Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache: Nach den neuen preussischen und bayerischen Regeln

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Bibliographisches Institut, 1880 - 187 Seiten
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite xv - Pronomen es; z. B. ist's, geht's. Wenn die Präposition mit dem von ihr regierten Artikel verschmolzen wird, gebraucht man den Apostroph nicht; z. B. am, beim, unterm, ans, ins, zum. 2. Bei Eigennamen ist es nicht erforderlich, das s des Genitivs durch einen Apostroph abzutrennen; z. B. Ciceros Briefe, Schillers Gedichte, Homers Ilias. Hingegen wird bei Eigennamen, welche den Genitiv auf s nicht bilden können, das Rektionsverhältnis durch den Apostroph bezeichnet; z.
Seite xi - ... die potentiell Träger von orthographischen Varianten sind: "Es giebt namentlich zwei Gebiete, innerhalb deren nicht alle Entscheidungen ... mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit getroffen werden können. Diese sind erstens das Gebiet der Substantive, welche ihre substantivische Natur aufgegeben haben. Sollen dieselben noch groß oder sollen sie klein geschrieben werden, und wenn sie klein zu schreiben sind, sollen sie dann mit anderen Wörtern, mit denen sie zusammen einen Begriff bilden,...
Seite xv - Bindestrich 1. Wird bei der Zusammenstellung von zusammengesetzten Wörtern ein ihnen gemeinsamer Bestandteil nur einmal gesetzt, so tritt an den übrigen Stellen statt seiner der Bindestrich ein, z. B. Feld- und Gartenfrüchte, Jugendlust und -leid.
Seite 111 - ... müssen ich muß du mußt er muß wir müssen ihr müßt sie müssen...
Seite xv - Ich lieb' ihn. Das leid' ich nicht. Heil'ge. Iedoch ist in der gewöhnlichen prosaischen Darstellung eine solche Verstümmelung der Wortsorm zu vermeiden, ausgenommen etwa im Pronomen es; z. B. ist's, geht's. Wenn die Präposition mit dem von ihr regierten Artikel verschmolzen wird, gebraucht man den Apostroph nicht; z. B. am, beim, unterm, ans, ins, zum.
Seite viii - Dem Wunsche, diese Orthographie in ganz Deutschland und demnächst, soweit die deutsche Zunge klingt, zum Siege gelangen zu sehen, bringt der Verfasser gern seine besonderen die Rechtschreibung betreffenden Wünsche zum Opfer.
Seite vii - Grundsatz zu eigen zu machen, 'daß eine minder gute Orthographie, der ganz Deutschland zustimme, besser sei als eine vorzüglichere, die sich auf einen Teil Deutschlands beschränke'.
Seite x - ... Belieben des Verfassers ausgeschlossen und seine ganze Aufmerksamkeit nur darauf gerichtet sein, für alle nicht in das amtliche Wörterverzeichnis aufgenommenen Wörter die Schreibung so festzustellen, wie sie nach seinem Urteile die amtliche höchste Instanz festgestellt haben würde, wenn sie auch diese Wörter in den Bereich ihrer Entscheidung gezogen, beziehentlich sie in das amtliche Wörterverzeichnis aufgenommen hätte.
Seite xv - Compositis gehörendes Wortglied nur einmal gesetzt, so tritt an den übrigen Stellen statt seiner der Bindestrich ein; z. B. Feld- und Gartensrüchte, Volallänge und -kürze.
Seite xi - ... Schreibung — zuweilen auch zwei zur Auswahl — empfiehlt, so soll damit nur gesagt sein, daß die angegebene Schreibung jedenfalls zulässig und im Geiste der amtlichen Regelung aufgestellt ist, also unbedenklich gebraucht werden kann, ohne daß damit zugleich jede andere Schreibung als verwerflich bezeichnet werden sollte. Kann ja doch zuweilen durch die Wahl der einen oder der ändern Schreibung eine leise Modifikation des Gedankens bezweckt werden.

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