Bertolt Brechts Erfolgsmarke: Dreigroschen für Fressen & Moral

Cover
Springer-Verlag, 03.12.2017 - 128 Seiten

Das Buch vor dem Film. – Am 31. August 1928 schlug Brechts Dreigroschenoper im Berliner Theater am Schiffbauerdamm wie eine Bombe ein und beendete die Herrschaft der hohen Kultur in Deutschland. Doch Brechts größter Erfolg ging bald in der Unterhaltungsindustrie auf: der Haifisch verlor seine Zähne. 1930 entwarf Brecht einen Dreigroschenfilm, nannte ihn Die Beule und versuchte dem Dreigroschenstoff mit den avantgardistischen Film-Techniken der Zeit seinen gesellschaftskritischen Biss wiederzugeben. Den möglichen Film verhinderten die Apparate der schwergewichtigen Filmproduzenten sowie die Politik. – Jan Knopfs Buch erzählt die dornenreiche wie ruhmgekrönte Story, die zu Brechts Erfolgsmarke führte, und bezieht dabei unbekannte Dokumente wie die Urfassung des Schlüsselstücks der Weimarer Republik, Mann ist Mann, ein. Darüber hinaus legt Knopf ein Treatment für einen Dreigroschenfilm vor, den Brecht womöglich im digitalen Zeitalter gern realisiert hätte.

 

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Inhalt

Dieser entzückende Hintern
1
Liebe auf den ersten Griff
7
Prozeß der Umschmelzung geistiger Werte in Waren
15
Die im Dunkeln sieht man nicht
26
Und nicht schlecht ist die Welt Sondern Voll
37
Mann isst Mann
41
Der Gummimensch kommt in Sicht
51
Dokumentarisches Zwischenspiel mit das Mensch
61
machen sie daraus ihr Beafsteak Tartar
66
MediaClash
79
Kopfgeburten
108
Ein Mensch braucht zuviel Fressen
111
Nachbemerkung
121
Literatur
125
Abbildungs und Quellenverzeichnis
127
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2017)

Jan Knopf, Leiter der Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB) und Prof. em. für Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Bibliografische Informationen