,