Grundfragen der Homerkritik

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S. Hirzel, 1895 - 321 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 247 - Das ist es, wodurch Rubens sich groß erweiset und an den Tag legt, daß er mit freiem Geiste über der Natur steht und sie seinen höheren Zwecken gemäß traktiert. Das doppelte Licht ist allerdings gewaltsam, und Sie können immerhin sagen, es sei gegen die Natur. — Allein, wenn es gegen die Natur ist, so sage ich zugleich, es sei höher als die Natur, so sage ich, es sei der kühne Griff des Meisters, wodurch er auf geniale Weise an den Tag legt, daß die Kunst der natürlichen Notwendigkeit...
Seite 245 - die Besonderheiten der Entwickelungsstufe, der eine geistige »Schöpfung entsprang, ein Ausnahmeverfahren in der Beurteilung »derselben in der Weise begründen, daß sie als den allgemeinen »Gesetzen und Formen des menschlichen Denkens aller Zeiten »und Bildungsstufen nicht unterworfen betrachtet wird. Diese »Gesetze haben dieselbe Verbindlichkeit und bieten damit in »demselben Grade Anhaltspunkte für das Urteil bei Homer wie »bei Thukydides, gelten notwendig als Voraussetzungen für einen...
Seite 81 - Ceterum Pisistratus sparsam prius Homeri poesim ante Ptolemaeum Philadelphum annis ducentis et eo etiam amplius sollerti cura in ea quae nunc extant redegit volumina, usus ad hoc opus divinum industria quattuor celeberrimorum et eruditissimorum hominum, videlicet, Concyli, Onomacriti Athenien.
Seite 250 - Zwecke wegen da und wollen weiter nichts beweisen, als daß der Dichter seine Personen jedesmal das reden läßt, was eben an dieser Stelle gehörig, wirksam und gut ist, ohne sich viel und ängstlich zu bekümmern und zu kalkulieren, ob diese Worte vielleicht mit einer anderen Stelle in scheinbaren Widerspruch geraten möchten.
Seite 89 - Athen gern gehört, gern gelernt und gelesen; es unterlag dem»nach derselben Metamorphose in Athen, der es allerorten unter»lag; zum Teil unwillkürlich, indem die attische Sprache ein»drang wo sie konnte, zum Teil durch...
Seite 57 - Classical texts from Papyri in the British museum including the newly discovered poems of Herodas, London 1891.
Seite 296 - Dö sluog er Bloedeline einen swinden swertes slac, daz im daz houbet schiere vor den füezen lac. 'daz si din morgengäbe,' sprach Dancwart der degen, 'zuo Nuodunges briute, der du mit minne woldest phlegen. 1865. Man mac si morgen mehelen einem andern man: wil er die brütmiete, dem wirt alsam getän.
Seite 296 - sö riuwet mich min vlehen: daz wsere baz gespart.» der snelle degen küene von dem tische spranc: er zöch ein scharpfez wäfen, daz was michel unde lanc. 1927 Dö sluoc er Bloedeline einen swinden swertes slac, daz im daz houbet schiere vor den füezen lac. «daz si din morgengäbe», sprach Dancwart der degen, «zuo Nuodunges briute, der du mit minnen woldest pflegen.
Seite 97 - Combinationen zu benutzen. mir bald lächerlich vor, wenn ich noch immer die Möglichkeit gelten lasse, dass unsere Ilias in dem gegenwärtigen Zusammenhange der bedeutenderen Theile, und nicht bloss der wenigen bedeutendsten, jemals vor der Arbeit des Pisistratus gedacht worden sei.
Seite 96 - Aber das darf man nicht denken. „Wer auch nur einen Schluß machen kann, muß erkennen, daß die homerischen Gedichte zu der Zeit, wo diese Bestimmung erlassen ward, feste und geschlossene Form hatten, mit andern Worten, daß damals mehrere Ilias und Odyssee existierten".

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